Nun hab ich den Hund. Und jetzt?

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9 Antworten

Oha, das sieht nicht gut aus, so was hab ich als Kind auch mal erlebt! Wir hatten ein paar Jahre lang auch eine Hündin, aber dann mussten wir sie abgeben. Meine Eltern hatten ihre Jobs (Vater Vollzeit, Mutter Teilzeit), meine Mutter musste zusätzlich noch den Haushalt machen, meine Schwester und ich hatten Schule und Hausaufgaben. Pro Tag muss man mindestens zwei Stunden Zeit mit dem Hund verbringen und ihn dabei auch ordentlich beschäftigen, indem man ihn durch Spiele körperlich und geistig fordert und fördert. Sonst entwickelt das Tier unerwünschte Verhaltensweisen, weil es seine Energie nicht loswerden kann und vernachlässigt wird. Bei uns hat das vorne und hinten nicht mehr geklappt.

Tut mir leid, dass ich das jetzt so direkt sage, aber der Kauf des Hundes war von euch allen offenbar nicht gründlich durchdacht. Und dass alle Aufgaben in Bezug auf den Hund an dir hängen bleiben, ist ein absolutes No go, für den Hund seid ihr ausnahmslos alle verantwortlich!

Das Beste, was du jetzt tun kannst, ist, eine Person oder Familie zu finden, die genug Zeit für den Hund hat und die auch bereit wäre, den Hund bei sich aufzunehmen und für ihn zu sorgen. Ich weiß, wie schwer das ist, ich hab unsere Hündin auch total geliebt und bin auch heute immer noch ein bisschen traurig, wenn ich an die Zeit mit ihr denke.

Aber für euren Hund ist es das Beste, das kannst du mir glauben. Du und deine Schwestern könnt ja mit dem/den neuen bzw. zukünftigen Halter/Haltern eures Hundes vereinbaren, dass ihr Kontakt zueinander haltet, damit ihr den Hund wenigstens ab und zu mal sehen könnt. Das sollte aber erst einige Zeit nach der Abgabe angefangen werden, damit sich alle - der Hund, der/die neue(n) Hundehalter und ihr alle - an die neue Situation gewöhnen können. Vor allem für den Hund ist das wichtig, weil er sonst sein/seine neues/neuen Herrchen/Frauchen nicht als Herrchen bzw. Frauchen akzeptieren würde, denke ich. Es würde ihn aber zumindest verwirren. Er muss sich erst an sein neues Leben in seinem neuen Zuhause gewöhnen und sein neues Herrchen oder Frauchen als solches akzeptieren können. Das kann durchaus ein paar Wochen dauern.

Einen anderen sinnvollen Weg sehe ich leider nicht, denn du und deine Schwester müsst ja auch an eure Zukunft denken, euer Schulabschluss beeinflusst immerhin eure späteren beruflichen Möglichkeiten ganz entscheidend. Gerade wenn wichtige Prüfungen anstehen, hast du keine Zeit für Nebenjobs oder Freizeitaktivitäten, weil du dann pauken musst. Du möchtest ja schließlich so gut wie möglich bestehen.

Tut mir wirklich leid für euch...

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spikecoco 10.10.2017, 10:12

ich habe mich leider vertan und and Daumen hoch gedrückt. Auch mit eurem Tagesablauf wäre es möglich gewesen, einen Hund verantwortungsbewusst zu halten. 

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Enja95 11.10.2017, 15:04

Vielen Dank für deine !!nett formulierte!! Antwort. Jedoch bin ich in einer Hunde Gruppe, wo diese den Hund auch 5-8Std. Alleine lassen. Und das 80%. Das soll jetzt nicht naiv klingen, aber ich denke sonst könnten ja nur Leute ,die arbeitslos sind, einen Hund haben. Denn kein Job dauert 2-4 Stunden.


Das sollte nicht an dich gehen, sondern an alle nachfolgenden, die in der gleichen Situation sind und sich nicht sicher sind. 

Ihr seid nicht allein. Alles ist gut. Ihr müsst auch Geld verdienen. Wir schaffen das. Wir sind keine Tierquäler!!!

