NS-Vergangenheit sinnvoller Umgang Erinnerungskultur?

6 Antworten

  • Das ist eine sehr schwierige Aufgabe. Leider fehlt wie so oft die Klassenstufe bzw. dein Alter. Dies wäre wichtig, um zu wissen, auf welchem Niveau und Reifegrad Ihr schreiben sollt. Ich finde es schon ganz schon heftig, solche politisch hochbrisanten Themen angreifen zu müssen. Das ist ja schon fast eine Falle.
  • Ganz allgemein kannst du natürlich darauf eingehen, dass Geschichte wichtig ist, weil man vieles daraus lernen kann -- und das Wissen um Geschichte setzt natürlich das Erinnern voraus.
  • Zweitens sollte man vielleicht zu bedenken geben, dass diese Form der Erinnerungskultur eine staatliche Angelegenheit ist, also etwas, das vor allem formal, rituell, diplomatisch, politisch bedeutsam ist und nicht wirklich jeden einzelnen Bürger betrifft. Insofern hat die Bundesrepublik einen Weg gefunden, nach innen und außen eine klare und gute Position zu den Untaten des Dritten Reiches zu beziehen.

Ich halte den Umgang mit der NS-Vergangenheit für sinnvoll, das war bis in die späten 60er Jahre anders, da wurde diese Epoche meist totgeschwiegen, so wie es heute noch teilweise in Österreich und vollständig in Japan geschieht.

1970, als der Bundeskanzler Willy Brandt spontan vor dem Warschauer Denkmal niederkniete, war das Eis gebrochen. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich Deutschland vom Paria zum beliebtesten Land der Welt entwickelt und sogar der Nörgler Michael Moore staunt im Film "Where to invade next", wie die Vergangenheit an den deutschen Schulen behandelt wird.

Erstaunlich ist der Umstand, dass es überall in Europa die Nazis in die Parlamente schafften, nur in Deutschland nicht. Bei den Bundestagswahlen1969 ist die NPD mit 4.6% gescheitert. Danach versank sie fast in der Beutungslosigkeit bis zum Beitritt der fünf neuen Länder 1990.

Seit 2017 ist alles anders. Die AfD hat es in den Bundestag geschafft.

Hi,

Die Erinnerungskultur ist Teil unserer Geschichte. Ich finde es nicht nachvollziehbar dass du so einen Brief überhaupt schreiben sollst. Bin keine Pädagogin, Lehrerin etc. Dass find ich nur gerade seltsam. Bin 40+ Gerne andere Ansichten.

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