Ohne Abitur werden Chancen verwehrt?

9 Antworten

Nicht jeder möchte oder kann Abitur machen, obwohl er das Zeug dazu hätte.

Das spielt keine Rolle, es ist nur wichtig, welche Qualifikation man erbracht hat.

Vielleicht hätte ich das Zeug dazu, ein Flugzeug zu fliegen. Trotzdem bin ich keine Pilotin.

Dabei sind häufig sogar diejenigen mit einem "niedrigeren" Schulabschluss besser qualifiziert als manch ein Student.

Das ist unlogisch: Das Abitur ist eine Qualifikation für bestimmte Dinge und ebenso ein akademischer Abschluss. Wer diese nicht besitzt hat weniger Qualifikationen.

Ich habe derartige Argumentationsansätze in meinen Pflichtpraktika leider zu oft erlebt: "Ihr Studenten müsstet alle mal ein Jahr richtig mit den Händen arbeiten!" So eine dumme Aussage...

Wo soll man die Erfahrung her bekommen, wenn man ohne diese nirgends angenommen wird?

Viele Firmen nehmen Trainees oder Einsteiger.

Wo wären wir, wenn man allen klugen, willigen Köpfen einen offiziellen Boden für ihre fortschrittbringende Arbeit geben würde?

Wer klug und willig ist, kümmert sich rechtzeitig um die erforderlichen Voraussetzungen für das, was sie tun möchten.

Einer Person, die bspw. für ihr Leben gerne schreibt und sogar richtig gut darin ist, oder wichtige Publikationen aus der Wissenschaft und Verständliche Versionen neuer Erkenntnisse auch für Laien verfassen könnte

... kann problemlos Fachartikel in Fachzeitschriften oder eigene Fachliteratur veröffentlichen, weil Abschluss des Verfassers dafür nicht von Bedeutung ist!

 Ich habe das Gefühl, heutzutage geht es den Firmen nur um Profit und Gewinnmaximierung.

JA, natürlich! Darum geht es.

Chancengleichheit und Menschlichkeit

Die gibt es! Jeder bekommt die gleichen Chancen.

 Jeder geht 10 Jahre zur Schule, macht denselben Abschluss, erhält Förderung und Optimierung der individuellen Stärken.

Also darf jeder Arzt werden, nur weil er es will, egal wie gut er es kann?

Somit würden doch sowieso automatisch fähige Arbeitskräfte auf unterschiedlichen Gebieten entstehen, wenn man so will.

Also schafft man genau genommen keinen Vorteil, weil nach wie vor irgendwie gefiltert wird...

Die Atmosphäre & Arbeitsmoral wäre eine ganz andere, wenn die Menschheit einfach mal entspannter wäre & nichts jeder stets der Beste sein will. 

Es geht aber nicht um entspanntes Arbeiten, sondern um effizientes Arbeiten und um Erfolge! Dafür muss jeder sein bestes geben und man muss die besten Mitarbeiter finden!

Einstellungstests, die nur eine Momentaufnahme der aktuellen Gedächtniskapazität sind 

Nach irgendwelchen Kriterien muss man gehen! Ich kenne Bewerber für kaufmännische Stellen, die nicht mal einfachste Fragen zur Mehrwertsteuer beantworten können. Das zeigt ja schon deren Defizite.

Worauf soll man bitte schön schauen, anstatt auf die Fähigkeiten, Erfahrungen und Talente?

Bei der sache bezüglich der Qualifikation von Studenten würde ich Jain sagen. Jemand der beispielsweise Jahrzehntelang in verschiedenen Bereichen für die Bahn gearbeitet hatt und da eben sehr viel Erfahrung gesammelt hatt ist für ein fürendes Amt eben besser geeignet als einer mit einem Abgeschlossenen BWL Studium der zuvor CEO einer Firma die Bohrmaschinen hergestellt hat war

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@Reinkanation

Dahinter steckt eine Frage:

Wer ist besser qualifiziert, der langjährige Mitarbeiter mit Erfahrung oder jemand mit Fachwissen?

