Oberarzt hat SVV gesehen und macht sich Sorgen?

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3 Antworten

Das sind Ärzte, die haben schon einiges gesehen.

Was sie von dir denken? Nichts schlimmes jedenfalls. Du sagst ja selbst, sie machen sich Sorgen um dich.

Nutze doch die Gelegenheit, dich endlich zu öffnen, wie du es eigentlich schon lange möchtest. Wenn du Angst vor deinen Reaktionen hast, kannst du sie ja gleich zu Anfang bitten, dich nicht zu berühren. Obwohl es sehr befreiend sein kann, endlich mal weinen zu dürfen und aufgefangen zu werden.

Alles Gute wünscht dir
DasDackodil

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Kommentar von VanyB1
07.11.2015, 08:42

Vielen Dank für die liebe Antwort.

Einerseits bin ich ganz deiner Meinung - irgendwie würde ich total gerne einfach mal umarmt werden, zu wissen, dass ich da nicht alleine durch muss und dass es jemanden gibt, der sich für mich interessiert (was leider niemand aus meiner Familie tut - ich bekomme zwar alles an Geld und Materialien, aber eben keine Nähe, Liebe und Vertrautheit)

Und andererseits - habe ich die totale Panik davor. Ich fange schon an zu zittern, wenn jemand plötzlich von hinten z.B. ein Haar von meinem Shirt entfernt.

Das wird noch was werden am Montag, mache mir jetzt schon total den Stress wieder.

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Hallo.      

Zuerst hoffe ich, das du weißt, das es gerade auch was die Depressionen angeht, aber auch was die PTBS betrifft, gute und sehr hilfreiche Therapiemöglichkeiten gibt, zum einen sind Depressionen sehr gut therapierbar und der PTBS stehen verschiedene Traumatherapien zur Verfügung sowohl im ambulanten Bereich als auch teil- oder vollstationär. Die Info, falls es für dich bisher noch kein Thema war, dein Hausarzt zb. berät dich da gerne weiter und benennt dir entsprechende Anlaufstellen.     

Wenn das soziale Umfeld mitbekommt das jemand sich scheinbar selbst verletzt so wirft dies Fragen auf, gerade dann wird dies hinterfragt, wenn es Ärzte sind. Das der OA mit dir direkt darüber reden möchte, ist nicht verwerflich so muss zum einen sichergestellt werden das du für das FSJ psychisch geeignet bist und zum anderen bedarf es die Gewissheit, das es nicht zu einer Selbstverletzung in der Dienstzeit kommt. 

Die Gründe für das SVV bzw. der PTBS werden für den OA nebensächlich sein.     

Selbstverständlich darfst du auf dich achten und gut für dich sorgen in dem du nur das erzählst, was du auch wirklich selbst erzählen möchtest ohne das du deine eigene Entscheidung bewertest, es gibt da kein richtig oder falsch. 

Allerdings solltest du ehrlich mit der Sache umgehen und mitteilen, wenn dir nicht gut ist und du Pause benötigst, auch das ist in Ordnung. 

Die Umarmung, so solltest du mitteilen, wenn deine persönlichen Grenzen überschritten werden, das Recht hast, das diese persönliche Grenze geschützt wird und die Respektierung anderer darfst du für dich einfordern.     

Liebe Grüße und alles Gute, FlyingDog 

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Kommentar von VanyB1
07.11.2015, 08:33

Erstmal danke für die lange und liebe Antwort.

Zu Beginn des FSJ musste ich eine schriftliche Bescheinigung des Hausarztes abgeben, dass ich trotz Medikamente für den Umgang mit Patienten geeignet bin. Das geht also.

In Therapie war ich schon zweimal, leider waren beide Theras nicht wirklich gut - die Ratschläge haben alles nur nicht geholfen...

Mit den Medis bin ich aber sehr gut eingestellt und man merkt es mir im normalen Alltag nicht an. Solange ich nicht getriggert werde... Ich kann durchaus berührt werden, aber das muss ich von mir einleiten und es muss für mich absolut klar sein, was das gegenüber vorhat.

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Hallo,

Das kann ich wirklich nachvollziehen.Vielleicht fällt ist dir ja leichter wenn du ihnen von dieser Angst, das du ausrasten könntest erzählst.Der Arzt würd sicher Verständinis aufbringen können und es akzeptieren das du keine Umarmung haben möchtest.Ich weiß leider wovon ich spreche, da mich die Therapeutin mit der ich vor einigen Monaten mein erstes Gespräch geführt habe, verunsichert und ratlos angesehen hat.

So bekam ich dan meine jetzige Psychiaterin da sich diese besser in diesem Gebiet auskennt.Und wenn es schief laufen sollte macht das nichts, er ist schließlich Arzt und würd sicher einiges gewöhnt sein, leichter gesagt/geschrieben als getan doch ich bin der Meinung sie sehen dan das es dir wirklich schlecht geht und werden dich sicher nicht noch weiter runterziehen.

Ich drücke dir die Daumen du bekommst das bestimmt hin! :)

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Kommentar von VanyB1
07.11.2015, 08:37

Vielen Dank für die liebe Antwort!

Genauso waren leider auch keine zwei Therapeuten bisher gewesen. Ziemlich ratlos und komplett überfordert.

Mein Hausarzt rät mir eigentlich mal zu einem stationären Aufenthalt, dass möchte ich aber auf keinen Fall. (Habe noch drei Hunde und betreibe mit großer Leidenschaft Hundesport - so ziemlich das einzige, was mich "vergessen" lässt.)

Ich hoffe, dass das am Montag alles gut verläuft und ich nicht das Heulen anfange... 

Ich weiß eigentlich ist das Unsinn, aber ich schäme mich total für diese Krankheiten...

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