Opel Corsa C, wann Verschleißmaterialien wechseln?

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2 Antworten

Die hygroskopische Eigenschaft von Bremsflüssigkeiten ist mir wohl bekannt. (Ich bin Dipl.-Ing. Kraftfahrzeugtechnik.) Dennoch - so meine Erfahrung - kann man den Wechsel deutlich weiter als 2 Jahre hinauszögern. Im Zweifel kannst du dir ja ein Messgerät besorgen, mit dem du den Wassergehalt misst.

Und wenn du nicht gerade auf der Rennstrecke unterwegs bist, ist selbst ein Wassergehalt von bis zu 3% nicht dramatisch.

Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, ist ein Tausch in kürzeren Intervallen natürlich besser. Aber diese Maßnahme steht einer Sparmaßnahme antagonistisch gegenüber.

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Kommentar von patze86
23.08.2012, 20:11

Dann brauche ich dir da ja wirklich nichts drüber erzählen ^^. Hatte nurmal einen Bekannten, wo gerade das als Unfallursache herauskam. Dann nochmal vielen Dank.

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Nimm dir einfach das OPEL-Inspektionsheft! Dort stehen alle Tätigkeiten drin.

Einen Bremsflüssigkeitswechsel alle 2 Jahre halte ich für übertrieben. Ich bin auch schon 5 Jahre mit der selben Flüssigkeit gefahren und habe keine nachlassende Bremswirkung gespürt.

Zündkerzen müssen auch nur dann gewechselt werden, wenn die Elektroden heruntergebrannt sind. Am Schadbild der Elektroden kann man oftmals auch weitere Defekte im Motor erkennen. Dazu genügt es, wenn du regelmäßig die Zündkerzen herausschraubst und sie dir ansiehst.

Bremsen musst du auch erst dann wechseln, wenn die alten verschlissen sind. Wechselst du allerdings die Scheiben, müssen auch die Klötze erneuert werden, egal in welchem Zustand sie sind.

Willst du lange etwas von deinem Motor haben, meide hohe Drehzahlen!

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Kommentar von patze86
22.08.2012, 17:44

danke, ich werde mir das nachher mal ansehen.

was die bremsflüssigkeit betrifft, so geht es weniger um den verschleiß, sondern vielmehr um den wassergehalt und damit um den siedepunkt. wasser hat einen niedrigeren siedepunkt als die eigentliche bremsflüssigkeit und da sich diese über die zeit automatisch mit wasser anfüllt, kann es passieren, dass in einer notsituation oder z.b. bei einer fahrt in den bergen, wo sich die bremsen stark erhitzen, das in der bremsflüssigkeit vorhandene wasser verdampft. Gase kannst du im gegensatz zu flüssigkeiten in den bremsleitungen verdichten, somit wird dein bremsdruck nicht an den bremskraftverstärker und die bremsanlage weitergegeben und du trittst ins leere. da bringt es dir nichts, wenn du vorher 5 oder 6 jahre tadellos gefahren bist und in einer notsituation oder auf längeren touren die bremsen schlagartig versagen.

wenn du die wirklich so lange schon nichtmehr gewechselt hast, solltest du das dringen nachholen, denn das merkst du definitiv erst, wenn es zu spät ist ;)

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