Ist es wirklich so eindeutig, dass für jede x-beliebige Führungsposition immer und ausschließlich ein langjähriger Mitarbeiter besser qualifiziert ist - egal was er getan hat - als jeder Hochschulabsolvent und ehemaliger CEO - egal, welche Fähigkeiten er besitzt?

In Deinem Beispiel ist also der Mitarbeiter, der 20 dabei ist automatisch besser qualifiziert für den Posten der Personalleitung, der Marketingleitung oder des CFO als jemand, der eine Doktorarbeit zu Personalführung oder Marketing geschrieben hat?

Gewagte These.

Aber es wird auch nicht irgendein Quereinsteiger nur deshalb eine Führungsposition bekommen, weil er einen bestimmten Abschluss hat.

Bei jeder meiner Einstellungen waren weder das Thema meiner Anschlussarbeit, die Abschlussnoten, noch die Studieninhalte wichtig, sondern nur meine praktischen Erfahrungen und Kenntnisse.

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@AlexausBue

Ich dachte da jetzt an Leute wie Medorn der die DB, Airberlin, den Berliner Hbf und den BER vor die Wand gefahren hatt

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" also darf jeder Arzt werden nur weil er es will und kann " - Ja darf er. Er hat die Chance verdient. Entweder er besteht sein exam oder nicht. Das spielt eine Rolle. Die Ärzte sind alle unterschiedlich gut qualifiziert. Der eine weiß mehr, der andere weniger im selben Bereich, obwohl jeder von denen ein Abitur hat und jeder das selbe gelernt hat. Aber die einzelne Fähigkeit sagt nichts über das Abitur aus? Oder meinst du das nur alle Ärzte, Piloten, Anwälte intelligent ist? Schonmal davon gehört welche Arten es von Intelligenz gibt ?

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@lowbattery

An irgendwelche Bedingungen muss man ja eine Zulassung verknüpfen!

Er hat die Chance verdient. Entweder er besteht sein exam oder nicht. 

Ganz genau. Das Wissen und die Fähigkeiten werden überprüft um zu sehen, ob ein Kandidat geeignet ist oder nicht.

Aber die einzelne Fähigkeit sagt nichts über das Abitur aus?

Richtig. Aber umgekehrt sagt das Abitur etwas über die Fähigkeiten aus.

Oder meinst du das nur alle Ärzte, Piloten, Anwälte intelligent ist?

Nein, das meine ich nicht. Aber sie müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, die nicht jeder Mensch erfüllt.

Und es ist gut und richtig, alle Interessenten danach zu filtern, ob sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.

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Da Sache ist die, nicht der Staat sagt wer welchen Abschluss für was braucht sondern die freie Marktwirtschaft. Das heißt der Betrieb bei dem du dich bewirbst entscheidet nach eigenem gut dünken welchen Bildungsabschluss sie gerne hätten. Als Beispiel (es ist ein überspitztes Beispiel) bin ich der Chef einer Putzfirma und möchte eine Putzfrau azubine einstellen. Ob die jetzt Hauptschulabschluss oder Abitur haben muss sind einfach meine Kriterien. Ich sage sie muss Abitur haben, sie darf nicht viel Lohn verlangen und wenn sich keiner meldet dann haben wir einfach einen Fachkräftemangel.

So ist es auch bei Betrieben, wenn einfach eine Berufssparte ziemlich beliebt ist schraubt man einfach sie Vorraussetzungen hoch.

Die Jobs die keiner machen will sind auch die Jobs mit dem meisten Azubi und Fachkräftemangel. Häufiges Einstellungskriterium ist dort Haupt oder Realschule weil die einfach froh sind das überhaupt einer kommt

Das Abitur ist wie jeder andere Anschluß ein Nachweis, dass man bestimmte Leistungen erbringen kann. Wer "das Zeug zum Abitur" hat, der kann es auch machen. Wer das Abitur "nicht machen möchte", der ist auch nicht bereit, Leistungen zu erbringen, und Betriebe stellen nun mal niemanden ein, der behauptet, etwas zu können, aber dann zu faul ist, das unter Beweis zu stellen.

das Abitur hat nichts mit den anderen Leistungen erbringen zu tun.

