Oktettregel warum C,N,O,F zwingend?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Elemente C, N, O, F erfüllen die Oktettregel, wenn sie ihre 4 zur Verfügung stehenden Orbitale 2s + 3 x 2p mit Elektronenpaaren auffüllen. Mehr als insgesamt 8 Elektronen passen nicht rein. Damit Bor die Oktettregel erfüllt, müsste es weitere 5 Elektronen in äußeren Orbitale aufnehmen. Dafür ist die Elektronegativität aber zu schwach. Ein B(5-) wurde aber bisher nicht beobachtet. Daher kommt die Oktettregel nicht zum Tragen. Bor versucht, durch sog. 3-Zentrenbildung (z.B. B2H6) um jedes Bor 4 Elektronenpaare zu scharen. So wird bei einigen Verbindungen von Bor das Ziel annähernd erreicht.


Viele Dank! Aber was ich nicht verstehe ist, warum die Oktettregel bei den anderen Atomen(3. Periode +)nicht angewendet werden MUSS. Ist es nur wichtig die ersten 3 Orbitale komplett gefüllt sind, oder wie ist das? :)

0
@FragenFragen121

Das ist jetzt eine andere Frage! Die einfachste Erklärung ist, dass in der 3. Periode mehr Orbitale in der Außenschale zur Verfügung stehen (die d-Orbitale). Daher ist die Anzahl der Außenelektronen nicht mehr auf 8 zwangsläufig beschränkt. SF6 hat z. B. nun 6 gemeinsame Elektronenpaare (also 12 Elektronen) um den Schwefel herum. Die d-Orbitale sind zwar in der 3 Periode noch nicht in den Atomen selbst besetzt, treten aber bei kovalenten Bindung bereits mit in Erscheinung.

1

Die Oktettregel ist auch auf Bor anzuwenden. Sie besagt nur, dass ein Atom nicht mehr als acht äußere Elektronen haben darf. Sie besagt nicht, dass ein Atom dies auch muss.

Mindestens auch für C gilt sie nicht, C₂ z. B. erfüllt sie nicht. (Ja, diesen Stoff gibt es, wenn auch nur bei hohen Temperaturen in der Gasphase.)

Was möchtest Du wissen?