Objektiv existende absolute Wahrheit?

5 Antworten

Es geht darum, dass er davon ausgeht, dass es eine Wahrheit gibt, dei alles erklärt und alles als richtig oder falsch bezeichnen kann. Scheint offensichtlich, da die Naturwissenschaften so etwas in gewisser Weise glauben oder zumindestens die Alltagswahrnehmung von ihnen so ist. Die Frage ist in der Philosophie aber nicht eindeutig und es gibt eine eigene Richtung,d ie sich damit beschäftigt welche Bedingungen Wahrheit haben muss, ob es sie überhaupt gibt und ob wir sie überhaupt erkennen können. Ist eine Unterdisziplin der Erkenntnistheorie.

Nur, weil man etwas (noch) nicht sehen kann, muss es nicht "besonders" sein.

Die Wahrhit steht für sich, doch ist sie nicht so einfach erkennbar; etwa, wie wenn sie von Nebel verhüllt wäre. Man muss es hat schaffen, diese Nebelwand zu durchdringen; das können nur besondere, gewisse Menschen. So ist eigentlich nicht die absolute Wahrheit das Besondere, sondern diejenigen, die sie erkennen.

Immer schon gab es solche Menschen, die von dieser Wahrheit gesprochen haben, sie mussten in Vergleichen (Gleichnissen) sprechen, denn die Wahrheit kann ein Mensch nicht so einfach verstehen, solange er sie nicht selbst erkannt hat.

Es ist so ähnlich, wie für Küken, die sich noch in ihrer Eierschale aufhalten; sie hören die Geräusche vom Bauernhof und spüren es, wenn die Henne das Ei bewegt, sie nehmen den Temperaturunterschied wahr, wenn die Henne sie verlässt und wenn sie kommt und weiterbrütet. Sie machen sich darauf ihren eigenen Reim und der kann ja nur von ihren eigenen vergangenen Erfahrungen ausgehen. Erst, wenn die Schale bricht und sie sich von ihr befreit haben, können sie die Welt so sehen, wie sie (wirklich) ist, sie legen ihr bisherigs Weltbild ab.

Interessant ist, wenn man negiert , daß es eine objektiv existente absolute Wahrheit gibt - der Satz "Es gibt keine objektiv existente absolute Wahrheit." ist , wenn er wahr ist, dann nämlich auch keine ... (-- Epimenides,Lügnerparadoxon) Das zeigt , daß man die Nichtexistenz einer objektiv existienten absoluten Wahrheit nicht postulieren / formulieren kann ,ohne rekursiv in einen Widerspruch zu geraten - ob es eine objektiv existente absolute Wahrheit gibt, kann man also nicht mit Sicherheit ausschließen, was unsere Schnittstelle mit ihr indirekt beleuchtet, da unentscheidbare Aussagen wesentlich mit unserem Werkzeug sie zu formulieren zu tun haben : der Sprache . Kurt Gödel erbrachte den Beweis, daß solche Aussagen auf allen Ebenen der Mathematik zu finden (Platonisten) bzw. zu konstruieren (Konstruktivisten) sind. (--Gödels Unvollständigkeitssätze), während Physiker (hypothetische Realisten;-) sich mit raffiniert konstruierten abstrakten Modellen (mit modernster Mathematik) an einer anscheinend doch davon unabhängig existierenden objektiven Wahrheit im experimentellen Dialog bemühen --- die objektiv existente absolute Wahrheit wohnt offensichtlich nicht im "wie" der Dinge , sondern im "daß"... Da wir um sie zu beschreiben auf die Sprache angewiesen sind hier noch eine kleine Schleife: "Würdest Du diese Frage mit "nein"beantworten ?"

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