Oligarchie in Russland

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Teilweise, ja. Trotz der schönen Märchen von "vom Tellerwäscher zum Millionär" passiert sowas ganz ganz selten. Die meisten Oligarchen haben eine solide entweder finanzielle oder Machbasis gehabt als Sprungbrett. Aber mit "kommunistischen Funktionären" liegst Du nicht ganz rictig. In der Sowjetunion hatten nicht nur Parteifunktionäre Einfluss. Obwohl die meisten Eliten dem Namen nach natürlich Parteimitglieder waren mussten sie nicht unbedingt in die Machtstrukturen der Partei eingebunden sein. Hohe Beamte, Minister, die aus der Industrie und Wirtschaft kamen, Diplomaten, auch hohe Militärs und KGBler - alles Riegen, die oft mit der eigtl. Parteioligarchie konkurierten und grundsätzlich mit dem Kommunistischen nichts am Hut hatten. Wie gesagt, nur dem Namen nach. Noch eine besondere Gruppe waren dei Führer des Komsomol. Diese Organisation der Jungkommunisten war zwar als Vorstufe der Partei gedacht, doch die Führungriege der Organisation waren erstaunlicherweise recht betagte Onkels, die dem Alter nach eigtl. nicht mehr Komsomolzen sein sollten. Der Punkt ist das waren Leute, die ausdrücklich nicht die Parteikarriere wollten und lieber sich in der "graue Eminenz"-Position befanden. die Organisation verfügte auch über gigantische Mittel. Die Führungsriege war bekannt dafür recht potente Schattenwirtschaftler zu sein. Das waren also ausdrücklich Leute, die unter kommunistischer Flagge eigtl. Geld machen wollten und nichts anderes. Politik hat sie wenig interessiert. Sie konnten auch wegen ihrer Stellung nichts politisch. Aus denen sind auch einige Oligarchen oder eben Geschäftsleute eine Etage drunter hervorgegangen.

D.h. die Oligarchen sind ein Produkt aller ehemaligen Eliten der sowjetischen Gesellschaft, nicht nur der Partei. Oft sind es Kinder, Enkel, Verwandte.

Es gibt recht wenige Ausnahmen.

Vielen Dank für deine aufschlußreiche Antwort. Hast dir einen Stern verdient :-)

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Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion brauchte der hoch verschuldete russische Staat dringend Geld und dazu wurden unter anderem staatliche Firmen total unter ihrem eigentlich Wert "privatisiert". Menschen, die Anfang der 90er Jahre schnelles Geld gemacht haben, konnten nun für ihr Geld ganze Erdöl-Firmen aufkaufen. Abramowitsch hat sein erstes Geld Anfang der 90er Jahre zum Beispiel mit der Herstellung und dem Verkauf von Puppen gemacht. Das verdiente Geld wurde zum Beispiel in den Import von Computern aus dem Westen investiert. Die Computer wurden in Russland mit einem riesigen Gewinnaufschlag verkauft und die Händler wurden innerhalb kürzester Zeit zu Dollar-Millionären. Mit diesen Millionen konnten sie dann bald auch Erdöl-Unternehmen, die EIGENTLICH Milliarden wert waren, für einige Millionen kaufen !!

Vielen Dank für deine Sehr gute Antwort. Es fiel mir nicht leicht, den Stern zu vergeben. Leider konnte ich ihn nur einen an aptem vergeben. Trotzdem weiß ich deine Mühe sehr zu schätzen.

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Kapitalismus oder Kommunismus?

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Was ist gut an Kommunismus?

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Fachbegriffe - kalter Krieg?

Hallo,

am 4. Mai schreibe ich meine Klausur für dieses Semester in Geschichte - ich besuche zur Zeit die zehnte Klasse. Das Thema, was wir gerade behandeln, ist der Ost-West-Konflikt, besser bekannt als der Kalte Krieg. Da ich mir zum Lernen eine Concept Map erstellen möchte, brauche ich nun so viele Fachbegriffe, Daten und Persönlichkeiten wie möglich - , man sollte sie verknüpfen können Ich mache eine A1 Map, da passen mindestens 60 Begriffe rauf. Nach dem, was ich bisher gelernt habe, fallen mir folgende Fachbegriffe ein:

