OP - Hilfe

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Das hängt tatsächlich von dem Krankenhaus ab. Du musst wissen, dass jedes KH gerne operiert. Denn nur dadurch können die KH verdienen bzw. schwarze Zahlen schreiben. Normalerweise möchten die Kinderstationen keinen 15 jährigen mehr aufnehmen. Es sei denn, es ist ein großes KH, die eine spezielle Station dafür haben. Da werden manchmal auch noch Patienten bis zu 18 Jahren aufgenommen. Wenn ein Bett auf einer chirurgischen Erwachsenenstation frei ist kommst du in der Regel auch dorthin. Wenn nicht, legen sie dich auf eine Kinderstation. Das ist dem KH immer noch lieber, als auf diese OP zu verzichten. Du musst wissen, in erster Linie geht es immer nur ums Geldverdienen und an zweiter Stelle kommt der Patient. Leider! Ob du deinen Slip anbehalten darfst, hängt von der OP und dem KH ab. Manche KH sagen zum Beispiel, dass man bei einer Schulter oder Fuß OP seinen eigenen Slip anbehalten darf. Andere KH halten sich streng an die Hygienevorschriften und du musst bei jeder OP alles ausziehen. Gehe mal davon aus, dass du eine Netzhose und ein OP Hemd anziehen musst. Das wäre normal. Wenn du aufwachst, bist du im Aufwachraum. Wenn du an einen sehr guten erfahrenen Anästhesisten gerätst, kann es sogar sein, dass er deine Narkose so gut gesetzt hat, dass du schon im OP soweit wach wirst, dass du dich daran erinnern kannst wie du in den Aufwachraum geschoben wurdest. Kommt aber ganz selten vor. Das erste mal wach bist du auf jeden Fall schon im OP aber die meisten können sich daran nicht erinnern. Im Aufwachraum ist auf jeden Fall eine Qualifizierte Person (Schwester oder Pfleger) die dich nach der OP überwacht. Wenn du dann nach ca. einer Stunde dich soweit erholt hast, dass du wach, ansprechbar, orientiert und vor allem wieder ausreichend selbständig atmen kannst, wirst du abgeholt und kommst wieder auf deine Station. Dort kannst du dann auch gleich wieder Besuch empfangen. Manche KH lassen es auch zu, dass ein Elternteil schon im Aufwachraum dabei sein darf. Besonders bei kleinen Kindern. Wie dein Fuß nach der OP versorgt wird (Verband, Schiene, Schale, Gips usw.) hängt von der Verletzung bzw. von der OP ab. Im AWR hast du auf jeden Fall noch dein OP Hemd an. Normalerweise zieht man das OP Hemd erst am anderen Morgen zum Waschen aus. Nach dem Waschen kann man dann wieder seine eigenen Sachen anziehen. Manche KH lassen es aber zu, dass man die Netzhose und das OP Hemd schon wieder ausziehen darf sobald man vom AWR auf die Station kommt (wenn man fit genug ist). Je weiter weg vom Körperstamm die OP stattgefunden hat um so eher kann man die OP Sachen wieder ausziehen. Das hängt auch davon ab, ob es eine Endoskopische OP oder eine normale OP mit einer Naht bzw. einem großen Schnitt war. Ich gehe mal davon aus, dass das OP bzw. Narkosegespräch für die Operation noch nicht stattgefunden hat. Denn da kannst du alle Fragen stellen und diese MÜSSEN dir auch beantwortet werden. Selbst wenn das Gespräch zwei Stunden dauert. Das steht im Patientenschutzgesetz. Beantwortet man deine Fragen nicht oder es bleiben noch Fragen offen, ist deine OP Einwilligung ungültig und der Arzt begeht dann an dir eine Körperverletzung. Du kannst sogar noch kurz vor der OP Fragen stellen und immer sagen, wenn du unbequem liegst wegen der Druckstellen danach. Du solltest auch auf gar keinen Fall frieren! Das musst du sofort sagen. Du kannst auch einige Bedingungen stellen die man dann auch erfüllen muss. Aber nicht alles. Nämlich wenn es gegen die Hygienevorschriften oder OP Vorschriften verstößt. Da man dich aber operieren möchte (Geld verdienen) kannst du den ein oder anderen Wunsch äußern und man wird ihn dir erfüllen wenn es möglich ist. Zum Beispiel haben ganz viele Menschen vor dem Einstich angst wenn die Nadel bzw. der Venenverweilkatheter für die Infusionen und Narkosemedikamente gelegt wird. Viele verlangen dann vorher ein Emla Pflaster zur Betäubung damit sie den Einstich nicht merken. LG

1. Das kommt drauf an, in was für einem Krankenhaus du operiert wirst. In einer großen Uniklinik könntest du auf eine extra Kinderstation gebracht werden, in einem kleineren Kreiskrankenhaus kannst du evt auch mit einem 90 jährigem Patienten im Zimmer liegen.

