Ok, bin ich krank?Lässt sich das revidieren?

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6 Antworten

Versuche beim Lernen und beim Sport die Verbissenheit, die Kontrolle herauszunehmen. Du brauchst deswegen nicht dein Leistungspensum zurückzufahren, aber probiere es sozusagen ohne Dich.

Verbissenheit und Kontrolle das ist ICH pur. Davon musst Du ein bisschen wegkommen. Ich mach mal ein Beispiel, was ich meine: Wenn jemand Tanzen lernt, so sind anfänglich seine Bewegungen unrund, eckig und weit entfernt von Geschmeidigkeit und Leichtigkeit. Dies kommt erst mit mehr Übung und mehr Automatismus. Nun kann die Kontrolle zurückgefahren werden. Vollkommen wird aber das Tanzen erst, wenn keine Kontrolle mehr vorherrscht, wenn der Tanzende (das ICH) verschwindet. Dann herrscht so etwas wie ein Flow-Erlebnis. Das wirst Du jetzt kaum erreichen. Aber ich sag das ja auch nur als Beispiel um die Richtung anzuzeigen.

Das Zweite ist: betrachte den Hass mit Achtsamkeit und bekämpfe ihn nicht. Denn sonst läufst Du Gefahr, eine Feed-Back-Schleife aufzubauen: "Ich hasse, und ich hasse dass ich hasse, usw.." Achtsamkeit im hier und Jetzt reicht erstmal aus. - Wie funktioniert das? Stell Dir vor Du stehst im Nebel und alle 10-20 Sek. wirft irgendjemand aus unterschiedlichen Richtungen einen Tennisball nach Dir. Wenn Du Dir nun sehr wachen Geistes bist, vollkommen offen gegenüber dem Moment und was er bringt und voller Achtsamkeit, dann gelingt es Dir die Tennisbälle anggeflogen zu sehen und zu fangen. Und genau so musst Du es mit dem Hass machen. Wenn er kommt, erkenne ihn so früh wie möglich und sage Dir vielleicht: "Aha, der schonwieder! So sieht er also aus." Wenn Du den Hass so betrachtest hat er keine Macht über Dich.

Anders wenn Du unaufmerksam bist. Dann kriegst Du alle Tennisbälle ab ohne auch nur einen zu fangen und Du wirst sehr ungehalten und ärgerlich. Gleiches mit dem Hass. Wenn Du nicht merkst, wie er sich anschleicht, überrumpelt er Dich und Du verwicklelst Dich in ihn.

Weiter. Dass der Hass auftaucht dagegen kannst Du nichts tun. Dagegen dass er sich nach dem Auftauchen hochschaukelt und auswächst oder die Situation unschön eskaliert hilft HINSCHAUEN = achtsames Betrachten ohne Wertung.

Und noch einen Tipp. Versuche ins  Hier und Jetzt zu kommen, oder dem näher zu kommen. Im JETZT existiert nämlich weder ein ICH noch Gier, Hass, Frustration, Schweinehunde und solche Dinge. - Wie mache ich das? Durch Offenheit gegenüber dem gegenwärtigen Augenblick. D.h. die Dinge zu erkennen wenn sie geschehen (siehe Tennisballgeschichte). Denn alles was geschieht, geschieht jetzt.

Zum Schluss noch Eines: Sei nicht so sehr bekümmert über den Hass und die Frustration, denn auch die unterliegen der Vergänglichkeit. Vertraue auf diese Tatsache ohne die jetzt unmittelbar das Vergehen des Hasses zu wünschen. Sondern mehr so, als ob Du sagen würdest: "Ah, da iss er ja wieder. Naja, der wird auch irgendwann von selber wieder gehen."

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Für den Anfang müsste Dir das helfen, um damit klar zu kommen. Nur lass Dir eins noch sagen: Besiegen wirst Du die Neigung, diese Tendenz hiermit nicht. Eingrenzen, etwas, ja. Aber das ein für alle mal wegzubekommen ist ein spiritueller Weg und dauert etwas länger.


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Hmm, vielleicht solltest du mal zu deinem Hausarzt gehen und ihn bitten, dir eine Liste mit psychologen in der Umgebung zu geben, so wie eine Überweisung auszustellen. Ferndiagnosen kann man nicht wirklich stellen.  Du kannst allerdings alternativ vorher einen Test machen wie wahrscheinlich Erkrankungen sind. 

https://www.psychotherapiepraxis.at/surveys/test_psychopathie.phtml

Ich würde mal in diese Richtung schauen. ABER DAS IST LEDIGLICH EIN SELBSTTEST. ER ERSETZT KEINE FACHMÄNNISCHE DIAGNOSE. 

Ich wünsche dir alles Gute.  

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Ad hoc würde ich sagen fehlen dir 3 elementare Dinge:
1.) Ein Ziel....weißt du denn worauf du hin arbeitest? Du trainierst, machst Abi...aber welches Ziel verfolgst du? Was möchtest du im Leben erreichen?

2.) Dir fehlt ein besonderer Mensch im Leben...das kann eine Freundin sein, ein guter Kumpel, vielleicht auch ein Bruder oder eine Schwester...also eine Person, die dich auf Kurs im Leben hält, die dir ein Gefühl von sozialem Umfeld gibt, die dich aus deinem Alltag entreißt und bei der man sich freut mit ihr etwas zu unternehmen.

3.) Ein kühler und selbstkritischer Verstand.
Du schreibst kurz, deutlich und emotionslos. Es wirkt schon leicht aggressiv...man merkt dir den Hass bzw. die Wut im Bauch an...aber worauf bist du wütend? Wen hasst du genau?
Die Menschen allgemein? Bestimmte Menschen? Ist dir etwas widerfahren?
Gibt es etwas, was dich beschäftigt?

Ich kann dir nur so viel sagen: Hass bringt nichts...bestimmte Menschen sind es nicht Wert, seine kostbare Zeit mit Gedanken an sie zu verschwenden...und andere Menschen, die es wirklich wert sind vergisst man oder verdrängt man.
Es gibt, neben dem ganzen schlechten Menschen, eben auch die, auf die man stolz sein kann.
Solltest du irgendwo den Glauben an die Menschen, aus welchem Grund auch immer, verloren haben, gib bei youtube mal "fait in humanity" ein.
Schau dir mal ein paar Videos an.

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Kommentar von user310198
07.09.2016, 14:38

Ja, ich bin etwas emotionslos geworden. Danke für deine Antwort. Deine Punkte sind verständlich.

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Kommentar von user310198
07.09.2016, 14:48

Mir gefällt das alles nicht. Ich bin zutiefst unzufrieden und hoffe auf besseres.

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du solltest mal großes Blutbild machen lassen um Erkrankungen die evtl. damit in Zusammenhang stehen könnten auszuschließen.

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Gehe zunächst damit zu Deinem Hausarzt. Deine Angaben weisen auf verschiedene mögliche Erkrankungen hin. Dein Hausarzt sollte Dich dann an eine Spezialisten überweisen. Lass es nicht anstehen! Alleine kommst Du da nicht raus. Du brauchst professionelle Hilfe dazu und es wird schlimmer werden solltest Du die Hilfe nicht in Anspruch nehmen.

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Vielleicht kann das der Leistungsdruck sein oder Sorgen um deine Zukunft. Geh mal zu einem Psychologen.

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