NS-Frauenschaftsleiterin - Was genau war das?

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3 Antworten

@symbolismus Es geht mir nicht um die Verdammung oder auch "Kategorisierung" meiner Ahnin. Mich interessieren die Hintergründe :)

@Miesflunsch Wikipedia hatte ich schon ganz alleine gefunden. Der Artikel bezieht sich ausserdem auf die Organisation im Ganzen, nicht auf meine spezifischen Fragen.

@ziwari Meine Oma ist bereits verstorben. Ich hatte sie zu Lebzeiten gefragt und als Antwort eben erhalten, dass ihre Mutter sozial engagiert und keine glühende Nazisse war. Über die Frauenschaft konnte sie wenig sagen, da sie nicht Mitglied war.

@sensorium: Ich war noch nicht fertig mit meiner Antwort, ich bin eben kein rasanter Tipper für Ungeduldige. Jetzt steht auch der Rest da.

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@Miesflunsch
  1. Es ging um meine UR-Großmutter, nicht meine Großmutter.
  2. Auch der Rest Ihrer Antwort ist aus Fremd-Beiträgen im Netz zusammengesetzt und bringt mich in meiner speziellen Suche nicht weiter.
  3. Aus den zitierten Beiträgen kann ich und wohl auch niemand anderes eindeutig schliessen, ob meine Urgroßmutter aktive NS-Anhängerin war oder nicht und das war auch garnicht meine Frage.
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-wie bei andern funktionären, brauchte es schon überzeugte von der dahintersthehenden ideologie. aber auch menschen mit sozialer ader standen eine zeitlang dahinter, - da ja die ideale vielen erstrebenswert schienen.... wir wissen ja auch nicht, wie wir in jener situation gehandelt,gedacht,uns verhalten hätten??! z.bsp. ich beschimpfte vor dessen tod, einen nahen verwandten als mitläufer-täter, -und so ca. paar jahre später, sah ich dies anders, da ich in lebensbedrohliche gesundheitliche krise kam, mit pflegedienstverordnung, und z.b. micht nicht traute, best. nicht zu unterschreiben, sondern einfach - ohne es zu prüfen unterschrieb. da dachte ich,selbst wenn man gefahr läuft -dass leib und leben auf dem spiel stehen, tut man viel, von dem man niemals im traum gedacht hätte, dass man es tun würde. früher hätte ich - wenn man es tun dürfte geschworen, halt beeidet, dass ich niemals was unterschreibe, was ich nicht inhaltlich teile,doch in der lebensbedrohten sit. entdeckt man, dass man genauso am leben hängt, wie die katze, die nicht sterben will, oder auch die maus,der es an den kragen geht. was hat sich geändert??,willst du vermutlich wissen?? dass ich nun vorsichtiger bin, mit prognosen, und auch barmherziger, mit anderen, aber auch mit mir selber.nicht mehr so gesetzlich, könnte man sagen....

Informativ, kurz und bündig:

http://lexikon.freenet.de/NS-Frauenschaft

Die NS-Frauenschaft (NSF) wurde von der NSDAP zur einzigen "parteiamtlichen" Frauenorganisation erklärt. Sie diente als Kerntruppe überzeugter Anhängerinnen des NS-Regimes der politischen Gleichschaltung aller anderen, nicht-nationalsozialistischen Frauengruppierungen unter dem Dach des Deutschen Frauenwerks (DFW). Also war eine NS-sympathisante Einstellung in jedem Falle Voraussetzung für den Eintritt.

Mit dem Auftrag, systematisch Beaufsichtigungs-, Schulungs- und Führungsaufgaben zu betreiben, wurde die Frauenschaft im März 1935 formalrechtlich zur Gliederung der NSDAP erhoben.

Ihr innerer Aufbau entsprach seitdem der Unterteilung der NSDAP in Gau, Kreis, Ortsgruppe, Zelle und Block bzw. "Haushaltungsgruppe".

Wegen des starken Zulaufs wurden neue Mitglieder ab 1936 nur in begrenztem Umfang zugelassen.

Sie mussten als politische Qualifikation die vorhergegangene Mitgliedschaft im Bund Deutscher Mädel (BDM) oder in anderen nationalsozialistischen Organisationen nachweisen.

Insgesamt waren von den etwa 4 Millionen organisierten Frauen im Reich 2,3 Millionen Mitglieder der NSF. Es war keine zwingende Mitgliedschaft, auch nicht in ländlichen Gebieten und Deine Großmutter, welche sich sogar als Frauenschaftsleiterin engagierte, dürfte sich ganz bewusst dafür entschieden haben.

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@Miesflunsch

Die Frauen im NSF wurden auf ihren Führungsanspruch und die ideologische Kontrollfunktion in den übrigen Frauenorganisationen vorbereitet. Ein Schwerpunkt dieser Bildungsarbeit lag allerdings in der Vorbereitung von Frauen auf ihre Aufgaben als Hausfrau und Mutter und die inhaltliche Zuständigkeit der NSF beschränkte sich auf Themen aus dem weiblichen Lebenszusammenhang.

Der direkte politische Einfluss der NSF in der NSDAP und im Staat war zwar gering, aber trotzdem konnten die in der NSF tätigen Frauen am Vollzug staatlicher Macht teilhaben.

Auch wenn viele Frauen des NSF, im Gegensatz zu Deiner Großmutter keine Parteimitglieder waren, übernahmen sie als öffentliche Funktionsträgerinnen aktive Verantwortung für die Volksgemeinschaft und prägten das Leitbild der Frauen im NS-Regime.

Daraus ist zu schließen, dass Deine Großmutter eine überzeugte und politisch aktive Anhängerin des NS-Regimes und dessen Ideologie war.

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