Ohne KV über 55, was tun?

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4 Antworten

Im August 2011 machte ich mich aus der Not heraus als
Transportunternehmer selbstständig, bekam einen Gründungszuschuss von der Arge. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit 1979 bei der Barmer als
Arbeiter/Angestellter kv versichert. Auf Grund des Zuschusses und meiner
geschätzten Umsätze musste ich bei der BEK als freiwillig Versicherter
monatlich knapp 600,- € zahlen.

Als Existenzgründer hättest du umgehend bei der BEK eine Reduzierung aufgrund geschätzter Gewinne einfordern müssen bis zur Vorlage des ersten ESt-Bescheides.

Mein Versicherungsmakler, der mir die übrigen Bereiche der Firma abdeckte riet mir zur PKV.

Völliger Unfug mit über 45 Jahren! Allein hier würde ich schon die Frage nach der Beraterhaftung stellen -> Anwalt.

Da ich nicht alle Unterlagen hatte fiel mir auch nicht auf dass die Sachen mit den Vorgeschichten fehlte.

Und das ist ein expliziter Beratungsfehler.

Ich zahlte zähneknirschend und bin seitdem ohne KV.

Da irrst du dich. Dein Vertrag mit der Continentalen ist zwar aufgrund vorvertraglicher Pflichtverletzungen aufgehoben worden, aber aufgrund der KV-Pflicht ist damit *automatisch* deine vorige Versicherung wierder aufgelebt - bei der BEK, denn deren Kündigung wurde durch die Aufhebung des vdertrags mit der PKV ebenso wirkumgslos. Der BEK schuldest du allerdings nun rückwirkend für 4 Jahre die Beiträge.

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Als Existenzgründer einen Beitrag von ca. 600€ für die KK?

Da ist was schiefgelaufen. Hättest du deiner KK deine Einkünfte durch eine Gewinn-Verlustrechnung, einen Steuerbescheid belegt, oder deine Einkünfte niedrieger eingeschäzt, wäre der Beitrag deutlich  niedriger ausgefallen.

Zu mal es für Existenzgründer die Möglichkeit der Beitragsermäßigung gibt.

Eine Beitragsermäßigung senkt die aktuelle Einkommens-Untergrenze für
die Berechnung des Beitrags - die "Mindesteinnahme" - von monatlich
2.178,75 Euro auf monatlich 1.452,50 Euro. Das ist der Wert, der auch
für die Selbstständigen gilt, die den Gründungszuschuss erhalten.
Hat dir das keiner gesagt?

Lese auch einmal hier:

https://www.tk.de/tk/beitraege-selbststaendige/beitraege-reduzieren/geringe-einnahmen/461824

Und das was du beschreibst, ist mit ein Grund warum ich jedem Selbstständigen und jedem Existenzgründer abrate in eine PKV zu gehen.

Du kommst mit einer Versicherung in der GKV weitaus besser davon.

Versichere dich freiwillig in der GKV die letzen 2 Monate.

Danach bist du so oder so als sozialversicherungspflichtiger Angestellter gesetzlich in einer GKV versichert.

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Kommentar von Apolon
30.11.2016, 13:15

Versichere dich freiwillig in der GKV die letzen 2 Monate.

Ich empfehle den Eingangstext richtig zu lesen.

Er ist bereits in 2012 in die PKV gewechselt.

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FordPerfekt hat vollkommen recht. Du musst dich an die BEK wenden. Die dürfen dich nicht ablehnen, dazu musst du die Unterlagen von der Continentale mitnehmen und dort vorlegen. Da diese Versicherung nicht zustande kam, ist automatisch die letzte Kasse- hier BEK zuständig.

Weigern die sich, wende dich an deren Vorstand und an das Bundesversicherungsamt als deren Aufsichtsbehörde.

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Kommentar von Apolon
30.11.2016, 13:06

Sorry - aber die PKV der Continentale kam zustande.

Dies kann man aus dem Eingangstext klar erkennen:

Als im Frühjahr 2012 alles erledigt war und die Police der Continentale kam, stellte sich heraus dass die Policierung nicht über ihn sondern einen anderen Makler lief.

Drei Jahre ging alles gut, ich zahlte brav meine Beiträge und reichte nichts ein.

Anzeigepflicht in der Vorversicherungszeit verletzt, der Vertrag wird angefochten und als nichtig gestellt, die Beiträge werden selbstverständig einbehalten und die Leistungen zurückgefordert.

Bedeutet eine GKV ist nicht mehr möglich.

Und nachdem er über 55 Jahre alt ist kommt er auch nicht mehr mit einem GKV-pflichtigem Einkommen in die GKV zurück.

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@gremlins4711,

für diese Geschichte solltest du dir anwaltliche Hilfe holen.

Wenn sich dies so zugetragen hat, dann hat  der von dir beauftragte Makler dich nicht nur falsch beraten, sondern er hat auch gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstoßen, in dem er deine Daten an einen anderen Makler weiter gab.

Mir stellt sich hier natürlich noch die Frage, was wurde denn im Antrag bei den Gesundheitsfragen eingetragen?

Gruß N.U.

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