Online-Einkauf unter falschem Namen?

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Heute hab ich dann eine Antwort auf die Mail bekommen, darin stand, ich
soll bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten, damit mir "die
Kosten erstattet werden" (?) und dass sie dann mit der Polizei
zusammenarbeiten werden.

Wirtschaftlich Geschädigter ist doch eis.de. Wenn also jemand eine Anzeige zu stellen hat, dann wären die es. Dir steht es natürlich frei ebenfalls eine aufzugeben, wenn deine Identität missbraucht wurde. Allerdings besteht unabhängig davon gegen dich kein Anspruch auf Zahlung, da du nichts bestellt hast.

Du hast die Forderung zurück gewiesen mit Hinweis auf eine vermutete Straftat.  Wenn du Anzeige erstattest, lass denen das Aktenzeichen zukommen und das war es.

Teile ebenfalls mit, dass du keine Forderung bezahlen wirst, da kein Vertrag zwischen dir und eis.de besteht und wennn man gegenteiliges beweisen kann, man doch bitte gegen dich Klage beim Amtsgericht [dein Wohnort] einreichen solle. Wird nicht passieren! Derjenige, der eine Positivbehauptung aufstellt, ist beweislastig.

Gelingt die Beweisführung nicht, wird der Richter die Klage kostenpflichtig für den Kläger abweisen.

Anzeige kannst Du auf jeder Wache erstatten.

 Was mich persönlich irritieren würde: Die schicken Dir eine Mahnung an DEINE E-Mailadresse, an die aber zuvor noch nie eine Bestellbestätigung, Anmeldungsbestätigung vom Shop, Rechnung oder erste Mahnung geschickt wurde?

Als erstes würde ich dem Shop schreiben, die sollen mir mal meine Daten zusenden an die Adresse, an die die Mahnung ging und prüfen, ob unter_dieser Adresse überhaupt die Bestellungen eingegangen sind, die nicht bezahlt wurden. Daten: Sendungsadresse, Rechnungsadresse, Name usw.

 Manchmal haben sie ja vielleicht nur einen Buchstaben falsch geschrieben etc.

Das andere, was mir einfällt: Ich bekomme immer mal wieder Spam "vom Anwalt", ich müsse irgendetwas bezahlen. Ich wäre sogar darauf reingefallen, nur schreiben sie mir immer an einen Doppelnamen, und den zweiten Namen habe ich gar nicht (also Müller-Jenner statt nur Müller).

 Daher wäre mein erster Verdacht immer Spam, und ich würde Anrede und Mailadresse prüfen, den Anwalt googeln, die Mail (Betreff) googeln und erst mal sehen, ob andere Ähnliches erlebt haben.

Ich weiß nicht, wie heutzutage die Beweisführung läuft, aber sicher kann man im Extremfall beweisen, dass man keine vorherigen Mail bekommen hat und die Adresse - Mail, Rechnungs- und Sendungsadresse - herausfinden, an die die echten Bestellungen gegangen sind.Bis dahin würde ich nicht zu viele private Daten preisgeben!

Wenn du nichts dergleichen bestellt hast: Ruhe bewahren. Deine Angst ist völlig unbegründet.

Deine erste Reaktion mit einem Widerspruch per Einschreiben war schonmal goldrichtig.

Sollte wirklich jemand auf deinen Namen etwas bestellt haben, kannst du Anzeige erstatten. Das ist allerdings keine Pflicht, auch wenn das Inkassobüro das so rüberbringen möchte. Ob du das tust, hat für die rechtliche Lage überhaupt keine Bedeutung. Ich würde hier auch eher den Online-Shop als Geschädigten in der Pflicht sehen

Ansonsten brauchst du nichts zu unternehmen. Ein Anwalt wäre völlig unnötig. Die Gegenseite ist in der Beweispflicht, wenn sie was wollen.

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