Obdachlosigkeit - staatliches Handeln?

10 Antworten

Das Problem löst er ganz entspannt mit der Polizei. Die ruft er von der Haustür seiner Eltern an und teilt mit, man lasse ihn nicht rein. Die prüfen, wo er gemeldet ist und machen den Eltern klar, dass das so einfach nicht geht. Wenn sie ihn loswerden wollen, müssen sie ihn per Familiengericht rausklagen. Bis dahin hat er genug Zeit sich eine neue Bleibe zu suchen.

Also keine Panik.

Außerdem bekommt er als Azubi kein Geld vom Jobcenter sondern kann BAB beantragen, wenn die Eltern nicht leisten können. Bei 600,-- Euro Netto als Azubi plus dann der Kindergeld, welches er an sich abzweigen lassen kann, hat er keinen weiteren Anspruch. Weder gegen die Eltern noch gegen andere. Unterhalsbedarf bei auswärts wohnenden Kinder = 735,-- Euro.

https://www.morgenpost.de/ratgeber/familienrecht/article207279859/Familienrecht-Duerfen-wir-unseren-Sohn-rauswerfen.html

"Die Behörde müsste ihm doch dann bis heute Abend eine Unterkunft besorgen, nicht wahr?" 

Nein, bei Deinem Freund nicht und bei keinem anderen Antragsteller.

Aufgrund seiner Einkünfte und eines möglichen Unterhaltsanspruchs ist es noch nicht einmal sicher, ob ihm überhaupt Leistungen nach den SGB II zustehen.

Nachdem der Antrag auf Leistungen beim Amt gestellt wurde, gibt es einen festen Termin zur Entgegennahme des Antrages plus Erörterung.

Nein, die Behörde muss ihm keine Unterkunft besorgen. Sie kann ihm im Rahmen des Sicherheits- und Ordnungsgesetzes ein Bett im Nachtasyl zur Verfügung stellen. Allerdings ist "die Behörde" nicht das Jobcenter. Obdachlosigkeit fällt nicht in die Zuständigkeit der Arbeitsverwaltung.

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