Nudeln am Nachmittag?

3 Antworten

Ich möchte nicht weniger sondern mich bewusster ernähren.

Und was verstehst du unter "bewußter"?

Ich hatte zum Mittag nur einen Salat, kann ich gegen 16 uhr noch Nudeln essen, wenn ich abends auch wieder nur einen Salat esse?

Essen kannst du alles zu jeder Zeit. Ob dir das schadet und zu einem Übergewicht beiträgt, hängt aber nicht davon ab, was du ißt, sondern wie stark es verarbeitet ist. Deine Nudeln sind ziemlich sicher konventionelle Nudeln aus Auszugsmehl. Das ist quasi reiner Zucker nur in nicht süßer Form und trägt damit direkt zur Entstehung ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten bei - zu denen auch Übergewicht gehört.

Nudeln sind per se eher ungünstig, denn selbst fertige Vollkornnudeln sind genau genommen Konserven. Nudeln sind eigentlich nur in einer Form nicht nachteilig: Wenn man sie selbst macht und zwar aus frisch gemahlenem Getreide.

Ob (..) das zu einem Übergewicht beiträgt, hängt aber nicht davon ab, was du ißt (schreibt sich heutzutage übrigens "isst"), sondern wie stark es verarbeitet ist.

Interessant, wie lässt sich dann z.B. das Experiment des amerikanischen Profs. John Cisna erklären? 90 Tage lang nur fast food und co und trotzdem ist er 17 Kilo los geworden. Vielleicht liegt die Wissenschaft hier gar nicht so falsch das ganze Energie-rein und Energie-raus Prinzip funktioniert tatsächlich. Oder man glaub der Bravo oder was auch immer du liest. 

Aber was weiß schon ich, der nur ein kleiner Ernährungswissenschaftler ist und mir Fakten arbeitet, im Gegensatz zu der/die/das joangf, der der kompletten wissenschaftlichen Welt und der Forschung der letzten Jahrhunderten bald vom Fenster buttern wird, da er natürlich Beweise für seine *räusper* sehr interessanten Thesen hat. 

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@rockglf

Interessant, wie lässt sich dann z.B. das Experiment des amerikanischen Profs. John Cisna erklären?

Weil der Körper bei kontrollierter Unterversorgung nun einmal Gewicht verliert. Zwangsläufig. Das hat nur nichts mit ursächlicher Behandlung von Übergewicht zu tun, sondern ist schlicht eine Auszehrung durch Nahrungsentzug.

Vielleicht liegt die Wissenschaft hier gar nicht so falsch das ganze Energie-rein und Energie-raus Prinzip funktioniert tatsächlich.

Es hat noch nie funktioniert, sonst hätten wir das Problem Übergewicht nicht und Diäten würden funktionieren. Es ist schlicht der falsche Ansatz.

Auf die persönlichen Angriffe gehe ich mal nicht ein, das mag dein Niveau sein, meins ist es nicht.

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@joangf

Du gibst also zu, dass wenn ein Organismus weniger Energie zu sich nimmt, als dieser verbraucht, der Organismus die Energie dann irgendwo anders hernehmen muss? Das nennt sich im alltäglichen Sprachgebrauch übrigens abnehmen. 

hat noch nie funktioniert, sonst hätten wir das Problem Übergewicht nicht und Diäten würden funktionieren. Es ist schlicht der falsche Ansatz

Ich hatte schon Hoffnung, dass du es doch verstanden hast, nachdem du in deinem ersten Absatz gar nicht mal so falsch lagst.. Und inwiefern hätten wir das Problem mit Übergewicht nicht, wenn das System funktionieren würde? 
Soll das heißen, dass laut dir jeder Mensch mehr Energie verbraucht als er zu sich nimmt? Und Diäten funktionieren auch, solange das ganze auf einem kalorischen Defizit läuft. Das manche sich das ganze danach wieder dran fressen hat andere Gründe. 

