Onkel und Tante haben ein gemeinschaftliches Testament Beide das zweitemal verheiratet. Onkel aus erster Ehe einen Sohn. Tante keine Kinder. Gemeinsam auch kei?

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3 Antworten

Wer erbt die Hälfte vom verstorbenen Sohn?

Sofern der Sohn selbst keine Kinder hat, greift die Anwachsung nach §2094 BGB https://dejure.org/gesetze/BGB/2094.html

Hat der Sohn selbst Kinder so kämen diese potentiell nach §2069 BGB als Erben in Betracht, wobei dies Auslegungssache ist, da er ja nicht direkt Abkömmling der Erblasserin ist, sondern Abkömmling des Vorverstorbenen Ehegatten.

Meine Schwester ist der Meinung, meine Tante hätte noch einen Nacherben für den verstorbenen Stiefsohn einsetzen können.

Das ist fraglich. Grundsätzlich kann ein gemeinsames Testament nämlich nach den Tod eines Ehegatten nicht mehr aufgehoben oder geändert werden.

Die Frage würde sich aber nur stellen, wenn die Tante tatsächlich in einen weiteren Testament einen Ersatzerben ( Nacherbe ist was Anderes ) für den verstorbene Stiefsohn eingesetzt hätte.

Meine Schwester als rechtliche Erbin hat Einspruch gegen das Testament erhoben,

Ich vermute mal sie hat Einspruch gegen die Erstellung des Erbscheins erhoben. In diesen Fall wird im strittigen Verfahren entschieden. Sprich beide Seiten sind anzuhören und dann wird entschieden.

Bei einer Anfechtung hätte Ihre Schwester das Problem, das durch diese Verfügungen im Testament nur unwirksam gemacht werden können. Das Hinzudichten von neuen Verfügungen geht hingegen nicht.

Die Situation ist tatsächlich ziemlich schwierig.

An sich nicht. Das Testament ist doch recht eindeutig.

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Die Situation ist tatsächlich ziemlich schwierig.

Wenn der Sohn, der testamentarisch bestimmt ist, Kinder hatte, würden die erben. Ist er kinderlos verstorben, würden die gesetzlichen Erben der Tante erben.

Also Eltern der Tante, Geschwister der Tante, Kinder der Geschwister der Tante.

Dann wären wir also wohl bei Dir und Deiner Schwester.

Ggf. teilt ihr beide euch die Hälfte. Dann hättest Du 3/4 und Deine Schwester 1/4.

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Deine Hälfte ist ja unstrittig. Nach meinem Verständnis treten der/die gesetzlichen Erben des verstorbenen Sohnes des Onkels an seine Stelle, falls er seinen Nachlass nicht testamentarisch geregelt hat. 

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