Östereich/Deutschland/Schweiz irgendwann ein großes Deutschland?

22 Antworten

Möglich ... ist alles. Doch es gibt in keiner noch so abgedrehten politischen Gruppe momentan irgendwelche Überlegungen in dieser Richtung.

Österreich hat zudem in seiner Verfassung ein Vereinigungsverbot stehen, d.h. das Land müsste sich soweit ändern, dass zunächst die gültige Verfassung in Frage gestellt wäre.

Die Schweizer widerum waren und sind nicht mal bereit, der EU insgesamt beizutreten - warum sollten sie dann mit Deutschland zusammen gehen wollen? ... zumal die französischsprachigen Kantone sich eher Frankreich anschließen würden.

Tatsächlich etwas ähnliches wie eine politische Union beider Länder wird von einigen Leuten in Deutschland und Frankreich angestrebt / gewünscht, doch auch das sind Pläne und Träume einer sehr kleinen Gruppe von Politikern.

Kurz gesagt ... in den nächsten 100 Jahren (als Hausnummer gemeint) sehe ich das nicht. Wie sich die Welt danach verändert, weiß heute niemand.

In ferner Zukunft vorstellbar wäre eine "dystopische Vereinigung", d.h. dass irgendein Ereignis oder eine Entwicklung zum Zusammenbruch aller staatlicher Ordnung in Europa führt und danach alle Grenzen neu gezogen werden (wenn man dann noch von Grenzen sprechen kann).

Naja theoretisch wäre es schon möglich aber Östereich und vor allem die Schweiz haben beide einen Nationalstolz und nur weil man in allen drei Ländern teilweise Deutsch redet heißt das nicht, dass man auch gut zusammen passt. Gerade politisch gibt es doch auch sehr große Unterschiede....

Nöö - wäre nicht möglich...

Wieso denn auch? Wegen der Sprache?

Bist du denn auch der Ansicht, daß Kanada, Australien und Neuseeland demnächst einen Aufnahmeantrag zum Vereinigten Königreich stellen sollten? Und fast vergessen, die USA sprechen ja auch englisch!

Oder daß Brasilien sich mit Portugal vereinigen möchte? Oder der Rest von Süd- und Mittelamerika mit Spanien?

Alle diese Staaten sind ganz zufrieden, daß sie selbstständig sind - warum sollten Österreicher und Schweizer das anders sehen?

Du vergleichst Äpfel mit Birnen!

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@koehlerliesl

Um was geht es? - Um die Sprache? - Dann ist der Vergleich völlig korrekt!

Oder etwa um die Nationalität?

Dann muß man aber bedenken, daß Österreich bereits seit Napoleon formal nicht mehr zu Deutschland gehörte - keiner gehörte dazu! Es gab Preußen, Bayern, Sachsen, etc. und dann gab es den Norddeutschen Bund, aber letzterer war kein Staat.

Insofern kann man Australien und Kanada, die bis zum WW2 zum Empire gehörten und mehrheitlich von Briten besiedelt wurden, eher britische Nationalität unterstellen als Österreichern die deutsche. Da wäre schon eher zu überlegen, ob Österreich und Ungarn, die bis 1918 ein Staat waren und das schon seit Jahrhunderten, das nicht nochmal probieren wollen?

Vereinigen kann sich, wer immer das will, aber es muß nicht zwingend die (früher) gleiche Nationalität sein (siehe: EU).

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Ja warum nicht?

Die AfD arbeitet daran das Matterhorn "heim ins Reich" zu holen.

https://mobil.stern.de/politik/deutschland/afd-leistet-sich-fauxpas-bei-werbebild--matterhorn-nach-deutschland-verlegt-7580988.html

Alice Weidel lebt nach eigenen Angaben in Überlingen am Bodensee, ist gemäß den Schweizer Behörden aber im 160 km entfernten Biel gemeldet, wo sie auch Steuern zahlt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alice_Weidel

Also es wird daran gearbeiteten aber die Mühlen der Politik mahlen halt langsam.