Und du verstehst das falsch. Das sind keine persönlichen Angriffe, sondern nur die Hoffnung, dass du Spaß machst und es nicht wirklich jemanden gibt, der so einen Shcmarn glaubt

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@rockglf

Du gibst also zu, dass wenn ein Organismus weniger Energie zu sich nimmt, als dieser verbraucht, der Organismus die Energie dann irgendwo anders hernehmen muss? Das nennt sich im alltäglichen Sprachgebrauch übrigens abnehmen. 

Und genau das ist das Problem: Dass diese Art von "abnehmen" mit einer ursächlichen Behandlung des Übergewichts verwechselt wird. Also das, was du gerade machst. Ich hatte erklärt, warum das falsch ist, aber offenbar nicht in einer für dich verständlichen Form.

Ich hatte schon Hoffnung, dass du es doch verstanden hast, nachdem du in deinem ersten Absatz gar nicht mal so falsch lagst..

Tja, Hoffnungen... Meine Hoffnung war, dass du mit den persönlichen Angriffen aufhörst und sachlich bleibst. Aber jeder reagiert auf kognitive Dissonanz eben anders.

Und inwiefern hätten wir das Problem mit Übergewicht nicht, wenn das System funktionieren würde?

Weil seit Jahrzehnten Kalorienreduktionssdiäten zur Lösung für das Problem Übergewicht eingesetzt werden und trotzdem immer mehr Menschen Übergewicht haben. Und nicht nur, dass immer mehr Menschen Übergewicht entwickeln, auch die mti Diäten behandelten Übergewichtigen halten keineswegs ihr Normalgewicht, sondern landen langfristig immer bei noch mehr Übergewicht. Ein deutlicheres Zeichen, dass man mit Kalorienreduktion nur ein Symptom unterdrückt, statt die Ursache zu beseitigen, gibt es nicht.

Soll das heißen, dass laut dir jeder Mensch mehr Energie verbraucht als er zu sich nimmt?

Nein. Ein gesunder Mensch nimmt genau das auf, was der Organismus benötigt, weil der Organismus das über Hunger und Sättigung steuert. Es gibt also einen Regelungsmechanismus, der dafür sorgt, dass genau das zugeführt wird, was benötigt wird.

Das Problem entsteht, wenn dieser Mechanismus gestört wird. Das kann mehrere Ursachen haben, aber die häufigste liegt in Ernährungsfehlern. Der Stoffwechsel ist nicht nur auf Nährstoffe, sondern auch auf hunderte von Vitalstoffen aus der Nahrung angewiesen. Schau dir bspw. mal den Citratzyklus an. Der funktioniert ohne B-Vitamine nicht. Nun essen wir heute nur Produkte aus Auszugsmehlen, die kaum noch B-Vitamine enthalten. Der Stoffwechsel bekommt also große Mengen Nährstoffe, kann sie aber nicht in Energie umsetzen, weil ihm die B-Vitamine fehlen. Der Zellstoffwechsel ist gestört, die Zelle kann nicht mehr richtig arbeiten. Der Organismus hat nur eine Möglichkeit den Mangel zu beseitigen: Er löst weiter Hunger aus, bis hin zum Heißhunger bei großem Mangel. Der Betroffene ißt dadurch mehr als er eigentlich benötigen würde. Das ist nur EIN Aspekt des Problems und nur EINE Vitalstoffgruppe. Das gleiche Problem betrifft auch etliche andere Vitalstoffe. Die Stoffwechselstörungen wirken sich im gesamten Organismus aus und führen im Laufe von Jahren zu diversen Krankheiten, die sich in unterschiedlichen Symptomen zeigen. Übergewicht (und auch Untergewicht!) ist nur eine mögliche Folge.

Und Diäten funktionieren auch, solange das ganze auf einem kalorischen Defizit läuft. Das manche sich das ganze danach wieder dran fressen hat andere Gründe. 