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spikecoco 11.10.2017, 17:11
@Enja95

erst einmal geht mein Kommentar an Naturmacht.  Nun zu deiner Antwort, Bloß weil andere Besitzer ihr Hunde 8 Stunden alleine lassen, heißt dies noch lange nicht, das es eine verantwortungsbewusste Hundehaltung ist. Schon gar nicht machbar bei einem Welpen.  Sicherlich kann ein erwachsener Hund auch 5 Stunden alleine bleiben, dies geht aber nur, wenn er es erlernt hat und keine Probleme damit hat. Wenn ein Hund länger als 6 Stunden alleine bleiben muss, ist ein Hundesitter angebracht. Das deine erwachsenen Geschwister ein derart verantwortungsloses Verhalten zeigen ist schon grausig und sagt viel über ihren Charakter aus. 

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Es gibt eins was du für ihn tun kannst. Such eine Familie oder eine Person die für den Hund die Zeit hat die ihm gebührt. 

Das war eine total unüberlegte Situation. Deine Schwestern sollten eigentlich so verantwortungsbewußt gewesen sein um ein Veto einzulegen.

Du bist 18. Entweder du studierst oder gehst auch arbeiten. Und der Hund? Der kann nicht ständig zum Hundesitter. Irgendwann ist das in seinen Augen das Herrchen.

Ein Welpe braucht Zeit. Den ganzen Tag. Je nach Rasse sollte er in eine Welpenschule.

Tu mir bitte einen Gefallen. Such ein gutes zu Hause für ihn. Da tust du ihm was Gutes. Das mag jetzt schwer sein aber es geht nicht anders. Eins meiner Kaninchen starb. Das andere hat so getrauert, dass es nicht mehr fraß. Ich mußte es abgeben.

Der Hund verkümmert den ganzen Tag allein zu Hause. Tu ihm das bitte nicht an.

Alles Gute

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Das beste was ihr tun könnt ist ihn abgeben. Wie stellst du dir die Zukunft vor? Ihr werdet auch nicht dauerhaft zusammen wohnen und wenn du z.B. studierst oder eine Ausbildung anfängst bist du 8-10 Stunden außer Haus.

Nein, diese Anschaffung war nicht gut durchdacht und der Hund wird auf Dauer leiden.

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Wer um alles in der Welt gibt hier in Deutschland ein paar Schulkindern einen Welpen ab? Vom Züchter (Vermehrer) unverantwortlich, genau wie von der Familie.  

Man darf einen Welpen gar nicht alleine lassen in den ersten Monaten. Das Interesse für den Welpen hat bei Euch mal gerade ein paar Tage gedauert. So ein Hundebaby ist doch kein Spielzeug!!  Mann !!!

Die ganzen Umstände müssen vorher geklärt werden, nicht hinterher, wenn das Tier nur noch das leidtragende ist.  Ich finde keine Worte mehr bei so viel Verantwortungslosigkeit.  

Jedes Tierheim ist der bessere Ort für diesen Hund.

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Was genau war denn geplant?

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Enja95 09.10.2017, 18:15

Meine älteste Schwester hat viele Pausen im Beruf und wäre dann ca alle 1-2Std nach Hause gekommen. Nun hält sie es aber nicht mehr für wichtig

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spikecoco 10.10.2017, 10:14
@Enja95

was für ein naives und undurchdachtes Unterfangen. Und wieder einmal muss ein Tier unter der Verantwortungslosigkeit seiner Menschen leiden. 

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Tja, so etwas überlegt man sich vorher. Gebt den Kleinen ab, dann hat er vielleicht die Chance auf eine liebevolle Familie, die sich auch um ihn kümmert.

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Deshalb sollte man bevor man sich einen Hund kauft ganz lange und intensiv nachdenken ob man genug Zeit für den Hund hat! Da wird jetzt natürlich schwierig. Würde dir fast Raten ihn in andere Hände zu geben, zu Menschen die Zeit haben

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Wenn deine Eltern und eine deiner Schwestern arbeiten gehen und du und deine andere Schwester noch zur Schule gehen, war die Aktion mit dem Hund alles andere, als gut durchplant.

Der Kleine tut mir jetzt schon leid.

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Sorry, aber wie dämlich kann man denn sein, sich in so einer Situation einen Hund anzuschaffen? So ein Tier ist kein Spielzeug, mit dem man zwischendurch mal spielt und es dann wieder in die Ecke wirft. Wenn sich niemand aus der Familie findet, der sich um den Hund kümmert, MÜSST ihr den abgeben, da alles andere Tierquälerei wäre.

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