Ist Obst oder Joghurt zum Frühstück gesünder?

7 Antworten

So etwas wie das einzig wahre "gesunde" Frühstück gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders, mit einem anders funktionierenden Verdauungssystem, Stoffwechsel und Rhythmus. Was nun die "besseren" Lebensmittel sind, kann dir also letztendlich niemand von außen beantworten, sondern du musst selbst für dich herausfinden, was dir gut tut und was nicht.

Arten, zu frühstücken, gibt es viele. Manche Menschen haben morgens einen trägen Magen und können gar nichts essen oder maximal einen Kaffee zu sich nehmen. Für andere ist Frühstück die Hauptmahlzeit des Tages und da muss es üppig und deftig sein, mit Eiern, Bacon, Käse, Würstchen, Brötchen und Butter. Einige Menschen bekommen morgens von Brot und Backwaren Sodbrennen und mögen entsprechend lieber Joghurt mit Obst. Wieder andere können morgens keine großen Mengen Proteine verdauuen und fahren entsprechend am besten mit süßen und kohlenhydrathaltigen Backwaren (Rosinenschnecken, Schokocroissants, Butterhörnchen, etc.). Keine Variante davon ist gegenüber einer anderen besser oder schlechter, sondern es sind unterschiedliche Alternativen, die jeweils zu unterschiedlichen Personengruppen besser oder weniger gut passen.

Vielleicht noch kurz zu der Sache mit dem Fruchtzucker: In der Tat ist es so, dass die allermeisten Menschen nur begrenzte Mengen Fruchtzucker pro Mahlzeit beziehungsweise pro Tag vertragen. Das liegt daran, dass wir keinen wirklich geeigneten Mechanismus in unserem Körper haben, um diesen komplett zu verstoffwechseln. Die genauen Mengen sind hier aber individuell unterschiedlich. Wenn man Blähungen oder Durchfall bekommt, dann ist das ein Zeichen dafür, dass man es mit dem Obst übertrieben hat. Wichtiger als die absolute Fruchtzuckermenge ist jedoch das Verhältnis zwischen Fruchtzucker und Traubenzucker, denn Traubenzucker hilft bei der Verdauung von Fruchtzucker. Besonders Äpfel, Birnen und Mangos haben einen sehr hohen Fruchtzuckeranteil, während Bananen einen eher geringen Fruchtzuckeranteil haben. Falls man also weiß, dass man da eher empfindlich ist, aber dennoch gerne Äpfel essen mag, kann man auch einfach ein wenig Traubenzucker (kann man im Supermarkt günstig in Pappschachteln kaufen) unter den Joghurt mischen, den Apfel reinschneiden und dann sollte man das problemlos genießen können. Bei dem Joghurt würde ich übrigens nicht die fettarme Variante empfehlen, sondern Vollmilchjoghurt (mit 3,5 bis 3,8 Prozent Fett) oder Sahnejoghurt (10 Prozent Fett) wählen. Das schmeckt einfach vollmundiger und hält länger satt. Aber letztendlich ist auch das eine Frage des persönlichen Geschmacks und der individuellen Verträglichkeit.

Nimm einfach einen Naturjoghurt und mache da etwas Frucht und vielleicht noch einen Eßlöffel Haferflocken und wegen den essentiellen Fettsäuren noch 5 Nüsschen hinein. Dann hast du ein ausgewogenes und gesundes Frühstück. (Es gibt übrigens Studien, die besagen, dass Leute die genug essentielle Fettsäuren essen, besser abnehmen als andere). Die in unserer Gesellschaft beinah krankhafte Angst vor Fett ist maßlos überzogen, bzw. wird nicht differenziert betrachtet.

Die Abwechslung macht's. Mal im Müsli einen Apfel, mal eine Banane oder Joghurt - und wenn man großen Hunger hat auch mal alles gleichzeitig :)

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