Öl- und Ölfilter wechsel nach 1000KM?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Den ersten Ölwechsel hat man in der Vergangenheit aus dem grunde gemacht un die ersten erhöhten Abriebe und eventuell bei / von der Produktion noch vorhandene Rückstände ( Spanrückstände ) aus den Ölkanälen zu holen.

Das ist zwar heute Hertellerabhängig nicht mehr zwingend erforderlich aber man tut seinem Motor durchaus was gutes. . Eingefahren ist der Motor noch lange nicht.. ich würde sogar Sagen das die Einfahrvorgaben durchaus noch bis 3500 km beizubehalten sind um Richtig einzufahren. das verlängert die lebendsdauer der Maschine durchaus und kann nicht Schaden.

Joachim

Die Hersteller sagen, sorgfältiges Einfahren und Ölwechsel nach 1000 km sind inzwischen nicht mehr nötig. Das stimmt zwar prinizipiell, dass es nicht mehr nötig ist, aber dennoch tut man seinem Motor immer noch Gutes damit und auf Dauer erhöht es die Lebensdauer und auch die Leistung um 2 - 3 PS.

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Hast du für die Aussage für neue Fahrzeuge auch einen Beleg, oder basiert die Aussage nur auf deinen Überlegungen?

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@theCapsicum

Diese Aussage basiert auf dem Wissen, das ich bem Studium Motorentechnik erworben habe und ganz genau weiß, was da im Einzelnen vor sich geht.

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@Hamburger02

Sehr gut, durch das Studium beherrschst du dann ja Quellenarbeit. Also gibt es Belege für deine Hypothese?

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@theCapsicum

Ja, mein Wissen um die Inneren Vorgänge beim Einfahren ist meine wichtigste Primärquelle.

Sorgfältiges Einfahren bei modernen Motoren bedeutet allerdings nicht mehr wie früher absolut "schonendes" Einfahren mit geringer Last und Drehzahl. Richtiges Einfahren bedeutet bei modernen Motoren, diese ganz am Anfang für kurze Zeit stark zu belasten, weil dann durch die entstehende Reibungswärme sich die kristalline Struktur von Zylinderwand und Kolben im Nanobereich günstig verändert. Dazu können z.B. mit dem nagelneuen Motor nach dem Warmfahren drei Belastungszyklen á 15 Minuten gefahren werden, wobei zwischendurch eine kurze Pause von etwa 5 - 10 Minuten eigelegt werden sollte, damit sich die neue kristalline Struktur besser ausbilden kann und bei jedem Belastungszyklus steigert man die Belastung von 60% über 80 % auf 100% . Das macht man also am besten auf der Autobahn, wenn nicht viel los ist, wobei der letzte Zyklus annähernd Vollgas und Höchstgeschwindigkeit bedeutet. Bei den beiden vorherigen Zyklen sollte man immer wieder abbremsen und im 4. oder 5. Gang mit rund 4/5 Gaspedal wieder neu beschleunigen, wodurch die Kolbenringe stark an die Zylinderwände gepresst werden.

Dieses Verfahren führt zwar zuerst mal tatsächlich zu einem etwas höheren Verschleiß, weshalb auch das Öl und der Filter besser nach 1000 km gewechselt werden sollten, und danach kann man dann auch schonender weiter einfahren, aber die Veränderung in der Kristallstruktur der Oberflächen durch die hohe Belastung führt letztlich zu einer besseren Abdichtung zwischen Kolbenringen und Zylinderwand, wodurch auf lange Sicht die Lebensdauer und die Leistung erhöht werden.

Das können mehrer Institute bzw. auch Rennställe, die entsprechende Versuche gemacht haben, durchaus bestätigen. Recherchieren musst du aber schon selber.

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@theCapsicum

Das mit den mehr PS kann durchaus sein. Beim Dauertest vom Mercedes C180 W204 hatte dieser nach über 300.000km mehr PS als wo er neu war.

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@Halunke535i

Meistens geht man so grob über den Daumen davon aus, dass ein gut gefahrener Motor so bei etwa 60.000 bis 100.000 km sein Leistungsmaximum hat.

Wenn er aber bei 300.000 km immer noch mehr halt als als neuer Motor, ist das ein Zeichen dafür, dass er noch sehr lange leben wird.

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@Hamburger02

Joa, vor knapp 2 Jahren befand er sich noch im Dauertest und hatte 400.000km gelaufen also dürfte er heute bei knapp 500.000km sein da kein Abbruch des Tests in näherer Zeit angekündigt wurde.

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@Halunke535i

Die Benz 4-Zylinder Ottomotoren sind berühmt für ihre Langlebigkeit. Habe selber den Vorgängermotor M111 in meinem C180 W202. Und die Steuerkette macht auch keine Probleme. Die muss nur alle 500.000 km gewechselt werden. Da haben manche Zahnriemler schon 8 Wechsel mit rund 500,- pro Wechsel oder mehr hinter sich.

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@Hamburger02

Ja der M111 ist Sahne was die Haltbarkeit angeht, mein Kumpel hat mit dem 300.000km in 17 Jahren gemacht und einfach mal nicht einmal den Motor angefasst, nichtmal die Zündkerzen oder den Kraftstoff Filter getauscht. In dem Dauertest W204 musste leider nach 400.000km die Steuerkette erneuert werden. Frage mich nur ob das teurer war als 4 Zahnriemenwechsel. Ich habe den OM611 im W203, die Steuerkette lässt sich nach 360.000km auch nichts anmerken, ist zum Glück noch eine Duplex Kette. Schade dass Mercedes mittlerweile diese nur noch ab den 6-Zylinder Motoren verbaut.

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@Hamburger02

Und dann erzählen die Leute Mercedes sei teuer im Service. VW fordert für ein Zahnriemenwechsel am Golf über 500€ nach ca. 150.000km. Dann fahre ich lieber 400.000km im Benz und wechsle die Kette einmalig für 700€ welche dann vielleicht bis 800.000km noch drin bleibt xD

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@Halunke535i

Ich bin schon viele Autos gefahren. Aber so günstig und gleichzeitig gediegen, zuverlässig und komfortabel wie bei meinem jetztigen W202 Kombi war ich noch nie unterwegs. Da musste ich bislang nur die Gasfedern für die Heckklappe austauschen (10,- das Stück im Internet, 1/4 h Arbeitszeit) und einmal den Luftmassenmesser mit Bremsenreiniger reinigen (1 h).

Davor hatte ich einen fast neuen Renault Espace mit allem, was es so an elektronischen Spielereien und Zubehör gibt. Nennt sich Vollausstattung, was aber wirklich voll war, waren die Rechnungen für den Unterhalt. Wassergekühlte Lichtmaschine austauschen: 1700,-. Birne Xenonscheinwerfer durchgebrannt: 270,-, da das Zündgerät mitgetauscht werden musste. Motor dauernd in Notlauf geschaltet: 1,5 Jahre vergebliche Fehlersuche. Dann Wackelkontakt in einem Kühlwassersensor entdeckt. Ein Computer auf Rädern kommt mir nicht mehr her.

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Hat man früher so gemacht; ist bei den heutigen Motoren nicht mehr nötig, schadet aber gewiss nicht.

Aber dann auch richtig: Keinesfalls absaugen sondern schön bis auf den letzten Tropfen ablaufen lassen.

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Hat man früher so gemacht; ist bei den heutigen Motoren nicht mehr nötig, schadet aber gewiss nicht.

Ja die Information habe ich nun auch von meinen KFZ Meister bekommen, reicht anscheinend mitlerweile bis zur ersten Inspektion.

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