Offenbarung des Johannes: Der Kampf im Himmel

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12 Antworten

Ich erkenne darin einen Symbolgehalt, der darin besteht, daß es eine vernunft- und gewissensorientierte Auseinandersetzung mit dem bis dahin so lange Verherrlichten geben wird, was darin endet, daß erkannt wird, daß längst nicht alles als "göttlich" ist, was als solches bezeichnet oder angesehen wurde. Denn schließlich ist ja der "Teufel" als ein Wesen definiert, daß sich als Heilsbringer und Erretter tarnt, aber genau das Gegenteil ist.

Den Zeitpunkt und die Dauer dieser Auseinandersetzung halte ich für unbestimmt.

Immerhin erleben wir in dieser Zeit, wie eine solche Auseinandersetzung stattfindet:

In der Vergangenheit gab es z. B. innerhalb des Gläubigenkreises der kath. Kirche eine gewisse Verherrlichung, die aber zusammenbrach, nachdem die Kinderschänder-, Geldwäsche- und Korruptionsangelegenheiten offensichtlich wurden und damit auch die mittelalterlichen Gräuel wieder ins Gedächtnis rückten, so daß die kath. Kirche erhebliche Teile ihrer Mitglieder einbüßte und quasi aus dem Himmel (der Verherrlichung) ausgestoßen und auf die Erde geworfen (dem weltlichen Übel-Mischmasch zugeordnet) wurde und nun voller Wut, aber mit viel Verführungskunst versucht, zu retten, was noch zu retten ist.

Für andere religiöse und/oder gemeinnützige und/oder mildtätige usw. Institutionen (Satan und "seine Engel") gilt dies sinnentsprechend.

Ist dieser Kampf laut Bibel schon passiert oder wird er noch kommen?

Das ist jetzt eine Frage der Auslegung.

Ich versteh das so: der Kampf ist kein Krieg mit Waffen und so, sondern ein Rechtsstreit (hab mal in einem Kommentar gelesen, dass dies den griechischen Ausdrücken besser entspricht). Der Ankläger (hbr. satan) wird verklagt, eben weil er ein Verleumder (gr. diabolos) der "Geschwister", also der Angehörigen des Volk Gottes ist. Und er verliert den Prozess, weil es eben mit Christus (der in Of 12,1-2 von der Jungfrau Jerusalem geboren wird) jemand für sie eintritt.

Demnach war dies nach der Himmelfahrt Jesu, der nicht nur den Tod besiegt hat, sondern auch durch seinen Tod und seine Auferstehung die Grundlage dafür geschaffen hat, Ungerechte gerecht zu sprechen (vgl. Rö 4,5).

Aber wenn jemand meint, die einzig richtige Auslegung zu haben, dann überschätzt der vermutlich, was für seine Version spricht. Ich denke, das das oben die richtige Auslegung ist, aber so eindeutig, dass ich das jetzt quasi als "Dogma" verkünden kann, ist die Bibel nicht.

Aber wenn jemand meint, die einzig richtige Auslegung zu haben, >

Selbstkritik??

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Sehr interessant zu Offenbarung 12 ist dieser Artikel: http://endzeitzeichen.blogspot.de/2010/11/offenbarung-12-die-frau-und-das-kind.html

Zu Offenbarung 12,7-12 der Bibelkommentar der Studienbibel vom John MacArthur, der die Frage m. E. ebenfalls recht gut beantwortet:

Offb 12,7 es entstand ein Kampf im Himmel. Im Himmel gibt es ein Gegenstück zu den sich überstürzenden Ereignisse auf der Erde während der Trübsalszeit. Ein Kriegszustand besteht seit dem Fall Satans (vgl. V. 4; vgl. Dan 10,13; Jud 1,9). Dieser Kampf wird durch irgendetwas intensiviert werden - möglicherweise durchqueren die entrückten Heiligen den Bereich des »Fürsten der Macht der Luft« (vgl. Eph 2,2).