Das spricht dagegen.

Zitat aus: Die Presse.com: In Österreich ist Deutschsein ein Defizit

„Erstmals zeigt eine Studie der WU Wien, wie viele Deutsche, die in Österreich arbeiten, eine anti-deutsche Grundstimmung wahrnehmen. Sie spüren, dass es für Österreicher wichtig ist, kein „Piefke“ zu sein.

"Rassist bin ich keiner. Ich hab nur was gegen Deutsche." Solche Sätze sind in Österreich salonfähig. Während es bei der Diskreditierung fremder Gruppen stets das Korrektiv der Political Correctness gibt, kann man bei Witzen gegen Deutsche mit Zustimmung rechnen, egal, aus welcher Bildungsschicht die Zuhörer kommen. „Der Aspekt des Anti-Germanismus in Österreich wurde aus der Rassismus- und Migrationsforschung bisher ausgeblendet“, sagt Thomas Köllen, der aus Köln stammt und 2001 nach Wien zog. Seit 2004 ist er in der Diversitätsforschung tätig, am Institut für Gender und Diversity der WU Wien. Auch durch seine persönliche Erfahrung mit Ressentiments war er neugierig, wie Deutsche in Österreich den Alltag erleben. Vor allem den Arbeitsalltag.

„Denn die meisten, die ich befragt habe, sind wegen der Arbeit nach Österreich gekommen. An zweiter Stelle steht die Liebe oder Familie.“ Zudem kann man sich im Arbeitsumfeld selten aussuchen, mit wem man zu tun hat. Im privaten Bereich kann jeder selbst wählen, den Umgang mit antideutschen Gemütern zu meiden.

„Am meisten erfährt man, wenn den Leuten nicht bewusst ist, woher man kommt. Was ich an

Bushaltestellen über Deutsche gehört habe, übertrifft alles, was man mir ins Gesicht sagt, wenn man weiß, dass ich Deutscher bin“, erzählt Köllen. Für seine Studie „Arbeitssituation und Arbeitsklima für Deutsche in Österreich“ befragte er online 600 Deutsche, die in Österreich arbeiten.

Gefunden hat er die Studienteilnehmer über die Social-Media-Plattform Xing: Er kontaktierte Mitglieder der Gruppe „Piefke Connection“, die in fast jedem österreichischen Bundesland monatlich Treffen veranstalten, und die Gruppe „Deutsche in Wien“.

„Die Deutschenfeindlichkeit am Arbeitsplatz ist ein großes Thema, das polarisiert“, sagt Köllen. Viele bestätigten, dass sie einen Druck empfinden, sich rechtfertigen zu müssen, Deutsche zu sein. 46 Prozent stimmten der Aussage (völlig bis eher) zu: „Beim Umgang mit Österreichern habe ich das Gefühl, dass sie mein Verhalten ständig daraufhin interpretieren, dass ich deutsch bin.“ 52 Prozent meinen: „Nach Österreich kommt man nicht als Deutscher, sondern man wird in Österreich erst zum Deutschen gemacht.“ Denn 86 Prozent der Befragten gaben an, der Hauptgrund für negative Erfahrungen sei weder ihr Aussehen noch ihr Bildungsstand noch ihr Geschlecht, sondern die Nationalität – identifiziert z. B. durch die deutsche Aussprache.“

Die Studie auf: http://epub.wu.ac.at/4967

Übrigens in der Schweiz nicht anders!

Gibt es nicht mindestens genauso viele Schwachköpfe in Deutschland, die eine ähnlich dumme Einstellung gegenüber Österreichern haben?

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@Bswss

Nein, die Ösis sind in Deutschland bei weitem besser angesehen als umgekehrt!

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Österreicher sind doch Deutsche, genau wie Bayern, Friesen, Hessen, Sachsen pp.

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