Österreichische Menschen sind „gleich wie Ungarischen“?

8 Antworten

Früher gehörten Österreich und Ungarn zusammen, daher findet man sowohl Ungarn in Wien, als auch z.B. Kaffeehäuser im Wiener Stil in Budapest. Ich war sowohl mal in Wien als auch in Budapest.

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich-Ungarn

Osztrák-Magyar Monarchia (1867- 1918)

Allerdings gehörten damals noch viele andere Gebiete zu dieser "Donaumonarchie", unter anderem das heutige Tschechien.

Auch manche Redewendungen gab es in beiden Sprachen:
kézet csokolom = "küss die Hand" (gnädige Frau)

 

Es dürfte aber klar sein, dass kaum jeder 3te Wiener ungarisch spricht. Das ist ja wohl Blödsinn...

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NEIN, andere Kultur, Geschichte, ande Küche, andere Landschaften, volkommen fremde sprachen etc. Das die 100 Jahre gemeinsamme Geschichte haben, das ist so, als wenn man Äpfel und Birnen vergleichen wollte. Beide wachsen auf dem Bäumen, aber reifen anders.

Die wenigsten Wiener sprechen ungarisch!!

Ungarische Zuwanderer sind eher zu vernachlässigen, ein paar tausend vielleicht, die 1956 geflüchtet und anschließend hier geblieben sind. Die aber völlig integriert sind, auch sprachlich.

Und natürlich etliche Handwerker, Bauarbeiter usw, die nach Wien einpendeln. Aber nicht ständig hier wohnen.

Es ist eher so, dass viele Ungarn deutsch sprechen, vor allem im Grenzgebiet zu Österreich. Schließlich fahren viele Ostösterreicher (Wien, NÖ, Burgenland) öfters ins nahe Ungarn, da dort so einiges weitaus billiger ist als in Österreich. Zahnarzt zb, Friseure, Autoreparatur, Essen usw.

Auch gibt's etliche Heilbäder, die gerne von Österreichern besucht werden.


Alle Ungarn die in Österreich arbeiten wohnen in Ungarn...

Kaum ein Österreicher arbeitet in Ungarn und spricht ungarisch. 

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50%? Das ist aber sehr stark übertrieben. Ich bin Ungarin und seit 45 Jahren in Österreich. Es hängt sehr davon ab, wo man sich umschaut. Im Gesundheitswesen sind sehr viele Ärzte und Pfleger, in der Forschung und an den Unis sind die Ungar auch überrepresentiert. Seit der Öffnung kommen immer mehr Kellner, Facharbeiter und Hilfsarbeiter nach Österreich. Die letzten Jahre unter Orban haben die Menschen immer mehr zu Auswanderung getrieben. Ein Teil von ihnen wird wohl wieder nach Ungarn zurückkehren, wenn sie dann ihre Devisenkredite zurückzahlen konnten und diese Regierung verschwindet. Ein Teil bleibt endgültig hier. Das ist normal.

Wir fallen nur deshalb so auf, weil wir ein Leben lang unseren Akzent behalten. Sonst sind wir aber assimilert (in positiven Sinne).

In Wien sind garantiert nicht 50 % der Bewohner Ungarn. Die Ungarn migrieren kaum, denen gefällt es daheim sehr gut. 

Wikipedia weiß es: 

Im Jahr 2016 lebten in Wien 1.840.226 Menschen, davon 704.902 (38,3 %) mit ausländischer Herkunft/Migrationshintergrund (inkl. Eingebürgerte) bzw. 504.197 Menschen (27,4 %) mit ausländischer (also nichtösterreichischer) Staatsangehörigkeit. Die größten Migrantengruppen waren die Menschen serbischer (99.082, 5,4 %), türkischer (76.363, 4,1 %), deutscher (55.361, 3 %), polnischer (51.639, 2,8 %) und bosnisch-herzegowinischer (40.387, 2,2 %) Herkunft.

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