Nürnberger Prozesse- Rechtsauffassung?

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3 Antworten

Die Rechtsauffassung?

Nach früheren Kriegen galt das Recht des Siegers, was dazu führte, dass der Sieger nie etwas getan hat, und der Verlierer Schuld an allem war.

Nach den Erfahrungen des ersten Weltkrieges war den Siegern klar, dass man nicht Deutschland pauschal für alles verantwortlich machen konnten, sondern man beschloss, die jeweiligen Personen persönlich verantwortlich zu machen. Bis vor dem 2. WK wären diverse Massaker einfach pauschal dem Reich zugeschrieben worden, die jeweiligen Täter aber unbehelligt geblieben. Dieses Mal wollte man die jeweiligen Täter persönlich zur Rechenschaft ziehen.

Siehe auch:


https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger\_Prozesse#Rechtsgeschichtliche\_Bedeutung

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Die Nürnberger Prozesse entsprechen schon deshalb nicht den heutigen Vorschriften eines gerechten Strafverfahrens, weil die Alliierten zugleich Ankläger und Richter waren. Und sie selbst bestimmten, was Recht und was Unrecht war.

Sicherlich hätten einige Angeklagte auch nach deutschem Recht harte Strafen verdient gehabt. Ich gehe aber davon aus, dass einige Urteile einer Überprüfung durch ein ordentliches Gericht nicht standhielten, darunter auch das Todesurteil gegen Fritz Sauckel. Oder auch die lebenslange Freiheitsstrafe gegen Rudolf Heß. Zum Zeitpunkt der Wannsee-Konferenz, auf welcher der Holocaust beschlossen wurde, befand sich Heß bereits in britischer Gefangenschaft.

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Im Groben lässt sich über die Rechtsauffassung sagen: "Das Recht ist mit dem Sieger".

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