Ich möchte auch mein Abitur machen wollen, weil ich aber nicht studieren will lasse ich es, trotzdem kann ich alle möglichen Leistungen erbringen die ein Arbeitgeber abgesehen vom Abitur benötigt erbringen? Das kann man nicht pauschalisieren und ist reine Sinnlosigkeit

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@lowbattery

trotzdem kann ich alle möglichen Leistungen erbringen

und wie willst Du das nachweisen? Behaupten kann man viel.

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@tomaushamburg

Naja was sind den so die Leistung die ein Arbeitgeber nebn deiner Schule will? Wenn man anpassungsfähig ist, schafft man auch diese . :) analytisches denken, strukturiert arbeiten etc :)

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Deshalb ist man aber nicht weniger intelligent. 

Schulische Leistungen korreliert sehr stark mit Intelligenz, was eine Aussage über die kognitiven Fähigkeiten macht.

Es ist zwar richtig, daß es nicht zwangsläufig zusammenhängt, aber Regel ist es die beste Möglichkeit die derzeitig exestiert um das Potenzial von jungen Menschen einzuschätzen.

Ich finde es eine Frechheit, dass fähigen Menschen ohne Abitur zunächst verwehrt wird, einige Berufe auszuüben. 

Meist sind Schulabschlüsse so unterteilt, dass die voraussetzungen für einige Berufe bereits im Unterrichtstoff enthalten sind.

Wenn jemand diese Voraussetzungen nicht mitbringt, ist er weniger geeignet diesen Beruf zu erlernen als jemand der dieses Wissen bereits erarbeitet hat.

Auch muss eine Vorauswahl getroffen werden, was sich durch Abschlüsse gut realisieren lässt

Dabei sind häufig sogar diejenigen mit einem "niedrigeren" Schulabschluss besser qualifiziert als manch ein Student.

Keine Ahnung was du damit sagen willst.

Glaubst du jemand ohne Schulabschluss ist besser zum Physiker geeignet als jemand der das studiert und die voraussetzungen dafür erfüllt?

Wenn ja, dann hast du nicht so wirklich den Schuss gehört.

Stattdessen wird eher der Bewerber mit dem schlechten Abiturdurchschnitt, als der mit dem 1er mittleren Abschluss genommen.

Halte ich für ein Gerücht.

Wenn das bei dir der Fall ist, dann verkaufst du dich einfach schlecht.

Oftmals kann man nicht mal Kostproben seines Könnens vorstellen, da das ja Zeit und Geld kosten würde.

Das geht sicherlich in Ausnahmefällen.

Nur darauß die Regel zu machen ist sinnlos, weil dann auf dieses Recht jeder zurückgreift und man dann aufeinmal 100 Bewerber ohne Vorwissen im Betrieb rumwuseln hat.

Was haltet ihr von diesen Gedanken?

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es nicht sinnvoll ist jedem Menschen das gleiche Potenzial anzurechnen.

Es gibt Menschen die intelligenter sind als andere und dementsprechend halt bessere Karten haben in der Berufswelt.

Ich gehöre auch eher zu denen die nicht besonders intelligent sind und finde das auch nicht fair, aber daran kann man halt nichts ändern und muss dementsprechend auch irgendwie damit klar kommen.

Jeder hat halt Stärken und Schwächen und es kommt immer darauf an, was man daraus macht.

Sorry, ich hab deinen Beitrag grob überflogen und dann festgestellt, dass er mit einem völlig irrelevanten Nebenkriegsschauplatz endet, der zu deiner Argumentation oder Frage überhaupt nichts beiträgt. Scheint als wolltest du vor allem mal Dampf ablassen und dich über irgendwas aufregen. Ich verstehe deinen Frust und denke es ist gut, das hin und wieder mal rauszulassen, aber zu einem wirklichen Gespräch lädt das nicht grade ein.

Alles Gute dir!

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