Offb 12,9 große Drache niedergeworfen ... auf die Erde. Satan und seine Dämonen wurden zur Zeit ihrer ursprünglichen Rebellion aus dem Himmel geworfen, haben aber immer noch Zugang zum Himmel (vgl. Hi 1,6; 2,1). Dieser Zugang wird ihnen dann verwehrt werden und so werden sie für immer aus dem Himmel verbannt sein. der Teufel und der Satan. Vgl. 20,2. »Teufel« stammt von einem gr. Verb, das so viel bedeutet wie »verleumden« oder »fälschlicherweise anklagen«. Er ist ein bösartiger Lügner (Joh 8,44; 1Joh 3,8). Seine Anklagen gegen die Gläubigen (V. 10) bleiben erfolglos, weil Christus unser Fürsprecher ist (1Joh 2,1). Satan bedeutet »Widersacher« oder »Feind« und kommt insbesondere in Hiob und den Evangelien vor. den ganzen Erdkreis verführt. So wie er es während der ganzen Menschheitsgeschichte getan hat, so wird Satan auch während der Trübsalszeit die Menschen verführen (vgl. 13,14; 20,3; Joh 8,44). Wenn er am Ende des Tausendjährigen Reiches vorübergehend aus dem Abgrund freigelassen wird, wird er seine Verführungen noch einmal kurz ausüben können (20,8.10).

Offb 12,10 Verkläger. Satan wird nicht mehr die Gläubigen vor dem Thron Gottes beschuldigen können, weil er keinen Zugang zum Himmel mehr hat.

Offb 12,11 Blutes des Lammes. Keine Anklage kann gegen die Erlösten bestehen bleiben, da ihre Sünden durch Christi Opfertod vergeben wurden (s. Röm 8,33-39).

Offb 12,12 nur wenig Zeit. Da Satan weiß, dass seine Zeit begrenzt ist, wird er sich umso stärker bemühen, gegen Gott und die Menschheit vorzugehen und dabei insbesondere auf Israel abzielen (V. 13.17).

Es handelt sich hier um eine rein fiktive Erzählung, die keinerlei Bezug zur Realität hat. Es ist also unmöglich, diese Geschichte auf ein überprüfbares Datum zu fixieren. Das wäre, als wollte man die Abfahrtszeit des Hogwart-Express erfragen.

Hallo,

Weder - noch.

Diese "Visionen" sind meist auch Allegorien, Metaphern, ohne zeitlichen Bezug weder real, noch "laut Bibel". Wer hier meint, reale Geschehen oder gar zeitliche Zuordnung interpretieren zu müssen hat überhaupt nichts verstanden (und wird dies wahrscheinlich auch nie begreifen).

Wenn du überhaupt etwas (für dich!) aus der O.d.J. "erkennen" willst, dann als Belehrung, welche zeitlos ist und einfach nur aussagen will, daß das Kommen des "Reiches Gottes" nicht ohne Konflikte oder ohne pers. Einsatz (entspr. der Botschaft Jesu) geschieht. Das "Geschehen" (wenn du so willst) ist also immer präsent.

Gruß Viktor

Das sind falsch verstandene Hinweise, die den Krieg der Römer gegen die Juden beschrieb, Geheimbotschaften aus Patmos. .Johannes der Apostel der das Evangelium geschrieben hat ist nicht der gleiche wie der mit den Offenbarungen. Der mit den Offenbarungen wurde nach Patmos verbannt, vermutlich von den Römern. Warum weiss heute keiner mehr. Von dort schrieb er seine Briefe. Er mußte sie verschlüsseln, weil wenn er die Dinge beim Namen genannt hätte, wäre er schnell weg vom Fenster gewesen. Bei den Römern brauchte es nicht viel dazu. Er meinte die damalige Politik, z.B. die Zahl 666 soll die Verschlüsselung des Namens von Nero in hebräischer Sprache gewesen sein. Vermutlich haben die Empfänger von damals gewußt was er gemeint hat. Was heutzutage daraus gemacht wird ist reine Spekulation. Amagedon ist eine Verballhornung vom Berg Megido. Es ging da um die Eroberung des Berges Megido,Hamegidodes Berges Megido,Hamegido.

Es ging um die Politik in der römischen Provinz Asia. Das hatte weniger mit den Juden zu tun. Dort lebten Griechen. Es war vermutlich die reichste Provinz der Römer und immer wieder sehr umkämpft. An die wenigen frühen christlichen Gemeinden schickte er seine Briefe mit seinen Visionen um ihnen Hoffnung zu machen. Dort entstand ja auch das Reich Gottes auf der Erde, denn es entstand dort so 100 -200 Jahre nach dem Tod des Briefeschreibers das byzantische Reich mit dem Christentum als Staatsreligon. DEshalb fanden seine Briefe und Visionen auch Einzug in die Bibel, was bei vielen anderen Schriften nicht der Fall war und die heute zu den Apogryphten zählen.

