NRW - Lehrer verweigern Kind den Schulunterricht?

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7 Antworten

Es stellt sich hier die Frage, wie man als öffentlich-rechtliche Schule einem schulpflichtigen Kind die Teilnahme am Unterricht verweigern können sollte?

Es gibt (zumindest in Österreich) im Schulunterrichtsgesetz einen Passus, der besagt, dass auf Beeinträchtigungen in der Beurteilung Rücksicht genommen werden muss und durch die Beeinträchtigung nicht erbrachten oder verschlechtert erbrachten Leistungen nicht in die Beurteilung miteinfließen dürfen.

Ich sehe hier aber eine Zwickmühle. Dieses ablehnende Verhalten der Lehrer wird das Kind wahrscheinlich weiter in seiner Angst bestärken und einen erneuten Versuch des Schulbesuchs erschweren, die Mitschüler dürften aber das gewohnte Umfeld sein, ein Schulwechsel somit auch nicht das Optimum, oder?

Ein Gang zum Schulrat oder Schulaufsicht mit Beschwerde wäre zwar wahrscheinlich nötig, aber langwierig und auch wenn die Schule schließlich einlenken sollte, für das Kind vielleicht nicht sonderlich förderlich :/

Wenn das Kind wirklich so gut ist wie angegeben, wäre es vielleicht eine Möglichkeit über Fernunterricht mit anschließenden, schriftlichen Prüfungen über den erarbeitetn Stoff nachzudenken? Ähnlich wie es vielleicht Waldorfschüler tun müssen.

Es ist ein Armutszeugnis seitens der Lehrerschaft, von solchen Fällen zu lesen :(

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:25

RICHTIG!.... eine Zwickmühle

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Besteht die Diagnose erst seit dem Beginn des Schuljahres oder wie kann man das verstehen, da das Kind schon dreizehn ist. Also gab es das vorher noch nicht. Nur durch einmaliges angebliches mobbing eines Lehrer, kann das nicht gekommen sein, dann müsste dann eine Störung vorliegen. Außerdem eine Zusatzaufgaben zu Hause kann man nicht mit einer mündlichen Note vergleichen. Lehrer müssen mündliche Noten haben, ansonsten kann man das Kind nicht Objektiv bewerten. Vielleicht wäre es ratsamer das Kind auf eine private Schule zu schicken oder wie es wahrscheinlich bald sein wird,die Lehrer werden Dein Kind auf die Förderschule schicken. Wahrscheinlich wird Dein Kind wohl nie eine Ausbildung machen können, da es im Arbeitsleben noch härter zu geht und Du als Mutter bzw. als Vater nicht dabei sein kann. Stattdessen wird es in eine Behinderten Werkstatt abgeschoben. 

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Kommentar von RosaRiley
09.12.2015, 12:38

mit einem durchschnittlichen Notenschnitt von 3,0 ?

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Lehrer haben einen Bildungsauftrag. Daran müssen Sie sich halten, ob sie wollen oder nicht. 

Sollte dem Kind weiterhin die Schulung verweigert werden, würde ich mich an das Kultusministerium wenden und deinen Fall schildern. Es ist nicht richtig ein sowieso schon "gebeuteltes" Kind noch zusätzlich zu belasten. Das Grenzt für mich ehrlich gesagt schon an mobbing...

Ich bin kein Experte, und will bitte kein Shitstorm hören von leuten die es "besser wissen" Ist nur meine Meinung und zum Kultusministerium zu gehen kann ja nicht schaden.

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:24

dieses "Mobbing" kann ich auch bestätigen, obwohl ich natürlich Verständnis für die Lehrerschaft habe, weil es nicht einfach ist, die plötzlichen Veränderungen des Kindes nachzuvollziehen. Trotzallem muss sich das Kind trotz genauer Informationen schon seit über einem Jahr mit dem Umstand auseinandersetzen, dass die Lehrer die Diagnosen einfach nicht ernst nehmen wollen, weil sie das Kind so komplett anders kannten. Sie werten das Verhalten, trotz mehrer Gutachten als "Verweigerung der Mitarbeit". Stimmt nu aber nicht.

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Wenn es tatsächlich so ist wie du es beschreibst, ist es ein Unrecht. Ich vermute aber, entschuldige, dass noch viel mehr dahinter steckt, und du es durch eine rosarote Brille siehst, was den Schüler betrifft. Du hast natürlich immer die Möglichkeit dich nochmals an die Schulleitung zu wenden und den Sachverhalt genau zu hinterfragen. Auch steht dir Gang zum Schulrat und zum Kultusminister offen.

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:21

ne, leider ist das genau so, wie ich das geschrieben habe. Ne rosarote Brille gibbet da nicht ;-) Es sind Fakten, Absprachen, die nicht eingehalten wurden und pädagogische "Fehlleistungen" ....

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Schule wechseln und/oder Anwalt. Das Kind nicht in die Sonderschule abschieben lassen (könnte mir vorstellen das ist deren Plan).

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:49

ja, ich mir auch

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das Kind nicht vor anderen zum Sprechen oder Mitmachen (beim Sport) aufgefordert wird

Andere Kinder sprechen auch nicht gerne vor der Klasse oder machen nicht gerne Sport.

Es kann durchaus die komplette Stimmung in der Gruppe stören, wenn ein Kind nun Sonderbehandlung bekommt, und statt der mündlichen Mitarbeit / Teilnahme am Sportunterricht mit Aufgaben belohnt wird, die es lieber macht und somit das Notenbild beschönigt wird, während andere introvertierte, unsichere und stillere Kinder diese Möglichkeit nicht haben.

Später beim Bewerben um Ausbildungsplätze kann ein Betrieb ja nicht dahinter gucken wie Noten entstanden sind. Es wäre also wirklich unfair wenn einige Schüler aufgrund einer schlechten Beurteilung ihrer mündlichen Leistung in eine schlechtere Gesamtnote rutschen, während andere Kinder hier mit toller Gesamtnote rausmarschieren, weil sie ihre Defizite mit Dingen ausgleichen dürfen, die Ihnen mehr liegen.

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:32

ich würde Dir zustimmen, aber hier handelt es sich um eine mehrfach diagnostizierte Erkrankung. Würde man ein Kind vom Schulunterricht ausschliessen, weil es einen gebrochenen Arm hat und nicht schreiben kann und nicht beim Sport mitmachen kann? Die Persönlichkeit des erkrankten kindes ist eigentlich kommunikativ extrovertiert. Seit Erkrankung durch Lehrer-Mobbing aber nicht mehr.

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:36

und hier geht es darum, ein Kind vom Schulunterricht auszuschließen. Die Leistungen sind immer noch durchschnittlich gut, auch ohne mündliche Mitarbeit.

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Hallo,

Schule wechseln oder die Sache mit einem kundigen Anwalt (Verwaltungsrechtler für Schulwesen!) angehen!

Die Lehrerschaft will ihn wahrscheinlich in eine Sonderschule abschieben!

Das ist böswillig und willkürlich !

Vielleicht würde ein Gutachten helfen. Aber damit sollte man vorsichtig umgehen!

Emmy

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Kommentar von RosaRiley
24.11.2015, 11:19

der Intelligenzquotient ist viel zu hoch für eine Förderschule, die Leistungen trotz mehrmonatigem Fernbleiben von der Schule wegen der Therapie sind immer noch durchschnittlich bis gut. Gutachten haben wir genug bereits aus der klinischen Therapie-Zeit.

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