Oberflächigkeit?

12 Antworten

Ich weiß nicht wie man es am besten erklären kann: Heute Leben wir moderner in Städten mit Fernseher und bekommen Ideale vorgeschrieben und auch die Mode bestimmt mit. Dabei ist der Charakter eines Menschen überhaupt nicht an seinen Äußeren festzulegen. Viel eher hat man das Gefühl, man müsse etwas mit Schminke vertuschen, oder durch andere Äußerlichkeiten. Als die Menschen noch einfacher lebten, unterschieden sich vorallem zwei Stile Äußerlichkeiten. Zu einem gab es zwar den Adel, der sich wie in der Moderne versuchte abzuheben. Und es gab die einfache Bauernbevölkerung, zu denen verglichen mit der Moderne, kaum noch jemand zugehören wolle. Jetzt müsst ihr euch vorstellen, dass der gut aussehende Adel mit dem Fluch zu kämpfen hatte geblendet zu werden. So heiratete eine reiche Prinzessin den reichen Prinzen, weil er adlig war, egal welcher Charakter sich gegenüber der Bevölkerung herausstellte. Der Adel nahm sich damals wie heute schon heraus, etwas besseres als die Bevölkerung zu sein, nämlich adelig. Darum denke ich, dass es heute kaum unterschiedlich ist und eine modebewusste Person, die sich tadelt, um sich hervorzuheben, weil er glaubt etwas vertuschen zu müssen, weniger von wahrer Schönheit versteht. Doch man kommt tatsächlich (in Städten) beruflich weiter, wenn man modebewusstsein entwickelt und sich anpasst, weshalb wir nunmal stark geblendet werden, da wir nicht wissen, worauf wir achten müssen. Ich denke, wenn es um das Aussehen des Partners oder der Freunde geht, vernachlässigt man die Partnerschaft, oder die Freundschaft, die zu dieser Person tatsächlich existiert. Der Mensch kann im Prinzip nicht anders, als seinen Augen glauben zu schenken und das führt auf Täuschungen, sowie Illusionen zurück, so wie bei einem Fernseher. Schließlich entsteht ein Film aus einzelnen Bildsequenzen und eine Begnung aus einzelnen Momenten. Aber wir bewerten am Ende den Film den wir gesehen haben, nicht die einzelnen Bildfrequenzen, so wie wir bloß die Begegnung bewerten können, weil wir zu dumm und verblendet sind, die Momente festzuhalten. Alleine, die Menschen die sich mit Schönheit beschäftigen, beweisen für mich die Mehrzahl der Leichtgläubigen. Als wenn es nichts wichtigeres mehr geben könnte... :( wie Aufopferungsbereitschaft, menschenumfassende Brüderlichkeit oder Hingabe zum einfachen Dasein. Das Erkennen innerer Werte folgt nach dem Kennenlernen, je nach eigenen Charakterausprägungen ganz ungenau oder deutlich.

also ich finds schon wichtig, dass zumindestens gepflegt aussieht... aber eigendlich ist der Charakter schon das wichtigste am Menschen... und wer da einen guten Charakter hat, achtet auch ein bisschen auf sich und hat dadurch das obere auch schon erfüllt...

es kommt drauf an, was es für Äußerlichkeiten sind, weil ja das Äußere auch viel über den Menschen an sich aussagt. Ob jemand schön oder häßlich ist, dafür kann er nichts, sehr wohl aber kann er entscheiden, ob er sich pflegt oder nicht. Ein Mensch, der "riecht", hat äußerlich einen schwerwiegenden Mangel, und diesbezüglich natürlich auch einen inneren, denn sonst würde er es nicht soweit kommen lassen. Aber grundsätzlich ist mir aufgefallen, sind Menschen immer ganz besonders tolerant in Bezug auf einen äußerlichen Mangel, wenn sie den selber in irgendeiner Form haben. Bei anderen Mängeln dagegen sind sie oft bockhart, das ist nicht oberflächlich, sondern krass egoistisch.

Was möchtest Du wissen?