Richtig. Die oben beschriebenen. Die Diäten funktionieren temporär, weil der extreme Energiemangel den Organismus zur Auszehrung zwingt - unter Abbau von Körpersubstanz und einer extremen Verstärkung des ohnehin schon bestehenden Mangels. Das führt zu einer Verstärkung der Stoffwechselstörungen und damit Verschlimmerung des Übergewichts (Jojo Effekt) und zu ständigem Hunger und Freßattacken. Diäten als funktionierend bezeichnen kann man nur, wenn man das Symptom "zu viel Gewicht" nur isoliert und nur über einen kurzen Zeitraum betrachtet, nämlich während der Diät.

Man muss sich einmal bewußt machen, dass ein Übergewichtiger in der Regel über lange Jahre gar kein Übergewichtiger war und essen konnte, soviel er wollte, ohne zuzunehmen. Da funktionierten die Regulationsmechanismen noch. Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt begann er plötzlich zuzunehmen und jeder Versuch, diesen Prozess mit weniger Essen und mehr Sport aufzuhalten, funktionierte nur so lange er durchgeführt wurde. Der gesunde Normalzustand, in dem er essen konnte, bis er satt war, konnte nicht mehr hergestellt werden. Und genau das ist typisch für alle Therapien, die nicht ursächlich, sondern symptomatisch ansetzen.

Und noch etwas zum Nachdenken: Wenn du Erfahrungen in der Therapie Untergewichtiger hast, dann weißt du vermutlich, dass ein Untergewichtiger selbst bei deutllich kalorienüberschüssiger Ernährung nicht oder nur kurzzeitig zunimmt. Oft nimmt er dadurch sogar noch weiter und schneller ab. Alleine das zeigt bereits, dass hinter dem Problem "Gewichtsabweichung" weit mehr stecken muss als eine simple Kalorienbilanz.

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Natürlich! Und jeder der hier etwas anderes behauptet erzählt Schwachsinn. Es kommt zum aller größten Teil darauf an wie viel du isst, und nicht was du isst. Natürlich ist es mit Salat leichter abzunehmen, da du mehr davon essen kannst und trotzdem weniger Kalorien zu dir nimmst, aber du kannst theoretisch mit McDonalds-Essen genauso abnehmen.

Es kommt auf die Kalorien an und solange du weniger Kalorien zu dir nimmst, als du verbrauchst, wirst du abnehmen oder zumindest nicht zunehmen. 

Es kommt zum aller größten Teil darauf an wie viel du isst, und nicht was du isst. 

Ja, genau das sollst du glauben, denn das Medizinsystem lebt von den daraus entstehenden Krankheiten. Funktioniert offenbar...

Und nein, die Kalorien haben überhaupt keine Bedeutung. Außer du willst Lebensmittel verbrennen, um Wasser heiß zu machen. Warum das so ist, merkt man sehr schnell, wenn man sich mal mit Stoffwechselabläufen beschäftigt.

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@joangf

Gut zu wissen, dass mein komplettes Ernährungswissenschaftsstudium für die Katz war. 

denn das Medizinsystem lebt von den daraus entstehenden Krankheiten

Die Frage war niemals wie gesund gewissen Lebensmittel oder Diäten waren, sondern welche Auswirkung Nudeln auf das Abnehmen/Zunehmen haben, was dein Kommentar vollkommen hinfällig macht. Lässt dich wohl auch nicht impfen, da Aluminium im Impfstoff ist, hmm?...

Kalorien haben überhaupt keine Bedeutung. Außer du willst Lebensmittel verbrennen, um Wasser heiß zu machen.

Das heißt deiner Meinung nach ist die enthaltene Energie in den Lebensmitteln vollkommen unwichtig für unseren Organismus, sondern was zählt ist das.. ja was denn eigentlich? 
Komischer Zufall, dass diese unnötigen Kalorien zwar oben rein kommen, aber unten nicht raus, obwohl die komplett irrelevant für uns sind. Selten so einen unqualifizierten Schwachsinn gehört..

..ich weiß schon, warum Ernährung als Feld der Exohäretiker gilt.

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@rockglf

Gut zu wissen, dass mein komplettes Ernährungswissenschaftsstudium für die Katz war.

