Oma gestorben, wie soll ich wieder klar kommen?

4 Antworten

Ruhe in Frieden. Mein herzliches Beileid.

Also, es ist leichter gesagt, als getan, aber, du konntest es ja nicht wissen. Ich weiß, dass klingt nicht hilfreich, aber weißt du was? Du fragst ja, wie du damit klar kommen kannst. Versuche doch mal, an einen schönen Moment zu denken, den du mit ihr hattest und diesen Moment behältst du ganz tief in deinem Herzen und denkst immer zurück. Zum Schluss hat deine Oma sich sicher sehr gequält und behalte sie als starke Frau in Erinnerung und zusätzlich mit einem Moment, den du sehr schön fandest und immer noch findest. Mach deine Oma stolz, mit dem, was du tust, sodass sie sich freut, wenn sie vom Himmel hinab schaut.

Mein Beileid... Bei mir ging es auch sehr schnell. An einem Abemd war ich bei meinem Opa dieser Wohnte über uns. Hab schnell den Topf hochgebracht und hab ihn gesehen... Hab gewunken und war weg. Es war ein Fehler. Am nächsten Morgen war Schule alles gut ich kam nach Hause und Oma hat sich Sorgen gemacht da Opa sonst immer sehr schnell zuhause war. Es kam der Anruf. Es ist von uns gegangen. Ein schwarzer Tag für mich. Er war beim Arzt und beim verlassen des Gebäudes bekam er ein Schlaganfall. Ich machte mir auch die Schuld hätte ich länger oben sein müssen ihn davon überreden daheim zu bleiben. Das schlimmste ist immer die Beerdigung... Man sieht jemand den man liebte, er war was ganz besonderes für mich. Du guckst als ihn an und denkst dir: Wieso jetzt? Plötzlich denkt man er bewegt sich aber das bildet man sich nur ein😔. Es ist nie gut sich die Schuld zu geben. Du hättest nie was ändern können... Genau sowenig wie ich. Es ist nie der richtige Zeitpunkt zu gehen. Aber er kommt. Nur wann ist die Frage?

Also ich habe auch eine enge Bindung zu meiner Großmutter, da sie mich aufzog und ich bei ihr lebte... da in diesem Alter - noch dazu verbunden mit einer Krankheit - jeder Tag der letzte sein kann, sollte man sich bei jeder Gelegenheit, sofern möglich, verabschieden. Also ich sprach mit meiner Omama immer offen über den Tod und sie sagte mir, dass es ihr genügt, wenn ich an sie denke. Ich gehe einmal davon aus, dass du ihr bestimmt bei einem zuvorigen Treffen sagtest, dass du sie lieb hast und all den Kram... von daher würde das ja dann passen. Die Mutter meines Bekannten verstarb vor einigen Monaten an Krebs und sie erkannte niemanden mehr und du sprachst ja auch von einer Krebserkrankung bei deiner Großmutter... noch dazu leiden viele Menschen in hohem Alter unter Demenz, möglicherweise hätte sie dich eh gar nicht mehr erkannt.

Ich habe auch schon andere Menschen verloren.

Hier sind grundsätzliche Tipps, um mit der Situation umzugehen: Trauer ist bei Menschen verschieden. Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das Telefon kostenlose Seelsorge. Falls Du noch zur Schule gehst: Gibt es an Eurer Schule vielleicht einen Vertrauenslehrer? Dann kannst Du auch mit diesem reden.

Ich bin Christ. Der Glaube hilft bei Trauer vielen Menschen. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Alles Gute

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