Ohne Rechtschutzversicherung gegen ehem. Arbeitgeber klagen?!

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8 Antworten

Ein Arbeitszeugnis darf überhaupt keine offensichtlichen negativen Äußerungen beinhalten, das wäre rechtswidrig. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das Zeugnis die übliche Floskeln beinhaltet und diese nicht gerade positiv sind.

Ganz davon abzusehen: Ich kümmere mich in unserer Firma auch um die Neueinstellungen. Sicherlich werden das andere Personalchefs auch anders handhaben, aber mich interessieren aus oben genanntem Grund Arbeitszeugnisse recht wenig. Entscheidend sind da schon eher Qualifikationen und letztendlich der Gesamteindruck des Bewerbers. Ob Du also wegen einem negativen AZ wirklich einen großen Terz machen solltest... ich würde es nicht machen, aber das musst Du natürlich selber wissen.

Letztendlich ist eine Rechtschutzversicherung für die Zukunft ratsam. Ein Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber beispielsweise wegen einer ungerechtfertigten fristlosen Kündigung und Klage auf Lohnfortzahlung/Abfindung kan sehr schnell mal 4000-5000 Euro (und mehr) kosten, dass weiß ich aus eigener Erfahrung im Familienkreis.

Du kannst selbst ohne Anwalt den Antrag auf eine Klage bei der Antragstelle des Arbeitsgerichts einreichen.Dort ist man dir bei der Formulierung des Antrags auch behilflich.

Anwälte arbeiten auch nach einer Gebührenordnung.

Die Erstberatung kostet meist was bei 100 Euro.

Je nach dem was ein Anwalt nun für einen Aufwand betreiben muss, kostet es halt.

War letztes Jahr wegen eines Streitfalls in der Familie bei einem Anwalt und der hat mich 50,- EUR gekostet. War aber ein anderer Fall. Naja, müsste man sich mal schlau machen. Die Frage meinerseits ist jedoch eher, wie ich es anstelle, dass ich da möglichst günstig bei weg komme.

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@SimbaSchatz

Wenn der Anwalt nur einen Brief schreiben muss, kommst du auch so günstig weg, denke ich.

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Hallo SassieSchatz,

ich habe meine letzte Arbeitsstelle vor einem Vierteljahr gekündigt und daraufhin ein mangelhaftes Zeugnis von meinem letzten Chef bekommen - völlig ungerechtfertigt, wie mir auch alle meine ehem. Kollegen versichert haben.

was verstehst du unter einem "mangelhaften Zeugnis"?

Hast du es bereits von kompetenter Seite gegenlesen lassen?

Falls ja- welche "Mängel" enthält es denn?

Jetzt möchte ich gerne beim Arbeitsgericht klagen, habe aber keine Rechtschutzversicherung....

Klage einreichen kann man ohne Rechtsschutzversicherung. Da entstehen keine Kosten. Wenn du dir (für später) einen Anwalt nicht leisten kannst, gibt es die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen.

Bei meiner Rechtsscutzversicherung, die mit den 4 großen Buchstaben, kann man auch nachträglich nicht versicherte Bereiche bei Eintreten eines nicht versicherten Rechtschutzfalles absichern / versichern. Vielleicht ist das auch möglich, wenn du noch keine Versicherung bei dieser Versicherung hast. Das könntest du aber in einem der vielen ARAG-Büros klären.

Also , das macht die ARAG mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich keit nicht.

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Eine Klage beim Arbeitsgericht ist kostenlos und es besteht kein Anwaltszwang. Zudem kann man unter bestimmten Voraussetzungen bei einem Anwalt Prozesskostenhilfe beantragen.

Um Beratungskostenhilfe zu bekommen muss man Arbeitslosengeld II (unter 1000.-€) oder Sozialhilfe bekommen, dann kann man zum Amtsgericht bei der Abteilung Rechtspfleger einen Beratungshilfeschein bekommen und bei Aussicht von 50% Erfolgsaussicht kann dann auch Prozesskostenhilfe gewehrt werden.

L. G. Aral59

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Es gibt zwei verschiedene Zeugisse, das Qualifizierte (mit Lobeshymne) und das Einfache (quasi Liste der Tätigkeiten).

Jetzt darf er ja eigentlich nichts Schlechtes reinschreiben. Doch die Jungs haben ja ihre Geheimsprache.

Die Beratung durch einen Anwalt ist nicht teuer, der kann Dir gleich sagen, was ein Prozess kosten würde. Höre Dich mal um, wer gut ist.

Die Sache ist ja schon passiert. Ich weiß nicht ab wann der Gewerkschaftsschutz greift, ob er auch für bereits laufende Vorgänge gilt? Für die Zunkuft ist dies aber eine gute Sache.

Jetzt hat er mir gestern eine Mail geschrieben und gemeint, er würde mir kein neues AZ ausstellen aber er kann mir eine einfache Liste meiner Tätigkeiten geben. Habe geschrieben, dass er das dann tun soll. Ist auch nicht so optimal aber immer noch besser als der Schei* den er mir da ausgestellt hat... darf er sich überhaupt weigern, mir ein faires AZ zu schreiben?

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@SimbaSchatz

"Fair" ist so eine Sache. Ich glaube die Formulierung ist, dass nichts Schlechtes drin stehen soll.

Dann kommt es zu solchen Formulierungen wie: "Er hat sich stets bemüht."

Das heißt ja nichts anderes. Hat sich bemüht, ist aber nichts bei rum gekommen. Das hört sich ja erst einmal positiv an, ist aber eine glatte 5. Daher ist die Zeugnissprache eine Geheimsprache.

Es gibt aber auch Firmen, die machen da nicht mit. Diese Zeugnisse zu lesen ist fast noch schwerer, weil man immer versucht die Fallstricke zu finden.

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Naja was kann dir ohne passieren, du zahlst selbst, aber du wirst Recht bekommen, denn das Zeugnis darf nicht negativ sein.

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