Sicher nicht. Ich persönlich sehe mein Studium aber halt nicht als Dogma an, sondern nur als Ausgangsbasis für weitere Erkenntnisse. Ich weiß, dass in deinem Studium das, was ich erzähle, nicht vorkommt, so gesehen wundert mich deine Reaktion nicht.

Die Frage war niemals wie gesund gewissen Lebensmittel oder Diäten waren, sondern welche Auswirkung Nudeln auf das Abnehmen/Zunehmen haben,

Richtig. Und vielleicht hilft ja meine Erklärung oben, zu verstehen, warum da ein Zusammenhang besteht. Übergewicht ist tatsächlich eine Krankheit und damit sind wir nicht bei simplen Kalorienbilanzen, sondern bei einer pathologischen Situation, die entsprechende Therapien erfordert.

Das heißt deiner Meinung nach ist die enthaltene Energie in den Lebensmitteln vollkommen unwichtig für unseren Organismus, sondern was zählt ist das.. ja was denn eigentlich?

Die Kalorien werden ermittelt, indem man einen Stoff verbrennt und die Temperaturerhöhung einer bestimmtem Menge Wasser mißt. Kennst du aus dem Studium.

Aber nirgendwo im Organismus wird Nahrung in dieser Weise verbrannt. Sie wird vielmehr im Rahmen von Verdauung, Resorption und Stoffwechselprozessen verarbeitet, die Hunderte von zusätzlichen Vitalstoffen erfordern, um die für den Organismus letztendlich nutzbare Energie in Form von ATP zu erzeugen. Auch wenn man Teile dieses Prozesses umgangsprachlich vereinfacht "Verbrennung" nennt, haben sie überhaupt nichts mit einer Verbrennung zu tun. Es sind hochkomplexe, ineinandergreifende, biochemische Abläufe, die auf eine optimale Versorgung mit allen nötigen Stoffen angewiesen sind.

In früheren Zeiten, als man noch nichts von Stoffwechselprozessen und Vitalstoffen wußte und davon ausging, dass nur die Nährstoffe - Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße - relevant sind, alles andere als Ballast ("Ballaststoffe") ansah und die Kalorienlehre konstruierte, war die Energiebilanz sicher zweckmäßig. Aber spätestens mit der Entdeckung der Vitamine war sie überholt.

Klar kann man auch heute noch den Energieverbrauch des Organismus von außen messen und in Kalorien ausdrücken und das mit der beim Verbrennen von Nahrung freiwerdender Wärmeenergie vergleichen, und leider wird das auch immer noch gemacht, aber der Mechanismus der Energiegewinnung im Organismus ist eben ein völlig anderer und an keiner Stelle mit einer Verbrennung vergleichbar.

Und genau deshalb sind Kalorien irrelevant. Sie sind lediglich eine veraltete Ersatzgröße, die nur deshalb beibehalten wird, weil sie weit verbreitet und einfach zu verstehen ist. Nicht weil sie richtig ist. Man kann damit wunderbar immer wieder neue Diäten und Diätprodukte verkaufen und auch wunderbar von den eigentlichen Ursachen ablenken. Aus wirtschaftlicher Sicht ist das perfekt. Nur eben nicht aus Sicht der Prävention oder Therapie - da schadet dieses Kaloriendogma doch erheblich.

Um deine Frage zu beantworten: Was zählt sind nicht die Kalorien, sondern die optimale Versorgung des Organismus mit allen nötigen Nähr- und Vitalstoffen. Denn nur dann funktionieren die Stoffwechselabläufe korrekt und der Organismus kann sein Normalgewicht halten. Und da der Vitalstoffgehalt der Nahrung direkt von seinem Verarbeitungsgrad abhängt, liegt die Lösung nicht darin, weniger der gleichen verarbeitete Nahrung zu essen, sondern darin, seine Ernährung möglichst naturbelassen und gering verarbeitet zu gestalten.

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Kannst du machen aber Nudeln ist kein gutes Essen zum abnehmen

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