Opa wehrt sich gegen die Hilfe vom Pflegedienst - ohne kommt er aber auch nicht zurecht - was machen?

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4 Antworten

Wenn es für den Opa lebensbedrohlich wird, dann musstest Du ihn schon entmündigen, aber das ist wirklich der allerletzte Ausweg.

Woran machst Du den fest, dass er nicht mehr alleine zurecht kommt ?
Braucht er Hilfe bei den Alltagsgeschäften (sprich: Er würde verhungern wenn du nicht für ihn einkaufst), vergisst Termine kann sich nicht waschen etc. oder findest Du nur, dass die Wohnung nicht 'aufgeräumt' genug ist ?

Von außen ist dass schwer Einzuschätzen.
Mein Opa hat mit 85 noch seinen eigenen Hausstand geführt. Natürlich hat er sich im wesentlichen von Gefrierkost (+Mikrowelle) ernährt, aber da gibt es heute nichts mehr dran auszusetzen.
Natürlich ging alles langsamer und wehe es lag irgendein Gegenstand nicht am rechten Fleck.

Ihm hat wohl die Einsamkeit am meisten zugesetzt, nachdem seine Frau gestorben war.

Für den Notfall gibt es Hausnotruf-Systeme. Da bekommt er einen besonderen Telefonapparat und einen Sender für's Handgelenk mit rotem Knopf.
Für unterwegs gibt es auch 'Handys' mit Notruf- und Ortungsfunktion.

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Kommentar von Otilie1
16.02.2016, 14:05

er hat leichte demenz , vergisst sehr viel, kann sich nicht selber richtig waschen und lässt auch mal den kühlschrank offen, bzw. das tiefkühlfach und  war seit 2 jahren nicht mehr aus der wohnung draußen. wäsche mache ich, essen auf rädern kommt auch und 1 x woche kommt eine nette frau die ihm mal die wohnung saugt. er ist aber sehr unsicher im gehen und fällt oft hin, notrufknopf will er auch nicht - also soll ich ihn liegen lassen ?

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Entmüdigungen gibt es nicht mehr.

Sollte eine Demenz vorliegen, so ist es angebracht über das Amstgericht eine amtl. bestellte Betreuung zu beantragen. Dies kann jeder Bundesbürger der Volljährig ist und keine Vorstrafen hat erbringen.

Da sich "Opa" verweigert, bleiben nur überzeugungsgespräche übrig. Gegen seinen Willen darfst du keine Entscheidungen treffen und ihn zu etwas zwingen.

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Was willst du denn tun? Solange er noch selbst entscheiden kann, wird es halt gehen müssen. 

Wenn du der Meinung bist, dass er das nicht mehr entscheiden kann, kannst du einen Vormund für ihn bestellen - oder wie das genau heißt.

Das ist aber schon ganz schön hart.

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Kommentar von Otilie1
16.02.2016, 13:56

eben, das will ich ja auch nicht. ich habe nur das gefühl das wenn mal was schief läuft und er dann irgendwo einen tag in der wohnung liegt und niemand ihn findet, das ich dann vorwürfe vom arzt etc. bekomme warum ich mich nicht um ihn kümmere. wir telefonieren zwar jeden tag miteinander, aber wenn wir morgens telefonieren und er dann stürzt, liegt er bis zum nächsten morgen hilflos rum. er sieht nicht ein das ich mich um ihn sorge

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Redet auf ihn ein dass es anders nicht geht 

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Kommentar von Otilie1
16.02.2016, 13:49

ich wohne 70km von ihm entfernt und kann nicht jeden tag kommen.habe schon magenschmerzen und kann nachts nicht mehr schlafen. sein kommentar: jetzt geht es schon noch, will  niemand fremden in der wohnung haben - fühle mich so hilflos.

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