Ist eine "Öffentliche" Hochzeit, mit hupen, lauter Musik usw an Karfreitag erlaubt?

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12 Antworten

Du beschwerst dich über Handlungen von fremden Personen. Bist dir aber selber nicht mal im Klaren was gesetzlich erlaubt oder gestattet ist.

Schon mal selber ins Feiertagsgesetz, bei dir glaube das von NRW, geschaut? https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=1&ugl_nr=113&bes_id=3367

Der Rest der Verstöße dürfte wohl in den Bereich StVO fallen.

Sicher kann man sich darüber aufregen. Aber das war eine Hochzeit, das kommt ja nicht alle Tage vor. Wenn es keine schwerwiegenden Verstöße sind kann man, auch die Polizei, hier schon mal den Ermessensspielraum ausreizen. Bei dem nur auf christliche Feiertage ausgerichtetem Feiertagsgesetz muss man sich sowieso fragen ob das zeitgemäß ist.

Was meinst du warum ich hier gefragt habe? Wäre ich mir über die Gesetze im klaren, hätte ich nicht fragen müssen -.-*

Aber lt. dem Link haben sie ganz klar dagegen verstoßen: 

alle nicht öffentlichen unterhaltenden Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen bis zum nächsten Tag 6 Uhr

Ich hätte mich übrigens auch an jedem anderen Tag über den Lärm aufgeregt! Mal hupend durch eine Straße zu fahren ist ok, aber NICHT über eine Stunde Hupend, teilweise in zweiter Reihe parkend, mit lauter Musik, Trommeln, und am ende noch Nachbarn beleidigen >.<

Übrigens scheinst du das Feiertagsgesetz selbst nicht gelesen zu haben, denn dort sind auch Jüdische Feiertage vertreten! 

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Toleranz Leute!!!

Ich kann Deine Aufregung verstehen, falls Du tatsächlich ein so strenger Christ bist, dass Dir der Karfreitag so hochheilig ist, dass Du rund um die Uhr um Christus trauerst, stundenlang schwarz gekleidet in der Kirche am Grab Wache hältst, keine Musik hörst, im Fernsehen weder Komödien noch Action schaust, keinesfalls Fleisch ist, keinen Alkohol trinkst etc. pp.

Falls Du Dich aber nur darüber aufregst, dass Lärm war und die Straße blockiert war, und Du Dich an jedem anderen Tag genau so aufgeregt hättest, kann ich nur sagen: Etwas Toleranz bitte.

Versuch doch mal, Dich in die andere Seite hineinzudenken:

Höchstwahrscheinlich war es kein christliches Paar - oder kein besonders religiöses. Und höchstwahrscheinlich hat sie niemand darauf hingewiesen, dass sie ihre Hochzeit auf einen stillen Feiertag gelegt haben. (Ein ähnliches Problem hatte hier ein anderer User mit seiner 18. Geburtstagsfeier.) Was also tun, wenn alles schon organisiert, Restaurant reserviert, Essen bestellt, Hotelzimmer gebucht etc.? Man kann das kaum abblasen. Schon gar nicht kurzfristig. Man muss dann gezwungenermaßen am Karfreitag feiern, wenn man es nicht rechtzeitig bemerkt.

Und was die blockierte Straße betrifft: Auf der Hochzeit von Bekannten, in einem kleinen Ort, gab es zum Parken an der Kirche nur die einspurige Durchgangsstraße (für zwei Fahrtrichtungen) + Gehweg. Der Gehweg war natürlich mit ca. 20 Autos zugeparkt und der Durchgangsverkehr hatte so seine Probleme damit, die freie Fahrspur abwechselnd zu benutzen. Als wir nach der Messe zum Gruppenfoto kamen, stand die Polizei schon bereit zum Aufschreiben (oder Abschleppen lassen?). Was waren wir froh, dass sie Mitgefühl hatte und Gnade vor Recht walten ließ. Das wäre keine schöne Hochzeit, wenn jeder Gast Strafe zahlen müsste oder sein Auto bei der Verwahrstelle abholen muss.

Das kommt auf deinen Wohnort an. 

In den Katholischen Wohnorten wie Bayern und co. ist es ein absolutes NoGo und wird auch strafrechtlich geahndet.

Die Evangelischen sehen es nicht ganz so streng. Hier wird es auch strafrechtlich etwas lockerer gehandhabt.

Nichtsdesdo trotz würd ich eine Heirat nie auf Karfreitag legen. Selbst als Atheist nicht. 

Aber ein anderes Beispiel was warscheinlich Unwarscheilich währ. Was passiert, wenn das Muslimische Zuckerfest und das Christliche Osterfest zusammenfallen??

Die Evangelischen sehen es nicht ganz so streng. Hier wird es auch strafrechtlich etwas lockerer gehandhabt.

Karfreitag ist der höchste protestantische Feiertag.

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@kim294

Naja, wo gibt es da noch Kirchgänger, denen das Kreuz von Golgatha noch wichtig ist? Meist nur dann, wenn es Gründe gibt, die einem persönlich ärgern. .g

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NRW

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Was passiert, wenn das Muslimische Zuckerfest und das Christliche Osterfest zusammenfallen??