  • UdSSR => Kommunismus
  • USA => Kapitalismus
  • Warschauer Pakt
  • NATO
  • NATO-Doppelbeschluss
  • Prager Frühling
  • Kuba-Krise (1962)
  • Seegrenze (mir fällt der korrekte Begriff gerade nicht ein)
  • Stellvertreterkriege
  • DDR
  • BRD
  • Kominform
  • Harry S Truman
  • Ronald Reagan
  • Truman-Doktrin
  • Ministerium für Staatssicherheit (Stasi)
  • Marshall-Plan
  • Containment-Politik
  • 2.8. 1945: Potsdamer Konferenz
  • Eiserner Vorhang -> Gründung der West- und Ostblockstaaten: 1949
    1. August 1961: Bau der Berliner Mauer (antifaschistischer Schutzwall)
  • 1955: Pariser Verträge
  • Michail Gorbatschow
  • 1989: Fall der Berliner Mauer
  • 1990: Wiedervereinigung Deutschlands
  • 1991: Zusammenbruch der Sowjetunion

So, das ist alles, was mit einfällt - es gibt doch aber sicher noch viel mehr, oder? Das sind gerade mal 26 Begriffe... Habt ihr noch Ideen, was ich ergänzen könnte? Wenn möglich, auch gleich "Verknüpfungen" angeben.

Besten Dank!

LG ShD

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Warum waren die Ostblockstaaten früher im Fußball und im Sport allgemein erfolgreicher als heute?

Guten Abend,

vorerst, ich möchte keine Länder beleidigen, welche früher die Ost-Blockstaaten gewesen sind, sprich Rumänien, Ungarn, Polen, Tschechien, Russland + weitere ehemalige Sowjetstaaten und die Länder des ehemaligen Jugoslawien.

Ich habe nichts gegen diese Länder, aber ich würde gerne wissen, woran es gelegen hat, dass die Ost-Blockstaaten zur Zeit des Kalten Krieges so erfolgreich waren - vorallem im (Fußball)Sport.

Lag es an dem kommunistischen System, dass diese Länder zu sportlichen Erfolgen brachte und ihnen die Aufmerksamkeit der Welt schenkte?

Ich versuche mal, grob eine Zusammenfassung der Erfolge der kommunistischen Länder von 1945-1991 zu erfassen.

1954: Die Ungarn galten als die beste Mannschaft der Welt, die nur gegen die BRD verloren hatten. Weltklasse Spieler wie Ferenc Puskas, Hidekuti und Sandor Kocsis waren überall bekannt.

1960: Im Finale der 1. Europameisterschaft traten zwei kommunistische Länder gegeneinander an - die Sowjetunion und Jugoslawien. Der russische Torwart Lev Jaschin war damals kaum zu bezwingen.

1966: Bei der WM 1966 in England erreichte die Sowjetunion den 4. Platz. Der sowjetische Torhüter Lev Jaschin wurde sowohl von Franz Beckenbauer, Eusebio als auch von Bobby Charlton wegen seiner unglaublichen Reflexe bewundert.

1972: Die Eishockey - Nationalmannschaft der Sowjetunion gewann gegen die damals unbesiegbaren Spieler aus Kanada, der russische Valeri Charlamov war zu der Zeit der MVP.

1974: Bei der WM in der BRD zeigte die Mannschaft Polens ein klasse Turnier, der Pole Grzegors Lato wurde Torschützenkönig der WM, sein Kollege Bozniak war ebenfalls ein gefürchteter Spieler.

1975-1980: Die sowjetische Vereinsmannschaft "Dynamo Kiev" beherrschte den Vereinsfußball in Europa und in der Welt. Das ukrainische Talent Oleg Blochin bekam zahlreiche Angebote aus dem Westen und erzielte fast immer die wichtigsten Tore für Dynamo Kiev. Einer der größten Erfolge des Dynamo Kiev war der Sieg gegen die Spitzen-Bayern 1975 in München (mit Weltklasse-Spielern wie Maier, Müller, Beckenbauer, Rummenige)

1970-1980: Der Tscheche Pavel Nedved beherrschte die europäische Bühne (Jahreszahlen können falsch sein, bitte um Entschuldigung)

1986-1994: Die goldene Zeit für die rumänische Nationalmannschaft, die die Welt den Atem raubte. Der rumänische Spielführer Gheorghe Hagi brachte dem Argentinier Diego Maradonna Schwierigkeiten und galt selbst als der "europäische" Maradonna.

War das wirklich ein Zufall, dass die kommunistischen Staaten einfach so solche unglaubliche Erfolge erreichten oder lag das an dem kommunistischen System, an der gegenseitigen Brüderlichkeit, an der Strenge des Regimes und der unbarmherzigen Trainer oder einfach nur wegen der Rivalität gegenüber dem Westen?

Verglichen mit der jetzigen Zeit -nochmals, ich möchte kein Land beleidigen-, spielen Rumänien, Polen, Russland usw. nicht mehr so stark, wie sie es vor 40-50 Jahren taten.

Woran lag bzw. liegt das?

Vielen Dank im Voraus.

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