OP-/Anästhesie-Bericht anfordern. Wie am Besten vorgehen?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Du kannst eine Kopie des Berichts persönlich in der Klinik anfordern, oder Deinen Hausarzt um Unterstützung bitten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einfach anrufen. Ggf. wollen die das Schriftlich. Sollte kein Problem sein. Davon bekommt doch der Arzt in der Klinik nichts mit, der hat doch keine Ahnung wer da was wie anfordert, dafür hat der keine Zeit.

Eigentlich hätte man Dir den Bericht ohnehin mitgeben sollen für den Hausarzt? Hat der ihn vielleicht schon vorliegen? Sonst frag doch mal ob dein Hausarzt ihn für dich anfordert, der kann dir dann auch erklären, was drin steht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von KleineInAction
03.06.2016, 07:49

Hab nur den Entlassungsbericht mitbekommen und mein Hausarzt hat genau wie mein weiterbehandelter Arzt nichts weiter von der Klinik bekommen. 

0
Kommentar von nurbilligwillig
03.06.2016, 07:52

1. OP- und Anästhesie-Bericht werden nicht standardmäßig an den Hausarzt weitergegeben. Wozu auch? Er bekommt einen zusammenfassenden chirurgischen Bericht, damit kann er mehr anfangen.

2. Natürlich muss der verantwortliche Ober- und/oder Chefarzt darüber in Kenntnis gesetzt werden und sein Okay geben, wenn OP- bzw. Anästhesie-Berichte angefordert werden. Das kann nicht einfach eine Sekretärin hinter dem Rücken der verantwortlichen Ärzte abwickeln. Liebe Grüße

2

Kannst Du anfordern. Wenn die Probleme machen, fordere ihn über Deinen Hausarzt an.

Aber es kann durchaus sein, daß im Bericht nicht alles stimmt. Gar nicht so selten werden einfach vorgedruckte Standardberichte rausgesendet, wo nur noch der Name eingesetzt wird .Und aufgetretene Besonderheiten stehen gar nicht drin.

Was aber auf jeden Fall drin stehen sollte: Narkoseprämedikation und Narkoseart. Op- Befund, Operationstechnik.

Falls Du aber z.B. während der Narkose aufgewacht bist und darüber näheres rausfinden willst, wirst Du da im Bericht vermutlich gar nichts finden. Verspreche Dir nicht zu viel von dem Bericht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist nett von Dir, wenn Du Deine behandelnden Ärzte nicht vor den Kopf stoßen möchtest. Insofern würde ich in der Klinik anrufen und mich mit Deinem behandelnden Chirurgen verbinden lassen, um ihm Dein Anliegen vorzutragen. Das fände ich "anständig" von Dir. Allerdings steht Dir der Bericht nach dem neuen in 2013 in Kraft getretenen Patientenrechtegesetz ohnehin zu und Du musst nicht darum "betteln". Also wenn es Schwierigkeiten geben sollte, einfach den Bericht mit Hinweis auf das Patientenrechtegesetz einfordern. Viel Erfolg!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Op und Nakosebericht werden grundsätzlich nicht mitgegeben und wenn jemand die doch haben will wie z.B. der Arzt dann wollen die im KKH auch genau wissen wofür/für wen und dann ist das auch immer von KKH unterschiedlich ob die das generell raus geben.

