Wie lässt sich radioaktive Strahlung in Medizin und Technik nutzen und welche Schäden können dabei entstehen?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

  • Röntgenstrahlung (mögliche Schädigung durch das Nicht-tragen eines Bleischurzes; Verlust der Zeugungsfähigkeit)
  • Bekämpfung von Krebs (Haarausfall, Schwächung des Immunsystems)
  • Qualitätskontrolle bei Produktionsanalgen

Erstmal muss man unterscheiden, welche Strahlung man benutzt (alpha, beta oder gamma), denn jeden Strahlungsart ist unterschiedlich schädlich bzw. hat unterschiedliche Eigenschaften.

In der Medizin ist der klassische Einsatz radioaktiver Strahlung das Röntgen (gamma-Strahlung), wobei da die Belastung/Schädlichkeit variiert. Hier ein kleiner Vergleich:

In Deutschland liegt die normale Strahlenbelastung pro Jahr bei etwa 3 mSv.

Ein Röntgenbild vom Arm oder Bein bedeutet eine Mehrbelastung von etwa 0,01-0,1 mSv.

Ein CT vom Kopf macht nochmals 2-4 mSv und ein CT vom Bauch 10-20 mSv Mehrbelastung aus. 

Du siehst, dass je nach Röntgenmethode es schon eine nicht unerhebliche Strahlenbelastung darstellt, wobei diese trotzdem in der Regel ohne Folgen bleiben, da man ja auch einen Röntgenpass besitzen sollte.

Des weiteren gibt es in der Medizin noch die Möglichkeit, die Aktivität von Geweben mittels radioaktiv markierten Stoffen zu messen (Szintigrafie, PET).

Dabei liegt die Strahlenbelastung bei einer Schilddrüsen Szintigrafie mit 0,9 mSv am niedrigsten und bei einer Herz Szintigrafie mit 6,4 mSv am höchsten.

Auch hier ist im Normalfall von keiner direkt schädlichen Wirkung auszugehen.

Und als letztes fällt mir noch der Einsatz von radioaktiver Strahlung in der Krebstherapie ein, wobei da die Werte je nach Krebs und Lokalisierung sehr stark schwanken.

Bei kurzer Exposition einer Strahlung von 200-500 mSv geht man davon aus, dass diese keine weiteren Auswirkungen haben wird. Allerdings ist es z.B. so, dass Leute die beruflich einer Strahlenbelastung ausgesetzt sind, eine Jahreshöchstdosis von 20 mSv laut Gesetz nicht überschreiten dürfen. In ihrem ganzen Berufsleben darf die Strahlenbelastung 400 mSv nicht überschreiten.

Kommentar von RoentgenXRay
17.02.2016, 11:35

Gut beschrieben, aber bitte: Röntgenstrahlen sind keine Gammastrahlen. Weiterhin bedeutet radioaktiv bereits aktiv strahlend, und strahlen tun Stoffe und nicht Strahlen. Also: Radioaktive Stoffe erzeugen z.B. ionisierende Strahlung.

0

Die Mutter von nem Freund behandelt Bauchspeicheldrüsenkrebs (Nutzung) Gefahr: Radioaktiver Abfall (z.b. Anzüge radioaktives Material selbst)
MfG ThaRising

Was möchtest Du wissen?