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@tinimini, kannst du mir mal erläutern, worum es hier eignentlich geht??..verstehe nur ´bahnhof´!

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@rubicon66

Die Offenbarung scheint für viele die Endzeit und das darauf folgende Reich Gottes auf erden zu sein, Aber das glaube ich nicht, es sind verschlüsselte Botschaften über Kriegszüge der Römer, die Johannes aufgeschnappt hat in Padmos und dann Bericht erstattet hat, damit seine Landsleute in der Heimat wusten was ihnen bald Blühte, also musste er diese Botschaften verschlüsseln, damit die Römer nicht mitbekamen ,das er ein Spitzel in dem Gefängnis war und so manches mit anhörte was sich die Wachen da so aus lange Weile erzählten, Die Brife wurden rausgeschmuggelt. und in die Heimat gebracht.

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@tinimini

es sind verschlüsselte Botschaften über Kriegszüge der Römer, die Johannes aufgeschnappt hat

Welche sollten das denn sein?

Und wo willst du die "Heimat" verorten? Als die Offenbarung geschrieben wurde, war Jerusalem beispielsweise keine jüdische Stadt mehr, es hieß Aelia. Wobei diese Stadt (in der sich kein Jude  aufhalten durfte) nicht ganz auf der Stelle des antiken Jerusalems lag, sondern da, wo noch heute die "Altstadt" von Jerusalem liegt.

Erkennbar daran, dass das Grab Jesu innerhalb von Aerlia lag (Of 11,18), aber außerhalb des alten Jerusalems (vgl. Hbr 13,13), während der Berg Zion im alten Jerusalem lag, aber nicht in Aelia (vgl. Of 14,1).

Deine Erklärung ist irgendwie nicht ganz so leicht mit den historischen Tatsachen zu vereinbaren.

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der Kampf im Himmel kann 2 Ereignisse bedeuten, einmal als Luzifer im Himmel einen Aufstand anzettelte gegen Gottes Regierung und mit 1/3 der Engel hinausgeworfen wurde, das war vor der Erschaffung des Menschen. Oder als Jesus gestorben ist und ab da Satan keinen Zugang mehr hatte zum HImmel (siehe Hiob Kap. 1 und 2 ), denn Jesus hatte die Oberherrschaft über die Erde zurückerobert, die Adam verloren hatte. Michael ist der altestamentliche Kampfname Jesu.

Hallo Rabenherz00,

was war die Folge dieses Kampfes im Himmel? Der prophetische Bericht aus Off 12 sagt:

9 Der große Drache, jene Schlange der Urzeit8, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Menschheit verführt, wurde auf die Erde geworfen, und zusammen mit dem Drachen wurden auch seine Engel hinuntergeworfen. 10 Daraufhin hörte ich eine mächtige Stimme im Himmel rufen: »Jetzt ist der Sieg errungen! Gott hat seine Macht unter Beweis gestellt, die Herrschaft gehört ihm. Von jetzt an regiert der, den er als König eingesetzt hat, Christus.9 Denn der, der unsere Brüder und Schwestern anklagte, ist aus dem Himmel hinausgeworfen worden. Tag und Nacht beschuldigte er sie vor unserem Gott, 11 aber sie haben über ihn triumphiert, weil das Lamm sein Blut für sie vergossen hat und weil sie sich ohne Rücksicht auf ihr Leben zur Botschaft von Jesus bekannten, bereit, dafür sogar in den Tod zu gehen10. 12 Darum freue dich, Himmel, freut euch, alle, die ihr im Himmel wohnt!

Doch wehe dir, Erde, und wehe dir, Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen, rasend vor Wut, weil er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat.« (NGÜ)

Besonders der letzte Abschnitt zeigt, dass der Teufel den Bewohnern der Erde Unheil bringen würde, in seiner rasenden Wut. Diese Wut könnte sich gut dadurch geäußert haben, dass der Satan die "Könige" der Erde, also die politischen Machthaber, dazu verführt hat, in zwei Weltkriegen übereinander herzufallen. Dadurch, und durch die vielen Kriege dazwischen und auch vom Ende des 2.Weltkriegs bis heute wurden durch gewalttätige Auseinandersetzungen Zig-Millionen Erdenbürger getötet, verkrüppelt oder sonstwie geschädigt.

