Ohrenpflege beim Hund!

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz ehrlich: Ich kontrolliere die Ohren meiner Hunde zwar regelmäßig darauf hin, ob sie schmutzige oder durch Ohrenschmalz verursachte Verunreinigungen haben, aber reinigen in dem Sinn von regelmäßigen Säuberungsprozeduren kommen bei uns nicht vor.

Wir haben drei mit offenen und auch innen leicht behaarten Stehohren und einen mit Schlappohren, von denen nur einer zu gelegentlichen einseitigen Ohrproblemen neigt: Teddy,(Stehohr) der in seinen nunmehr 7 Lebensjahren zwei Mal tierärztlich diagnostizierte Hefepilzbesiedlungen einseitig hatte, die der längeren, täglichen Aufmerksamkeit mit einem vom TA verordneten Mittel (Namen leider vergessen) bedurften.

Alle anderen Hunde, einschließlich unseres Schlappohrs sind, was die Ohren betrifft, erfreulich pflegeleicht. Wenn sie denn tatsächlich einmal Schmutz im äußeren Ohrbereich haben/hatten, wurde der mit einem feuchten Stück Küchenpapier, ggf. verstärkt durch ein winziges Tröpfchen Spüli oder - falls es sich um Ohrenschmalz handelte - durch wenige Tropfen Speiseöl und mechanischer Reibung beseitigt. Nochmal mit klarem Wasser nachwischen - fertig. Diese Behandlung verabscheuen meine vier so heftig, dass sie vermutlich schon, um sie zu vermeiden, stets saubere Ohren haben.

Es ist drollig, den verschmitzt-pfiffigen Gesichtsausdruck von Laika zu sehen, die mein Rufen schlicht und einfach ignoriert, wenn sie mich mit feuchtem Küchenpapier und eindeutig unlauteren Absichten sieht. Bestenfalls erhebt sie sich, geht flott an mir vorbei und "flüchtet" sich zu meinem Mann, - dem Verräter, - der sie natürlich dann für mich festhalten muss. Nein, meine Hunde mögen es nicht, regelmäßig die Ohren gereinigt zu kriegen und haben mir daher versprochen, sich selbst um Sauberhaltung zu bemühen. Wie käme ich dazu, sie zu schikanieren ? =)

Es gibt spezielle Ohrenreiniger für Hunde ,die bei Schlappohrhunden wirklich praktisch sind weil sie auch tiefer wirken . Bei Stehöhrchen reicht es völlig mit einem Babyfeuchtuch den äusseren Gehörgang auszuputzen. Meine beiden Fellnasen halten sich ihre (Steh) Öhrchen gegenseitig sauber, dass ist sehr praktisch :-) .

0
@Erin1

Das weiß ich wohl, dass es sowas gibt, aber wozu soll ich das kaufen, wenn die Ohren meiner Hunde sauber sind ?

Nur weil es sowas gibt, verpflichtet das ja nicht dazu, es zu benutzen, wenn es keinen Sinn macht. Es gibt heute sooo unendlich viele Dinge, die die Welt nicht braucht und nur weil die Werbung uns vorgaukelt, dies sei das non-plus-ultra, meint plötzlich fast jeder, es haben zu müssen. Das fängt bei Körperpflegemitteln an, geht über Haushaltspflege und Toilettenreiniger und hört bei Nahrungsmittelzusätzen noch lange nicht auf. Ich spiel da nicht mit und behaupte: Weniger ist mehr. Aber jeder, wie er meint, ich will daraus kein Evangelium machen.

0

Ist Spüli denn da das Richtige? also auch in winzigen Tröpfchen... vllt. brennt das im Ohr? Aber wenn die das mit Öl auch nicht mögen, wird´s wohl nicht daran liegen

0
@arabella70

Uhhh, jetzt muss ich wegen einem Tropfen Spüli pro Hund alle 2-5 Jahre durchschnittlich wieder tausend Erklärungen abgeben, Arabella, ... aber na gut, weil du es bist! =)

Ich nehm ihn wirklich punktgenau und nur einen Tropfen und nur da, wo Wasser alleine nix hilft. (Bei unserer alten Leonbergerhündin seinerzeit war ich auch mal aus Gedankenlosigkeit großzügiger mit Spüli und hab sinnvollerweise dann auch noch einen Küchenschwamm für die Ohrenreinigung benutzt, aber die Reaktion des Hundes hat mich veranlasst, selbst mal auszuprobieren, wie Spülischaum im Schwamm und im Ohr knistert und knackt, daher habe ich sofort die Strategie geändert.)

Brennen kann das Mittel in Hundeohren nicht, weil es das auf Menschenhaut und in Menschenohren auch nicht tut. Vielfach erprobt, glaub mir. Das Gleiche übrigens mit Öl. Selbst ausprobiert und nur äußerst sparsam eingesetzt. Meine Hunde mögen nur einfach nicht, wenn ich ihnen an den Ohren herumporkele und da es kaum mal einen Anlass dafür gibt, berücksichtige ich das und kämme sie einfach nur äußerlich. Ich putze ihnen auch keine Zähne, obwohl ich mir bei den beiden alten Hündinnen dann doch mal überlegt habe, dass es nicht schlecht gewesen wäre.

0

Zur Reinigung der Stehohren meiner Schäferhündin benutze ich Kompressen, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Es müssen ja nicht gerade sterile Kompressen sein. Die normalen (und preiswerteren) tun es auch. Auf eine Kompresse dann ein paar Tropfen Epibac (vom Tierarzt). Dann mit der Kompresse ein Ohr auswischen. Mit einer neuen Kompresse samt Epibac danach das andere Ohr. Ich kontrolliere zwar regelmäßig ihre Ohren. Aber gereinigt wird nur nach Bedarf.

Milde Babyfeuchttücher eigenen sich gut oder ein feuchtes Wattepad mit ein wenig Oliven- oder Mandeloel.

Was möchtest Du wissen?