Online etwas verkauft, Geld ausgegeben?

7 Antworten

Das kann, wenn Du an den richtigen Käufer kommst, eine teure Sache werden. Er muss zum einen die Rücküberweisung nicht annehmen (in Raten schon gleich gar nicht), sondern kann auf der Lieferung bestehen. Du bist hier klar im Lieferverzug. Nachzulesen hier: § 280 / § 286 BGB. Allerdings kann, wenn eine Lieferung nicht mehr möglich ist, diese Leistungspflicht erlöschen (§ 275, 1 BGB). Das käme bei Dir in Betracht.

Eventuell kommt noch Schadenersatz hinzu: § 249 I BGB, den muss der Käufer allerdings beweisen. Das kann auch mit einen Deckungsgeschäft geschehen. Wenn dort die Ware teurer ist, musst Du den Unterschied bezahlen. Da solche Sachen oft schwer zu rechnen sind, wird sich der Käufer einen Anwalt nehmen und der will naturgemäß klagen. Alles also Kosten für Dich.

Als Verkäufer würde ich die gesamte Summe unter Fristsetzung fordern. Kommt das Geld nicht folgt ein gerichtliches Mahnverfahren mit dem Ziel einen Vollstreckungsbescheid zu erwirken, dann wird dein Konto gepfändet. Fertig erstmal. Bis das soweit ist vergeht schon einige Zeit in der Du reichlich Möglichkeiten hast zu zahlen.

Zusätzlich gäbe eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs.

Betrug fällt schon mal weg.

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@Artus01
Was macht Dich da so sicher?

Die Frage des Fragestellers. An was anderes können wir uns ja nicht halten.

Aber selbst wenn, wäre das egal.

Was meinst Du damit? Wenn es kein Betrug ist, kann auch keine Anzeige wegen Betrug verfolgt werden.

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@tinalisatina
Wenn es kein Betrug ist, kann auch keine Anzeige wegen Betrug verfolgt werden.

Natürlich wird dieser Anzeige zunächst entsprechend mit einem Ermittlungsverfahren nachgegangen. Was dabei herauskommt steht auf einem anderen Blatt. Auf den ersten Blick sieht es zunächst in der Tat nach einem Betrug aus. Das der Fragesteller plötzlich festgestellt hat dass das Teil kaputt ist und er dummerweise das Geld schon ausgegeben hat, nährt diesen Verdacht schon sehr. Er wird in Erklärungsnöte kommen. § 263, Abs 1, StGB:

Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Komplett nachzulesen hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

Natürlich dürfte es problematisch sein dem angeblichen Verkäufer Vorsatz nachzuweisen. Das macht aber nichts. Der Haupthintergrund für das von mir in der Antwort angegeben Vorgehen ist einfach nur die "Zahlungsmoral" des Fragestellers zu steigern. Bei Leuten die kaum mal was mit der Polizei zu tun hatten wirkt so eine Vorladung zu Beschuldigtenvernehmung manchmal Wunder, ist besser als jede freundliche Mahnung. Bei Leuten die bereits ein beträchtliches Vorstrafenregister haben klappt das natürlich nicht, dafür ist die Wahrscheinlichkeit höher dass er verknackt wird.

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@Artus01
Der Haupthintergrund für das von mir in der Antwort angegeben Vorgehen ist einfach nur die " Zahlungsmoral" des Fragestellers zu steigern

Das ist löblich.

Dass der Vorsatz hier schwer nachzuweisen ist, weil es wohl auch nicht vorhanden war, hast Du ja selbst schon gemerkt. In Erklärungsnöte wird er wohl nicht kommen. Aber halt noch mehr in Geldnot, als er jetzt schon ist. ;-)

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@tinalisatina
In Erklärungsnöte wird er wohl nicht kommen.

Das kommt darauf an was für ein Typ er ist. Der halbe Profibetrüger, hätte damit wenig Probleme, hätte aber hier auch gar nicht erst die Frage gestellt. Bei Leuten die noch relativ unbedarft sind, hat so eine Vorladung der Polizei eine schon recht eindrucksvolle Wirkung. Zudem ist es eben so, dass der "Unbedarfte" eben sehr schnell in Erklärungsnot kommt, wenn er sich denn auf die Vernehmung einlässt statt dieser fernzubleiben. Da kann es sehr schnell passieren dass er sich noch selbst so richtig reinreitet. Anwälte können reichlich Lieder von solchen Klienten trällern, nicht umsonst ist der erste Rat eines Anwalts bloss nichts auszusagen. Bei einem Kollegen von mir hat diese Vorgehensweise vollen Erfolg gebracht. Das Geld war plötzlich schneller da als gedacht.

Aber halt noch mehr in Geldnot, als er jetzt schon ist. ;-)

Das allerdings ist sein selbstverschuldetes Problem, nicht das eines Gläubigers. Bei jemandem der wirklich nichts hat, ist schwerlich was zu holen, was sich allerdings bei einer Betrugsanzeige nicht gerade entlastend auswirkt, denn das nährt den Verdacht des Vorsatzes. Allerdings gilt ein Vollstreckungsbescheid, den man nebenher erwirkt, 30 Jahre, in dieser Zeit fliesst sehr viel Wasser den Rhein herunter und so manch einer kommt doch zu etwas Geld in zehn oder 15 Jahren.

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Du hast einen Vertrag geschlossen und den musst du erfüllen.

Der Käufer kann auf die Ware bestehen. Ist sie kaputt, musst du eine gleichwertige Ware besorgen oder das Geld SOFORT zurückzahlen (was der Käufer aber nicht annehmen muss).

Wie du das hin bekommst, ist nicht die Sache des Käufers.

Ebay und Co sind keine Kinderspielplätze sondern knallharte Geschäfte.

Also, wenn du nicht ein Schreiben vom gegnerischen Anwalt bekommen willst, schau, wie du den Mist, den du gemacht hast, aus der Welt bekommst.

Solche Antworten braucht kein Mensch! Was hat das bitte mit "Kinderspielplatz" zu tun, wenn man jetzt merkt, dass der Artikel defekt ist?

Mit dir möchte ich auf eBay nichts zu tun haben! Mit solchen Leuten macht das nämlich KEINEN Spaß.

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@Hardware02

Man schaut vorher nach, ob die Ware ganz oder defekt ist, nicht erst, wenn man 500€ in der Tasche hat. Es geht hier nicht um Peanuts sondern um ne Menge Geld.

Wenn du 500€ in der Portokasse hast, bitte- dann kannst du dich gerne betrügen lassen.

Bei einer solchen Einstellung kann ich nur mit dem Kopf schütteln und hoffen, dass du bei Ebay und Co. auch mal an solchen Verkäufer kommst, der dich verarschen will

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@Hardware02

Und ich will auf eBay nichts mit Leuten zu tun haben die kaputte Ware anbieten, mein Geld schon verprassen bevor der Artikel verschickt ist und selber kein Geld haben um den Betrag zurückzuzahlen. Mit solchen Leuten macht das ÜBERHAUPT KEINEN Spaß.

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