ökosystem see sauerstoff

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3 Antworten

ein see kann "kippen", wenn zu viel nahrung in ein sytem gelangt. wenn das geschieht, setzt eine rasche vermehrung von kleinstlebewesen ein, die auf die nahrung und sauerstoff angwiesen (aerob) sind. wenn der see dann nicht ausreichend mit sauerstoff versorgt wird, "kippt" er, dh lebensfeidlich. nur anaerobe bakterien können in einem solchen habitat (lebensraum) überleben. es gibt aber auch ander einflüsse, die den zum kippen bringen.

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Wenn in den See zu viele Nährstoffe gelangen, z. B. durch Dünger, der von Feldern reingespült wird, oder durch Leute, die Brot reinwerfen um Enten zu füttern, wachsen die Algen durch den Nährstoffüberschuss viel zu schnell. Wenn die Algen dann absterben sinken sie auf den Grund, wo sie abgebaut werden. Dabei wird sämtlicher Sauerstoff aus dem Wasser verbraucht, der See 'kippt um', also alle Tiere darin sterben.

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Sauerstoffmangel am Grunde eines Sees entsteht unter zwei Voraussetzungen:

Erstens in einer Stagnationsphase, vor allem während des Sommers. Denn da Wasser mit 4 Grad Celsius die größte Dichte hat, bleibt es am Grunde liegen, darüber liegt eine Deckschicht von warmem und damit leichtem Wasser, das verhindert eine Wasserzirkulation und damit einen Austausch mit sauerstoffreichem Oberflächenwasser, wie es z.B. im Frühjahr möglich war, als das ganze Seewasser etwa die gleiche Temperatur hatte. Im Sommer muss also der im tiefen Wasser gelöste Sauerstoff ausreichen für den Abbau von abgestorbenem Material durch Bakterien und andere Reduzenten.

Zweitens durch die Menge an abgestorbenem Material, die vor allem in der Decksicht entsteht und auf den Boden des Gewässers fällt. In einem See, in den durch Verunreinigungen z.B. Düngesalze von den umliegenden Feldern gelangen und andere organische Abfälle einfließen, werden die Pflanzen in der sonnendurchleuchteten Deckschicht gedüngt und wachsen stark heran, davon können sich auch viele Tiere ernähren, es entsteht insgesamt sehr viel totes und abgestorbenes organisches Material, das zu Boden sinkt und dort von den Bakterien unter Sauerstoffverbrauch abgebaut wird. In der Deckschicht ist genügend Sauerstoff zum Leben der Tiere, in der Tiefe reicht er nach einiger Zeit nicht mehr aus. Der See geht von einem eutrophen in einen polytrophen Zustand über, da die Bakterien, die Sauerstoff verbrauchen, ihre Tätigkeit einstellen müssen und anaerobe Bakterien zu arbeiten beginnen, dabei entstehen giftige, übelriechende Gase unter Faulschlammbildung.

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