Obrigkeitliche Einführung der Reformation (Martin Luther)?

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3 Antworten

Obrigkeiten sind die Regierungen.

Die Obrigkeit war damals der Landesfürst, oder es war in einer Freien Reichsstadt der Rat der Stadt.

Die Fürsten, die der Reformation anhingen, ebenso die Städte, haben die Reformation in ihrem Territorium eingeführt, oder aber deren Einführung begünstigt oder wenigstens nicht behindert.

Sehr oft wurde die Reformation aber auf Grund der Predigt eingeführt: Ein Pastor predigte die neue Lehre, er und die ganze Gemeinde wurden evangelisch, und der Landesfürst(der Stadtrat) wurde das aus, und damit war das Fürstentum (oder die Stadt) eben offiziell evangelisch.

Wenn der Landesherr (Fürst) gleichzeitig der Bischof der Kirche wird (um die Reformation damit zu schützen), spricht man vom "Landesherrlichen Kirchenregiment".

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Kommentar von karlklavier
02.10.2011, 12:39

Was Sonnenschnauz geschrieben hat, ist komplett zutreffend. Ein paar Zeilen ergänzend.

Für uns heute lebenden ist es schwer nachvollziehbar, dass ein Fürst oder der Rat einer Stadt beschließen kann, was der Einzelne zu glauben hat.

Das war damals aber die Normalität. Die Rechtfertigung dafür lässt sich nur auf dem Hintergrund verstehen, dass (zunächst) niemand einen neuen Glauben einführen wollte, sondern alle überzeugt waren, den gemeinsamen christlichen Glauben von Fehlentwicklungen zu reinigen.

Luther sah die Lösung, die Kirchenleitung in die Hände der politischen Führung zu legen, eigentlich nur als Übergangslösung, weil einfach weit und breit keine Leute zu finden waren, die als "Bischöfe" im reformatorischen Sinn geeignet waren oder die notwendige Durchsetzungsmacht hatten. Luthers "Übergangsregelung" wurde aber schnell zur Dauerregelung. Denn die Kirchleitung zu haben, bedeutete natürlich Machtzuwachs - und was die Fürsten an Macht einmal in der Hand hatten, ließen sie freiwillig so schnell nicht los. So endete das landesherrliche Kirchenregiment erst Jahrhunderte später mit der Abdankung des letzten deutschen Kaisers.

Die historischen Motive, warum im 16. Jh. die Landesfürsten die Reformation einführten, waren durchaus gemischt: Während für Luthers Fürst (Friedrich der Weise) mit gutem Grund angenommen werden kann, dass es aus Glauben und Überzeugung geschah, so mögen bei vielen anderen auch machtpolitische Erwägungen den Ausschlag gegeben haben (... endlich ein schöner Grund, um die ungeliebte Bevormundung durch den -katholischen- Kaiser abzuschütteln ...).

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Stichwort : Staatsreligion

Das Volk MUßTE den Glauben des jeweiligen Landesfürsten annehmen .,.

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Weil martin luther im jahr 1517 zum ersten mal die bibel ins deutsche übersetzt hat. Sternchen bitte ;)

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Kommentar von MangoPrinzessin
02.10.2011, 10:39

Sry, aber das verstehe ich jetzt nicht so ganz... :/ Er hat 1517 die Bibel ins deutsche übersetzt und deshalb sprechen wir heute von der origkeitlichen Einführung in die Reform.?? Was ist denn die obrigkeitll. EInführung und was sind da die Zusammenhänge??

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Kommentar von ich763
02.10.2011, 19:11

Der Kandidat hat 0 Punkte Zum einen ist das nicht die richtige Antwort. ----> oben zum anderen ist die Antwort inhaltlich falsch.

M.L. hat erstmalig die ganze Bibel in die teutsche Schprache üversetzet. Zuvor gab es schon viele Übersetzungen von Teilen der Bibel, auch der Evangelien, in verschiedene Sprachen - darunter auch deutsch. So hat z.B. Franzesco Bernadone Probleme mit seinem Bischof bekommen, weil er das NT in der Landessprache mit sich führte. Die Waldenser hatten Übersetzungen der Evangelien. Karl d. Große und zuvor Bonifatius brachten Evangelienbücher in der Sprache des Volkes nach Deutschland. Die Verbreitung war halt problematisch, der gute Hannes Gensfleisch aus Meenz hat halt noch nicht den Druck mit beweglichen Lettern erfunden. Das kam ein bischen später.

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