Da gilt wohl der schöne alte Satz: "Cuius Regio, Eius Religio" und Ostern hat dank deutscher Gesetze somit Vorrang. :)

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Da deinem Nachbarn gegenüber der Nazijoker gezogen wurde geh ich stark davon aus das es keine deutsche Hochzeitsgesellschaft war. Allein schon da niemand an so einem Tag eine Trauung oder Eheschließung durchführt.

Das Strafrechtlich zu verfolgen würde nur im Sand verlaufen :/ . kann deinen ärger verstehen da ich finde das unsere Regierung in gewissen Situationen übertollerant ist, gerade was unsere Feiertage angeht.

Stimmt, war es nicht, wobei ich das völlig irrelevant finde. Bei sowas sollte im Strafrecht keinen Unterschied gemacht werden! 

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Frage: Ist so etwas überhaupt erlaubt? Karfreitag ist doch ein stiller
Feiertag, Tanz- Musik- und Veranstaltungsverbot überall, und dann sowas?

Das gilt nur für öffentliche Veranstaltungen. Die Hochzeit wird eine geschlossene Privatveranstaltung gewesen sein.

Aber trotztdem stimme ich dir grundsätzlich zu: Die Huperei gerade an dem Tag auf der Straße ist nicht OK.

Ich habe gelesen, das Karfreitags selbst bei Privaten Partys Bußgelder erhoben werden KÖNNEN

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Die kriegen sowieso ein Bußgeldbescheid. Was die machen ist eine Ordnungswidrigkeit.

Die müssen Lärm vermeiden, wenn es nicht nötig ist.

Ich denke nicht, dass ein Standesamt an Karfreitag offen hatte und Kirchen erst recht nicht, also wars kein wirklicher "echter" Hochzeitstermin. Sie haben nur gefeiert, weil alle Beteiligten frei haben.

Und nein, Hochzeitsfeier ist kein Grund zur Übertretung des "stillen" Feiertages. Da haben die Gäste und auch das Brautpaar Pech.


War eine Muslimische Hochzeit, also keine "Kirche" nötig, und Standesamt und "Kirche" wird ja oft an verschiedenen Tagen gemacht. 

Wobei dann auch wieder interessant wäre, ob ein Imam nach deutschem Gesetz an Karfreitag Trauungen durchführen darf.

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@Deamonia

Da das Tun und Lassen des Imams in D ohnehin keine rechtsverbindliche Wirkung hat, wird es der Staat auch nicht verbieten. 
Du könntest ebenso gut in einem Wald, umzingelt von 3 Eichhörnchen und 2 Bibern, einen Druiden anstiften, dich zu verheiraten. Es zählt ebenfalls nicht, es gilt Ziviltrauung und sonst nix.

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@Ranzino

Naja, meine Frage war in dem Fall nicht auf die Wirksamkeit der Trauung, sondern auf die Erlaubnis der Durchführung einer öffentlichen Zeremonie gerichtet. 

Die Feiern finden ja meist (zumindest zum Teil) in Moscheen statt, was dann ja wieder öffentlich wäre. 

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@Deamonia

Gilt als Privatveranstaltung.

Genaugenommen kann es der Staat auch der Kirche nicht verbieten, an Karfreitag Hochzeiten abzuhalten...solange sie kein Getöse dabei machen. Krach ist verboten, nicht die Zeremonie an sich ;)

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@Ranzino

Die Zeremonie an sich war mir ja auch schnurzegal, nur der Krach hat genervt, von daher sind wir uns ja einig ;) 

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Das sind wenig tolerante Mitbürger mit Migrationshintergrund!

Interessant, wo du deine Information hernimmst, dass es sich um Menschen mit Migrationshintergrund handelt, zumal das doch völlig unrelevant ist.

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@kindgottes92

Die Info entnimmt er aus dem Text da ein Nachbar als Rassist bezeichnet wurde.

Und unrelevant ist es nicht da integrierte Mitbürger an so einem Tag aus Respekt schon nicht Heiraten würden, allein schon das an diesem Tag weder eine Kirche noche in Standesamt eine Trauung/Eheschließung vollziehen würde.

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@Owntown

Ich denke mal, dass die eigentliche Standesamtsache vorher war und nun nur am Karfreitag heftig gefeiert wurde. 

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Ich habe den Eindruck, dass die Polizei mal wieder nicht wusste, was sie machen sollte.

Das ist Karfreitag genauso verboten, wie an allen anderen Tagen, und dürfte Bussgelder nach sich ziehen.

Mir persönlich wäre das egal - Bei mir sind den ganzen Tag viele, sehr viel Kinder vor dem Haus, die sich beschäftigen. Leise ist das auch nicht gerade, aber mir macht das auch nichts aus. Was mich stört ist die Dreistigkeit der Polizei gegenüber - aber da sind wohl unsere Gesetzgeber gefragt. Als Christ erinnere ich mich nicht nur einmal im Jahr an den Tod des Herrn. Schließlich litt und starb Er für meine Sünden.

1.Petrus 3,18 Denn es hat ja Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleische, aber lebendig gemacht nach dem Geiste,

lg

Gegen spielende Kinder hätte ich auch nichts gehabt, auch nichts gegen eine leise Hochzeit, aber das Spektakel hat insgesamt weit über eine Stunde gedauert, mit hupen, trommeln, rumschreien, Nachbarn beleidigen...

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Karfreitag heiraten ist aber praktisch.

Da lässt sich der Hochzeitstag gut merken....

Jedes Jahr an einem anderen Freitag oder wie? ;)

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