Offenstallhaltung

2 Antworten

Deine Idee hört sich an sich gar nicht so schlecht an, wenn denn die RL mitspielt. Trotzdem kannst Du da nicht alles umsonst bekommen ( Unterbringung/ Hin u. Rückfahrt ). Ein Pferd braucht pro Tag 1-1,5 kg Heu pro 100 kg Lebendgewicht. Im Sommer mit Weide kommst Du meistens mit der Hälfte aus, dafür muß aber noch Stroh vorhanden sein. Bei einem Offenstall sollte aber Heu und Stroh für die Pferde immer zur freien Verfügung vorhanden sein. Ein Blüter hat einen schnelleren Stoffwechsel, heißt;; er wird wahrscheinlich auch etwas Hafer brauchen.ca. 1/2 - 1 kg. Nicht zu vergessen und sehr wichtig sind die Mineralpellets.Eine Umstellung von Boxenhaltung auf Offenstall ist im frühen Sommer am günstigsten, dann kann sich das Pferd im Laufe des Jahres an die geänderten klimatischen Bedingungen gewöhnen. Wenn die Pferde alle Platz im Unterstand finden, brauchst Du eigentlich keine Decke zu kaufen. Das Pferd ist ja noch kein Senior. Außerdem mußt Du für das Pferd eine Haftpflichtversicherung abschließen (ca. 160 EUR pro Jahr ).100 Eur monatl. Rücklage für den TA sollten eigentlich reichen.. Was mich allerdings stutzig macht sind die Rundeisen. Wenn er Probleme mit der Hufrolle hat, oder eine andere Sehnenerkrankung bzw. Arthrose, solltest Du die Finger davon lassen. Du wirst sonst in nächster Zukunft nicht mehr viel Freude an dem Pferd haben, und die Kosten für den TA werden dein monatliches Budget weit überschreiten.

Danke für deine Antwort. Das mit dem Fahren wird natürlich wenn dann alles genau abgeklärt. Wenn sie eh hin fährt, würde ich zu ihr nach Hause kommen, sodass es keine Zusatzkosten für sie gibt, das ist klar. Weiß nicht genau, was macht dich stutzig daran? Er hatte mal die Sehne gerissen und hat die Rundeisen zur Entlastung der Sehne, ob er die immer noch unbedingt braucht, weiß ich nicht, fakt ist, er hat sie.. Aber wenn man die Hufe bearbeiten könnte, dass die Sehne entlastet wird sollte das doch kein Problem sein, oder? Hufrolle oder Arthrose hat er nicht.

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@R140412

Er hat die Rundeisen damit er nicht so weit durchtritt, und kein großer Zug dadurch auf der Sehne entsteht. Bei einer gerissenen Sehne bildet sich immer auch Narbengewebe. Dadurch ist sie nicht mehr so elastisch und belastbar wie eine gesunde Sehne. Durch den Beschlag hat sie sich auch im Laufe der Zeit verkürzt. Den Beschlag abzunehmen wäre fatal, denn dadurch kommt wieder bei jedem Schritt der normale Zug auf die Sehne, dass Pferd würde lahmen und im schlimmsten Fall könnte die Sehne erneut reißen. Eine Hufbearbeitung ohne Eisen gibt es da nicht, da gerade bei unbeschlagenen Pferden ja ein guter Hufmechanismus gefördert wird. Bei diesem Pferd wurde der Mechanismus aber aus gutem Grund eingeschränkt, damit es schmerzfrei laufen kann.

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Ich habe völliges Verständnis für dich, dir ist das Pferd nach so langer Zeit sehr ans Herz gewachsen. Wäre ja so, als müßte ich einen Pflegehund nach 2 Jahren abgeben.

Aber wenn du dich jetzt schon 6 x wöchentlich kümmerst, bedeutet das für deine Mutter, mindestens 140 km täglich zu fahren. Erhöhst du auf tägliche Kümmerung, sind das schlappe tausend Kilometer in einer Woche. Du bist Schülerin? Wie willst du das zeitlich managen? Du kommst aus der Schule, machst Hausaufgaben, gehst jobben und willst dann noch fast zwei Stunden Fahrzeit in Kauf nehmen, dazu kommen locker 2 Stunden Betreuungszeit für's Pferd, da hast du noch nicht mal draufgesessen.

Die Zeit deiner Mutter hast du dabei noch nicht berücksichtigt. Sie wird sicherlich nicht bleiben wollen, während du dich kümmerst.

Dein Wunsch in allen Ehren, ich entschuldige mich auch jetzt schon für meinen schlimmen, traumvernichtenden Realismus, aber es wird nicht gehen. Und wenn alle an einem Strang ziehen sollten, woher kommt dann das Geld für Heu, Decken und Hufschmied? Von den Spritkosten für 1.000 km in der Woche ganz zu schweigen.

Liebe Grüße zurück, auch wenn dir mein Kommentar sicherlich nicht gefällt.

Da hast du was falsch verstanden.. Das Ganze können wir nur durchziehen, wenn meine RL mich mit dorthin nehmen könnte und meine Mutter nur 1mal die Woche fahren müsste, mein Vater ein weiteres Mal.. Jeden Tag müsste ich dort auch nicht hin, denn er kann sich ja bewegen wie er will, Futter hätte er immer zur Verfügung, Wasser sowieso. Heißt: Es wäre kein Problem wenn ich 2-3 mal die Woche nicht zum Stall gehe, da jeden Tag jemand dort ist und nachsieht, dass alles in Ordnung ist.

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@R140412

O.K. dann sieht die Rechnung anders aus.

Hängt also alles von deiner RL ab, wie es aussieht.

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@michi57319

Du bist aber trotzdem von anderen Leuten abhängig. Was ist wenn deine RL einen Unfall hatte und 4 Wochen nicht fahren kann? Was ist wenn sie umzieht und dich nicht mehr mitnehmen kann? Dann hättest du ein Pferd am Hals und deine Eltern müssten die lange Fahrtstrecke in Kauf nehmen. Für mich wäre das eine viel wackelige Angelegenheit.

Zeitlich landest du aber trotzdem bei ca. 3 Stunden pro Besuch - jeweils 1/2 Stunde Fahrt und 2 Stunden Zeit beim Pferd. Welche Leistungen hast du im Stall? Was musst du selbst tun? Wenn du z. B. den Stall misten musst dann kommst du recht schnell über 2 Stunden und hast noch nichts mit dem Pferd gemacht.

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