oder hab ich borreliose?

10 Antworten

Borreliose ist wirklich schwer feststellbar, aber die Symtome passen. Ich würde wirklich mal mehrere Ärzte probieren, beim Gesundheitsamt nachfragen ( die haben medizinisch allgemein aufgestellte Experten ) und mal durch verschiedene Suchvorgaben Informationen erfragen (Google ). Borreliose in Kombination mit Ärzte, Symtome Behandlungsmöglichkeiten usw. könnten da durchaus einen Erfolg bringen. Ist einen Versuch wert.

Die beschriebenen Symptome können auf eine Borreliose zutreffen - können aber auch andere Ursachen haben. Dein Hausarzt sollte in jedem Fall mal eine Untersuchtung auf Borrelienantikörper vornehmen.

Der Test ist ein sogenannter Elisa/Westernblotttest, den jedes Labor durchführen kann. Das kann Dein Hausarzt in Auftrag geben - dazu braucht er Dir nur etwas Blut abnehmen. Dieser Test wird bei Verdacht auf B. (der bei Dir auf jeden Fall gegeben ist) auch von den Kassen bezahlt.

Beim Elisa/Westernblottest wird Dein Blut auf Antikörper gegen Borrelien untersucht, die Du bei Deinen Sysmtomen im Falle einer Borreliose mit Sicherheit in nachweisbarer Mange haben müsstest.

Falls er nicht eindeutig negativ ausfällt oder danach immer noch Zweifel bestehen, könntest Du auch einen LTT-Test in Auftrag geben. Auch das geht über Deinen Hausarzt. Beim "Lymphozyten-Transformationstest" werden die Lymphozyten aus Deinem Blut mit Borrelien zusammengebracht und man prüft, wie schnell sie sich sich vermehren. Falls Du Borreliose hast, sind Deine L. bereits in Gefechtsbereitschaft und es kommt dann zu einer raschen Vermehrung der Lymphozyten. Man stellt also fest, ob Dein Immunsystem schon auf Borrelien scharfgemacht ist. Dieser Test ist in seiner Ausagekraft präziser - wird aber von den Kassen nicht übernommen. Dein Hausarzt kann den Dir als IGEL-Leistung anbieten (kostet so um die 150 € wenn ich mich recht entsinne). Es gibt da einige wenige spezialisierte Labors dafür (das Institut für Medizinische Diagnostik Berlin-Potsdam in Berlin Steglitz und das MVZ in Ettlingen).

Sollte die Borreliendiagnose positiv oder grenzwertig positiv ausfallen, laß Dir von Deinem Arzt über einen längeren Zeitraum ein wirksames orales Antibiotikum (z.B. 200-400mg Doxycyclin/Tag) verschreiben (und nicht nur die üblichen 3 Wochen!!!). Die Infusionstherapie mit Rocephin halte ich aus eigener Erfahrung für weniger sinnvoll.

Gute Besserung!

Hallo! Natürlich kann dir hier keiner eine Diagnose stellen, aber das ist ja auch nicht Deine Erwartungshaltung. In deinem Fall begiebt sich jeder Arzt auf eine Gradwanderung. Sehr, sehr oft sind Symptome wie Du sie beschreibst tatsächlich Stress-assoziiert/ psychisch. Das heißt aber nicht, dass sie eingebildet sind, sondern wie der Mediziner sagt sie sind psychosomatisch. Gleichzeitig gibt es natürlich Krankheitsbilder die eine andere Ursache oder gemischte Anteile haben und das sollte einmal abgeklärt werden. So wie Du die Schmerzen in den Beinen beschreibst bist Du beim Rheumatologen richtig aufgehoben (neurale Schmerzen sind brennend bis stechen, muskuläre Schmerzen fühlen sich häufig nach Muskelkater an). Er kann über eine gute Anamnese/ Untersuchung sowie Blutabnahme die in deinem Fall relevanten Erkrankungen feststellen/ ausschließen. Nach einer typischen Borreliose klingt das bei Dir nicht. Im Blut kann tatsächlich festgestellt werden ob ein Erregerkontakt stattgefunden hat- aber nicht ob das nun jetzt akut oder veraltet ist.. Die seltene Form der neuroborelliose kann über die Liquorpunktion festgestellt werden. Meines Erachtens wäre das hier eine Überdiagnostik für die man kaum Anhaltspunkte hat. Gab es denn mal einen Zeckenbiss? Die Liquorpunktion hat darüber hinaus eine immens hohe Fehlerrate. Falls Du zuviel mit dir machen lässt, warte falls möglich auch etwas ab. Nach einfachen Infekten (auch wenn man sie kaum gemerkt hat) kann es ähnliche Symptome geben, die aber nur vorrübergehend sind. Aber auch diese können ganz schön lange andauern und nervig sein. Falls Du das Gefühl haben solltest dass auch seelische Probleme eine Rolle spielen wäre dein Hausarzt, ansonsten ein Neurologe oder Psychiater (für die ersten Vorstellungen, später oft eher auch Psychologe) deine erster Ansprechpartner. Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen! Liebe Grüße, keksschachtel

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