o2 Widerrufsrecht schreiben/Muster

1 Antwort

Grundsätzlich kann ein Vertrag auch mündlich am Telefon geschlossen werden.

Wenn Du Dir aber sicher bist, niemals eine Zusage zur Bestellung dieses "Speed"-Pakets gegeben zu haben, dann darfst Du Dich auf den Standpunkt stellen, dass dies nicht wirksam vereinbart wurde. Wenn also nichts vereinbart wurde, dann gilt weiterhin der alte, damals mit Alice geschlossene Vertrag, und damit auch die alten Kündigungsfristen.

Wenn O2 etwas anderes behauptet, dann müsste O2 im Streitfall vor Gericht den Nachweis führen, dass Du eben doch dass Dings-Paket bestellt hast. Können sie das nicht nachweisen, verlieren sie den Prozess und zahlen alle Rechtskosten, auch Deine Anwaltskosten. Wenn sie denn überhaupt klagen.

Du kannst also dem O2-Blubberblasen-Laden schreiben (unbedingt per Einschreiben mit Rückschein zustellen!), dass Du keinen neuen Vertrag mit O2 eingegangen bist, der eine 2-jährige Kündigungsfrist beinhaltet, sondern dass nach Deiner Auffassung der alte Vertrag mit dem jederzeitigen Kündigungsrecht weiterhin gilt. Du erklärst nochmals die Kündigung und erklärst, dass ab sofort die Genehmigung zum Lastschrifteinzug widerrufen ist. Du kündigst an, etwa abgebuchte Beträge nach dem Kündigungsdatum durch Deine Bank rückbuchen zu lassen.

Du verbittest Dir Mahn- und Drohschreiben und kündigst an, die Erstattung von Inkassokosten aufgrund der Schadensminderungspflicht abzulehnen. Und Du verbietest gemäß § 28a BDSG die Weitergabe Deiner Daten an Schuldnerauskunftsdatenbanken.

Danke erstmal für deine Antwort. Leider hört sich das ganze für mich sehr übel an, da ich nur ein Azubi bin und mir niemals so ein Gerichtskram leisten könnte. Ob man einen Mitleidsbonus bekommt, wenn ich sage das ich mir diesen Vertrag einfach nicht mehr finanziell leisten kann? Nicht das dem so wäre, weiß ehrlich gesagt auch garnicht mehr weiter, das ist echt ein Verzweiflungsakt...

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@MoesBO

Du scheinst im Recht - da würde ich Druck machen.

Mit o2 habe ich auch schon einen Tanz veranstalten müssen. Damals habe sie es 8 Wochen lang nicht geschafft nach einem Umzug DSL in der neuen Wohnung zu schalten...die verstehen nur deutliche Worte in Schriftform als Einschreiben. 10x Anrufen hat nichts genutzt - die Anrufe wickeln irgendwelche Call-Center ab die häufig nicht einmal o2 (und Konsorten) Gehören sondern wo ein Subunternehmer für 3 Mobilfunkunternehmen gleichzeitig die "Hotline" abwickelt - keine Ahnung und auch keine Kompetenzen Dinge zu Regeln.

Ein saftiger Brief und 2 Tage später hat man mich wie gewünscht aus dem Vertrag entlassen und alle kosten erstattet.

Im Zweifel bekämst du bei geringem Einkommen wohl Gerichtskostenhilfe.

Mitleid kennen die i.d.R. keines. ;)

Viel Erfolg.

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@MoesBO

"Mitleidsbonus"... mit so etwas brauchst Du bei Juristen erst gar nicht anzukommen. Niemals so einen Quatsch erzählen.

Maßgeblich ist einfach nur: Du hast keine Zusage zur Bestellung des Dings-Pakets erteilt. Nur hierauf - und auf gar nichts sonst - kommt es an. Es ist egal, ob es da um einen Millionenerben oder um Tante Erna geht. Das hat den Juristen nicht zu interessieren.

Wenn O2 denn tatsächlich vor Gericht klagt, dann hast Du bei geringem Einkommen Anspruch auf Prozesskostenhilfe.

Aufpassen beim Mahnbescheid (gelber Brief vom Gericht), da ist Widerspruch wichtig, innerhalb 2 Wochen ans Gericht schicken.

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