2. Vor der Operation bekommst du auf Station ein Netzhöschen und ein OP-Hemd. Wenn du dann in den OP eingeschleust wirst, nimmt man dir das OP-Hemd im Normalfall weg, du wirst dafür aber gut zugedeckt. Und das braucht dir nicht unangenehm sein, gutes Personal achtet vorallem bei jungen Leuten ganz genau darauf, dass niemand etwas sieht und dass du gleich zugedeckt wirst. Falls dir kalt ist kannst du immer nach einer weiteren Decke fragen, die haben genug. Und einen Grund, warum du nichts anhaben darfst, gibt es natürlich auch: wenn du noch eine Unterhose von daheim und das OP-Hemd von Station anhast, dann schleppt du nur unnötige Keime mit in den OP, das wäre natürlich sehr unhygienisch.

3. Aufwachen tust du ganz kurz noch im OP Saal, daran kannst du dich aber nachher nicht mehr erinnern. Das nächste Mal wachst du im Aufwachraum auf, da ist dann das Anästhesiepflegepersonal und ein Anästhesist da. Wenn du große Angst hast, könnte man evt dafür Sorgen, dass deine Mama mal kurz reinkommen darf, das macht man aber normalerweise nur bei kleinen Kindern ;)

4. Je nachdem, was gemacht wird, wird dein Fuß nach der Operation eingegipst. Der Gips wird aber am nächsten Tag evt noch mal frisch gemacht, weil du dann sagen kannst, ob er irgendwo drückt und es wird dann noch mal kontrolliert, ob er überhaupt richtig sitzt.

5. Da hast du WIEDER das komische OP-Hemd an. Das wird dir nach der Operation, wenn du vom OP ausgeschleust wirst und wieder in dein Bett kommst, wieder angezogen. Wenn du aber später auf Station kommst, kannst du, wenn du schon fit genug bist, auch einen Schlafanzug anziehen, ansonsten aber auf jeden Fall am nächsten Tag.

Und egal, was ist: sag immer, wenn du Angst hast oder dich unwohl fühlst. Im Normalfall wird dir alles genau erklärt, wer was mit dir macht. Und du darfst jeder Zeit sagen, wenn dir was weh tut oder dir was unangenehm ist. Je nach dem, wie das in der Klinin gehandhabt wird, bekommst du noch mit, wie deine Arme auf so Stützen gelagert werden. Da musst du unbedingt sagen, wenn die Arme unangenehm liegen. Und je nach dem, was an deinem Fuß gemacht wird, kann es sein, dass du auch noch mitbekommst, wie der Fuß gelagert wird, das ist in jeder Klinik unterschiedlich. Auch da musst du sagen, wenn er unangenehm liegt. Denk bloß nicht “ja, ja, ich schlaf ja eh gleich, dann merk ich nichts mehr“. Es ist wichitg, dass du so gemütlich wie möglich liegst, dass dir warm ist und das vorallem alle Fragen geklärt sind. Du darfst bis kurz vor knapp noch alles fragen, was du wissen willst. Du musst dich komplett aufgeklärt fühlen. Je mehr du über die Operation erklärt bekommst, desto weniger Angst hast du. Und es gibt keine dummen fragen. Du hast kein Medizin studiert, du kannst nicht alles wissen. Ich wünsch dir alles Gute und viel Erfolg!

Zu Frage 1 - ich denke, dass du zu den Erwachsenen kommst.

Zu Frage 2 - normalerweise bekommst du ein OP-Hemd und  ev ein Wegwerfhöschen.

Nach der OP kommt man normalerweise erst mal in den Aufwachraum und dort stehst du unter Bewachung. Meist bekommt man da kaum was mit.

Ob dein Fuß dann eingegipst ist weiß ich nicht, aber wenn ein Gips benötigt wird, dann sicher.

Alles Gute für dich!

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