Wenn man noch andere Endzeit-Prophezeiungen hinzunimmt, wie die Jesu aus Mat 24, Luk 21, wo von großen Erdbeben, Seuchen, Mangel an Nahrungsmitteln die Rede ist, kann man gut zu dem Schluss kommen, dass dieser Krieg im Himmel bereits um den Zeitpunkt des Beginns des 1.Weltkriegs stattgefunden hat.

Wenn man noch andere Endzeit-Prophezeiungen hinzunimmt, wie die Jesu aus Mat 24, Luk 21, wo von großen Erdbeben, Seuchen, Mangel an Nahrungsmitteln die Rede ist, kann man gut zu dem Schluss kommen, dass dieser Krieg im Himmel bereits um den Zeitpunkt des Beginns des 1.Weltkriegs stattgefunden hat.

Warum Beginn des 1.WK? Warum nicht Beginn des 30-jähriegen Kriegs, der die Bevölkerung Europas stärker reduzierte als 1+2.WK, Holocaust etc. zusammen? Warum nicht der Beginn des 2.WK? Warum nicht 1967 (wird von manchen Auslegern als entscheidendes Datum gesehen, ab dem sich Vieles entwickelte, was "endzeitlichen" Charakter hat), ...

Und warum wird überhaupt alles indirekt aus der Bibel und dem Zeitgeschehen gefolgert, statt direkt aus den klaren Worten der Bibel (siehe meinen Kommentar zu Chriss23)?

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@helmutwk

Helmutwk,

Wenn du die Bibel beachten und die guten Belehrungen die dir hier gegeben werden, beachten würdest, braucht du nicht WARUM zu fragen. LG

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@Hauer20

Wenn du gelesen hättest, was ich zu Chriss23 geschrieben habe, würdest du wissen, dass ich die Bibel beachte.

Aber selbst wer diese Belehrung nicht annimmt, sollte doch erkennen können, dass es keinen Bibelvers gibt, der eine Entscheidung zwischen den Alternativen, die ich hier genannt habe, begründen könnte.

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@helmutwk

helmutwk und hauer20

yapp - haut Euch!

Euer "Christsein" gewinnt immer mehr an Sympathie!

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Grundsätzlich: In der Offenbarung wird die Zukunft ab Verfassungsdatum vorhergesagt. Somit kannst du nicht sagen, wann genau es passiert sein soll/wann es passieren wird.

So hat man es mir auf jeden Fall erklärt. Stellst du diese Frage aus reiner Neugier, weil du gerade im letzten Kapitel der Bibel angekommen bist? :D Oder musst du sowas für jemanden rauskriegen?

Wenn es Ersteres ist: Ich kenne bisher niemanden, der die komplette Bibel gelesen hat. ;)

Leralya

Eine Auslegung der Offenbarung ist so eine Sache. Aber diesen Kampf auf den 1. Weltkrieg zu beziehen dünkt mich doch sehr gewagt. In Lukas 10,18 sagt Jesus: ich sah Satan wie ein Blitz vom Himmel fallen.

" In Lukas 10,18 sagt Jesus: ich sah Satan wie ein Blitz vom Himmel fallen. "

Das war eine prophetische Vorhersage.

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@kdd1945

Das war eine prophetische Vorhersage.

Die Jünger erzählen, dass ihnen die Dämonen gehorchen müssen, Jesus kommentiert mit "Ich sah den Satan vom Himmel fallen" - und du erklärst das zur Vorhersage?