Drück dir aber die Daumen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Da ich einen Narkose-schaden im KH von Duisburg Fahrn erlitten habe, kann ich dir sagen wie das geht. Laut Patientenrechtegesetz von 2013 hat jeder Patient das Recht eine Kopie seines OP und Narkoseprotokolls anzufordern. Denn automatisch wird so etwas dem Pat. nicht mitgegeben. Die Klinik darf aber pro Kopie 1,00 Euro verlangen. Man schreibt einfach an das KH noch besser wäre direkt an den Leiter der Anästhesie (googeln). Dort wird man meistens erst einmal ignoriert. Besonders wenn etwas vorgefallen ist, was der Pat. nicht wissen soll. Dann schreibt man an die Krankenkasse. Die Krankenkasse schreibt dem Leiter der Anästhesie einen Brief in dem auch der § aufgeführt ist, der besagt, dass das KH dazu verpflichtet ist, wenn der Pat. dies wünscht. Dann bekommt man die Protokolle. In meinem Fall hat das KH mir geschrieben, dass ich einen Brief schicken und Briefmarken im Wert von zwei Euro hineinlegen soll für die zwei Kopien und einen frankierten Rückumschlag. Damit hat man die ganze Sache noch etwas hinausgezögert. Allerdings solltest du etwas Medizinkenntnisse haben oder du schickst es per E-Mail an ein Internetportal oder mit der Post. Da sind angehende Ärzte, die dir alles kostenlos verständlich machen bzw. übersetzen. Durch mein Narkoseprotokoll habe dann endlich herausgefunden, wo meine plötzlichen Gedächtnisprobleme, Schweißausbrüche, Bluthochdruck usw. kommen. Ich wurde nicht ausreichend präoxygeniert (Zeit ist Geld) und meine Narkose war zu tief gesteuert. Außerdem war während der Narkose für 30 Minuten mein Blutdruck so tief gesunken, dass mein Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Meine Anästhesistin die mich narkotisiert hatte, hatte mir das im KH aber nicht gesagt bzw. verschwiegen. Wenn bei dir auch etwas schief gelaufen ist, kannst du bei deiner KK oder bei der Ärztekammer ein medizinisches Gutachten in Auftrag geben. Dies kostet zunächst nichts für dich. Du musst lediglich all deine Ärzte von der medizinischen Schweigepflicht entbinden. Es entstehen dir erst dann Kosten, wenn du mit einem Anwalt gerichtlich gegen den Behandlungsfehler vorgehen willst. LG



Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von KleineInAction
04.06.2016, 07:01

Mir geht es momentan nicht darum den Ärzten zu schaden oder jemanden den schwarzen Peter zu zuschieben. Es gibt nur paar Ungereimtheiten und ich wüsste ganz gerne die Wahrheit was während der OP mit mir los war. Möchte aus diesem Grund die Berichte haben.

1

Geh am besten persönlich in die Klinik in die Anästhesieabteilung und fordere dort die Unterlagen an.

Sollten Sie Dir dort Probleme machen, gehe zum Hausarzt, damit dieser die Unterlagen anfordert. lg Lilo

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von matmatmat
03.06.2016, 07:43

Die haben da keine Probleme zu machen! Kann höchstens sein, das sie es sich notieren und noch zu viel andere Arbeit haben wenn man da so ohne Vorankündigung auftaucht...

1

OP-Bericht und Anästhesieprotokoll stehen Dir zwar zu, dürften aber (nicht böse sein) für Dich als Laien nur sehr schwer verständlich sein.

Je nach Art der OP steht die Medikation gar nicht drin, sondern nur die Art der Lagerung, die Art des Schnittes, die OP-Dauer, die Namen der beteiligten Personen. Wenn Du wissen willst, welches Narkosemittel benutzt wurde, wäre es einfacher, beim Krankenhaus vorstellig zu werden, und um Einsicht das Narkoseprotokoll zu bitten. Da sind alle Medis, Risiken und Vereinbarungen aufgelistet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von garfield262
03.06.2016, 15:09

Naja, was das Narkoseprotokoll angeht muss durchaus dezidiert aufgelistet sein, was in den Patienten eingebracht wird. Das betrifft nicht nur die genaue Wirkstoffbezeichnung sondern auch die Dosierung und den Zeitpunkt der Verabreichung. Zudem werden außerdem intervallartig Vitalwerte eingetragen, Werte wie die Einstellung des Beatmungsgeräts vermerkt und so weiter. Schnittführung und Co. hingegen sind im Narkoseprotokoll irrelevant, dies wird im Bericht des Operateurs vermerkt.

Lieben Gruß ;)

0

Was möchtest Du wissen?