Opa liegt im Koma...wie damit umgehen?

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6 Antworten

Also ein künstliche Koma ist ein von Ärzten gewolltes Koma. Ohne dieses wäre eine Heilung gefährdet, weil es zu sehr schmerzen würde und der Patient nicht still liegt.

Es wird berichtet, dass einige Komapatienten gar nicht abwesend sind. Sie bekommen alles mit. Sicherheitshalber solltest Du Dich ans Bett setzen und ein wenig mit ihm reden. Wenn Dir nichts einfällt, dann lese aus der Zeitung vor.

Es kann passieren, das nix passiert ist. Opa öffnet die Augen und gut.

Wahrscheinlicher aber ist, dass es Ausfälle geben wird. Kleine Ausfälle werden sich möglicherweise geben, besonders wenn die Angehörigen helfen zu üben. Größere Ausfälle brauchen ihre Zeit zum Heilen. Dann braucht er noch mehr Hilfe von der Familie.

Es besteht natürlich die Gefahr, dass er stirbt. Aber noch ist er da und es sollte nicht an Dir liegen, dass die Heilung nicht optimal verläuft.

Drei Generationen Frauen sorgen sich um ihn. Das spricht für einen guten Mann. Du brauchst den beiden anderen nichts sagen. Sei einfach nur bei ihnen. Sorge dafür, dass sie in dieser Zeit ab und an was essen und trinken.

Warte einfach ab und hoffe das Beste. Positive Bestärkung hat noch nie geschadet. Sorgen kannst Du Dir immer noch machen, wenn das Schlimmste wirklich eintritt. Ändern kannst Du es leider nicht.

Danke für deine Antwort. Meine Oma sitzt den gnzen Tag an seinem Bett und redet mit ihm. Meine Mutter tat es heute genauso nur kann sie nicht so oft da sein (150km entfernung ).. Ich würde auch gerne mit ihm reden, jedoch glaube ich nicht dass ich ein Wort raubekomme.. wenn ich ihn sehen würde würde meine Stimme versagen.. Er ist an dutzende Geräte angeschlossen und ich habe wirklich Angst ihn so zu sehen, weshalb ich heute nur vor der Intensivstation warten konnte.. Außerdem habe ich davor Angst, dass wenn er aufwacht niemand da sein wird. Dass er zum Beispiel um 2 Uhr nachts aufwacht, (Besuchzeiten sind nur Nachmittags) und niemand von der Familie da ist.

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@BrainFac

Er ist an den Geräten angeschlossen, damit jede Veränderung auffällt. Aufwachen, würde auch auf jeden Fall auffallen, weil dann die Geräte "Alarm schlagen." Die Medikamente sind ja so dosiert, dass dies nicht passieren soll, bis die Ärzte es wünschen.

Wenn Du kein Wort herausbekommst, dann ist das auch ok. Schaffst Du es ihn zu berühren? Er fühlt sich noch genauso an wie immer und er wird auch wie immer noch nach Opa riechen. Streiche ihm über den Unterarm (auf der Seite ohne Zugänge), das Bein oder gehe über seine Wange. Wo es halt möglich ist. Wenn es nicht geht, dann zupfe die Decke gerade oder schau, dass die Sonne ihn nicht blendet. Setze Dich an sein Bett und meditiere ein wenig. Es wird ein gutes Gefühl sein, wenn die Oma nach dem Aufwachen sagen kann: "Deine Enkelin hat auch bei Dir gesessen oder nach Dir geschaut."

Im Krankenhaus ist immer viel zu tun. Dazu kommt, dass gerade an den Feiertagen oder am Wochenende mehr Personal da sein könnte. Daher ist es jetzt über den Feiertagen besonders wichtig, dass Familie bei ihm ist. Gleichzeitig kannst Du sehen, was alles im Laufe des Tages dort passiert und ob Dir gefällt, was dort passiert. Dein Opa ist jetzt schutzlos. Er ist darauf angewiesen, dass seine Angehörigen auf ihn aufpassen. Keine lieblose Schwester soll in seine Nähe kommen und ruppig mit ihm umgehen etc. Auch das, gehört zu Euren Aufgaben.

Das Krankenhaus hat doch eine Kapelle oder einen Gebetsraum? Vielleicht schaffst Du es für ihn zu beten oder eine Kerze anzuzünden? Wenn ein Geistlicher nach dem Rechten schaut, dann suche ruhig das Gespräch mit ihm. Selbst wenn Du Atheist sein solltest, wirst Du merken, dass Geistliche gute Ratgeber und Zuhörer sind. Dieser spirituelle Beitrag wird Deiner Mutter und Deiner Oma ein wenig Trost spenden.

... und wer weiß, vielleicht hilfts?

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als Allererstes mal Ruhe bewahren und beruhig dich!

Sicher ist so eine Sache alles andere als toll - und dafür erstmal mein Beileid - aber wenn die Ärzte bereits schon sagen, dass er in 7-10 Tagen aus dem künstlichen Koma wieder rauskommt, dann warte doch erstmal ab, was kommt. Zerbrech dir jetzt nicht so sehr den Kopf über Dinge, die eventuell sein könnten und was schlimmstenfalls sein könnte. Die Erfahrung zeigt, dass Menschen nach so einem Trauma meist sehr gut wieder zurück ins Leben finden.

Distanzere dich nicht von ihm. Er braucht dich jetzt dringender als je zuvor. Biete ihm deine Hand, helfe ihm, und hab keine Angst vor seinem aktuellen Zustand. Das wird schon wieder.

Redet in der Familie darüber oder erzähl es deinen Freunden, mit denen du gut reden kannst. Es hilft auch, mit Ärzten zu reden. Ich wünsch dir viel Glück und deinem Opa eine gute Besserung..

Rede mit den ärzten das is fast am besten oder auch mit deinen Eltern. Mit sprechen bringst du (fast)alles in den Griff und die ärzte sind vom Fach und wissen auch wie man damit umgeht

Deinem Opa und auch dir gute besserung

danke :)

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Am besten redest du mit deiner Mutter und ihr tröstet euch gegenseitig :)

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