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Aus den bisher gegebenen Kommentaren lässt sich herauslesen, dass große Unsicherheiten bezüglich eines Datums bestehen, zu dem Michael den Satan aus dem Himmel geworfen hat. Die Wachtturm-Gesellschaft fokussiert auf das Jahr 1914. Das ist aber reine Willkür und hat mit den Vertretern dieser Annahme zu tun, die nicht sauber dachten, sondern einen bestimmten Zweck damit verfolgten. Ursprünglich war gemeint, dass (auch) um 1914 die Schlacht von Harmagedon (Offb. 16) stattfinden sollte. Als das nicht eintraf, behauptete man, dass die "Zeiten der Nationen" zu Ende seien. Und danach wurde behauptet, dass das Königreich Jesu im Himmel errichtet worden sei. Das sind alles Annahmen, die sich biblisch nicht begründen lassen. Es lässt sich vielleicht nur dies mit Sicherheit sagen: Nach seiner Auferstehung reinigte Michael den Himmel, indem er Satan hinauswarf. Der Kampf ist also schon passiert. Einzelheiten zu diesem Thema findet man auch auf www.bruderinfo. de. Hier beschäftigen sich Zeugen Jehovas mit diesen Fragen und stehen damit im Gegensatz zur offiziellen Lehre, die ohnehin nicht nachzuvollziehen ist, denn nach der Lehre der Wachtturm-Gesellschaft soll ja Jesus schon 100 Jahre regieren. Das würde ja bedeuten, dass von seiner 1000-Jahrherrschaft schon 100 Jahre vorbei wären. Und das ist undenkbar. Übrgens sagte Jesus ganz deutlich (Mat. 24:36), dass es kein Datum gibt, das man in dieser Beziehung berechnen könnte.

Darf ich dich kurz korrigieren? Die von dir verlinkte Seite wird nicht von Zeugen Jehovas betrieben.

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@jeysuni

Die von dir verlinkte Seite wird nicht von Zeugen Jehovas betrieben.

Natürlich nicht. Die ZJ werden ihre früheren Irrtümer möglichst vertuschen. Dass die Vorhersage für 1914 absolut falsch war, haben sie nie offen zugegeben, und mit geschickter Umdeutung wird ja inzwischen das glatte Gegenteil behauptet.

Deshalb gibt es ja Seiten wie www.bruderinfo.de die das aufdecken.

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@helmutwk

Die Offenbarungen waren von Anfang an umstritten. Wurden eigentlich nur von den Katholiken anerkannt, weil die dachten, dass der Verfasser der Evangeliumschreiber Johannes war. Die wissen mittlerweile aber auch schon lange, dass das nicht der Fall ist. Die ZJ haben das noch nicht bemerkt. Hier ein Auszug aus Wiki.

Die Offenbarung war in der alten Kirche sehr umstritten, besonders in den östlichen Teilen des Römischen Reichs. Verschiedene Kirchenväter sprachen sich gegen die Aufnahme des Buches in den Kanon der Bibel aus und sprachen von einer Fälschung, so z. B. Gaius (um 200 n.Chr. in Rom), wovon Eusebius berichtet (Kirchengeschichte 3,28):

„Zur erwähnten Zeit lebte, wie wir erfahren haben, Cerinth, der Führer einer anderen Häresie. Gaius, den wir schon oben zitiert haben, schreibt über ihn in seiner Untersuchung: ‚Und Cerinth gibt uns in Offenbarungen, die den Anschein erwecken, als wären sie von einem großen Apostel geschrieben, wunderliche Berichte, von welchen er fälschlich behauptet, daß sie ihm von Engeln gegeben worden seien. Er sagt nämlich, daß nach der Auferstehung das Reich Christi auf Erden sein werde und daß die Leiber in Jerusalem leben und sich wiederum Leidenschaften und Vergnügungen hingeben werden. Und im Widerspruch mit den Schriften Gottes und in verführerischer Absicht erklärt er, daß ein Zeitraum von tausend Jahren in freudiger Hochzeitsfeier verfließen werde.‘“

Erst mit dem 39. Osterfestbrief des Athanasius (367) wird die Apokalypse von fast allen damaligen Christen im Westen als gültiger Teil des Bibelkanons anerkannt. In den gegenwärtigen Ostkirchen wird die Offenbarung als einzige neutestamentliche Schrift nie im Gottesdienst verlesen. Da die Liturgie insgesamt als Offenbarung verstanden wird, bedeutet dies einen in der Praxis nicht voll kanonischen Status der Offenbarung. Die Syrisch-Orthodoxe Kirche erkennt die Offenbarung des Johannes überhaupt nicht an und druckt sie auch in ihren Bibeln nicht ab.

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@Klaraaha
Die Offenbarungen waren von Anfang an umstritten

Gemeint sind die Offenbarung des Johannes und Petrus. Das stimmt. Der Rest nicht:

Wurden eigentlich nur von den Katholiken anerkannt

Katholiken im heutigen Sinn des Wortes gab es damals noch nicht. Auf das, was da mit "Katholiken" bezeichnet wird, gehen die Orthodoxe Kirche sowie Abspaltungen davon (mittelalterliche lateinische Kirche, Miaphysiten, Nestorianer etc.) zurück, die mittelalterliche Kirche ist in Lutheraner und Katholiken (im modernen Sinn des Wortes) zerbrochen - also geht es um dem mainstream (gr. katholikos = allgemein), dem Markioniten und andere gnostische Sekten sowie Montanisten gegenüberstanden.

