Notfallmarke

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2 Antworten

wurde bereits an anderer Stelle hier diskutiert (8.2010).

Man kann im Internet, u.a. bei Ebay, "Klicks" kaufen, mit denen dann der Eintrag bei Google nach oben gepusht wird. Hat der Inhaber, Frank Kuhn, von KHB genau so gemacht. Er soll auch schon nicht mehr in Lübeck wohnen. Weiß da jemand näheres?

Schade, für alle die dort bestellt haben. Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Lübeck sollen laufen...

Viel Glück

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Ich kann dir Speziel zu der Marke nichts sagen, aber zu Marken generell:

Keinem im Rettungsdienst interessiert es, ob du eine Marke trägst, oder nicht. Wir handeln die Verunfallten/Betroffennen nach Syntomen und Unfallursachen ab. Uns interessieren keine Zettel/Marken/Ringe... und was es sonst noch alles für "NOTINFOS" gibt. Dies dürfen wir rechtlich auch gar nicht. Vom Gesetzgeber sind wir verpflichtet nach Syntome zu gehen und nicht nach irgendwelchen Infos auf Zetteln/Blechen zu suchen. Weder haben wir dafür Zeit noch sind wir rechtlich abgesichert, wenn die Infos falsch sind und wir dadurch einen Fehler machen.

Bleibt noch der Einsatz solcher Notinfos im Krankenhaus: Adresse und Ansprechpersonen stellt die Polizei anhand vom Ausweis her. Da sehen sie nach benutzen die Infos. Den Anhänger bekommen sie erst gar nicht. Blutgruppe wüssen die im Krankenhaus innerhalb weniger Sekunden durch Tests. Medikamentenverträglichkeit/Vorerkrankungen sind im Notfall ohne Bedeutung, da keine Zeit für Beachtung (und auch nicht nötig im ersten Moment). Später, wenn sie solche Infos brauchen, hat die Polizei längst einen Ansprechperson gefunden und informiert. Dann nimmt man lieber deren Aussage, als eventuell veraltete Infos solcher "Notfallteile", wenn sie überhaupt bis dato jemand beachtet hat.

Fazit: Alle Notfallzettel, Ketten, Ringe, Handyeintragungen.... bringen nichts. Außer Geld in die Kassen der Hersteller.

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Kommentar von gipsymausi
13.10.2011, 16:33

Ich muss dir ehrlich dazu sagen: Ich denke, viele fühlen sich durch diese Marken sicherer. Wenn wir umkippen, weil wir total überzuckert sind und die Sanis wissen nicht, was los ist und man hat grade keinen Ausweis dabei (was ja schon desöfteren vorkommt), dann kann das zu falschen Entscheidungen führen. Und bei einem komatösen Über/Unterzucker zählt praktisch jede Minute. In Amerika schauen sie zum Beispiel darauf, ob der Patient Halsketten oder Armbänder trägt. Und wenn da ein dickes fettes SOS oder ein Kreuz um den Hals des Patienten hängt, finde ich es alles andere als richtig, dass da nicht draufgeschaut wird! Denn die zwei Sekunden hat man doch wohl.

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