Verschiedene Kirchenväter sprachen sich gegen die Aufnahme des Buches in den Kanon der Bibel aus und sprachen von einer Fälschung, so z. B. Gaius (um 200 n.Chr. in Rom), wovon Eusebius berichtet (Kirchengeschichte 3,28)

Das ist falsch. Ich zitier mal den von Eusebius zitierten Text in lesbarer Form und kommentiere:

Und Cerinth gibt uns in Offenbarungen, die den Anschein erwecken, als wären sie von einem großen Apostel geschrieben

Der Autor der Offenbarung des Johannes nennt zwar seinen Namen, betont aber an keiner Stelle, dass er Apostel ist, vom "großen" Apostel ganz zu schweigen. Dieser Ausdruck erinnert eher an 2.Kor 11,5.

wunderliche Berichte, von welchen er fälschlich behauptet, daß sie ihm von Engeln gegeben worden seien.

Im Vergleich zu der übrigen apokalyptischen Literatur spielen Engel in der Offenbarung nur eine geringe Rolle als Deuter oder Übermittler, und die Offenbarung gibt selber an, vom Seher Johannes an 7 Gemeinden geschickt worden zu sein (Kap 2+3). Sie ist also kein "von Engeln gegebenes Buch".

Er sagt nämlich, daß nach der Auferstehung das Reich Christi auf Erden sein werde und daß die Leiber in Jerusalem leben

Jerusalem wird im Zusammenhang mit dem Millennium nicht erwähnt, allerhöchstens könnte der Ausdruck "die [von Gott] geliebte Stadt" (20,9) darauf bezogen werden. Allerdings wird das auf den Ruinen von Jerusalem erbaute Aelia in Of 11,8 als Sodom und Ägypten bezeichnet.

und sich wiederum Leidenschaften und Vergnügungen hingeben werden.

Im Millennium der Offenbarung (20,4-6) gibt es keine "Leidenschaften und Vergnügungen", vielmehr herrschen die Gläubigen.

Und im Widerspruch mit den Schriften Gottes und in verführerischer Absicht erklärt er, daß ein Zeitraum von tausend Jahren in freudiger Hochzeitsfeier verfließen werde.‘

Wie Of 21,2 zeigt, findet die "Hochzeit des Lammes" erst nach dem Millennium, der daran anschließenden allgemeinen Auferstehung und dem jüngsten Gericht (20,11-15) statt.

Also es gibt einige Parallelen (v.a. die 100 Jahre), aber die Unterschiede überwiegen. Gaius, der von Eusebius zitiert wird, meint eindeutig ein anderes Buch als die Offenbarung.

Erst mit dem 39. Osterfestbrief des Athanasius (367) wird die Apokalypse von fast allen damaligen Christen im Westen als gültiger Teil des Bibelkanons anerkannt

Kann ich nicht nachvollziehen. In der Tabelle zur Kanongeschichte ...

http://www.ntcanon.org/table.shtml

... gib es vor Athanasius nur einen Kirchenvater, der was gegen die Offenbarung hat, alle anderen sind entweder mit "kanonisch" oder "schweigt dazu" notiert. bei Markion kann zwar von "Ablehnung" gesprochen werden, aber der war Häretiker.

Und bei Eusebius hat das nichts mit Kerinth zu tun, sondern er notiert die Offenbarung gleich zweimal: einmal als kanonisch, einmal als sehr umstritten, weil es beide Urteile gab.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche erkennt die Offenbarung des Johannes überhaupt nicht an und druckt sie auch in ihren Bibeln nicht ab.

In der oben verlinkten Tabelle ist das die vborletzte Spalte (P=Peschitta, so der Name der syrischen Bibel. Die enthält gleich mehrere Bücher nicht. Vor der Peschitta enthielt die syrische Bibel übrigens nicht die 4 Evangelien, sondern die auf diesen Evangelien beruhende "Harmonie" des Tatian. Teile der orientalischen Kirchen benutzen aber inzwischen auch das gesamte NT.

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Ist dieser Kampf laut Bibel schon passiert oder wird er noch kommen?>

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