Noten lesen... wer hat mehr Talent?

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7 Antworten

Lass Dir von einem Klavierlehrer mal sagen, dass beides nur wenig mit »Talent« zu tun hat. Beides verlangt Übung. Wenn Du ohne Noten spielen kannst, heißt das, dass Du jahrelang ein »gutes Ohr« trainiert hast. Wenn Du mit Noten spielen kannst, hast Du das auch - und Du hast Dich zusätzlich noch mit der »Sprache« der Musik auseinander gesetzt.

Zum Musik machen sind die Noten natürlich erst einmal nicht notwendig. Und sie können auch behindern, gerade wenn man sich noch nicht so lange mit ihnen auseinander gesetzt hat. Improvisieren kannst Du ohne Noten, aber nicht ohne Musiktheorie, denn wenn Du nicht weißt, wie ein Stück normalerweise aufgebaut ist, wird es Dir deutlich schwerer fallen, kreativ zu sein. Was nicht heißen soll, dass Du immer nach Schema F spielen musst ;)

Wenn Du nicht improvisierst und Deine eigenen Ideen umsetzt, sondern nachspielst, stößt Du ohne Noten schnell an Deine Grenzen. Denn was ist beispielsweise, wenn Du mal keine Aufnahme in der Nähe hast? Oder wenn es Dir schwer fällt, Melodien und Harmonien aus Aufnahmen abzuleiten? Dann wird das ohne Noten echt schwer.

Der Hauptgrund, warum Noten überhaupt entwickelt wurden, ist aber die Kommunikation. Spätestens, wenn Du mit anderen zusammen spielst, wirst Du ohne Noten nur sehr selten auskommen.

Ich vergleiche die Noten immer gern mit der Schriftsprache: Als Kind hast Du ja auch erst einmal sprechen gelernt, indem Du nachgeahmt hast und vielleicht das ein oder andere Mal von Deinen Eltern berichtigt wurdest. Deine Muttersprache (und natürlich auch jede andere) kannst Du ja auch sprechen, ohne jemals Buchstaben und Wörter gesehen zu haben. In der Schule haben sie Dir aber dann das Schreiben und Lesen beigebracht, damit Du Deine Gedanken festhalten und festgehaltene Gedanken aufnehmen kannst, ohne direkt mit dem Autor reden zu müssen. Außerdem hast Du dabei auch gelernt, wie Du die Wörter besser verstehst und auch neue Wörter ohne Vergleich mit dem Gesprochenen lernen kannst.

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das ist etwas, das man so nicht sagen kann. es ist eine andere form des talentes...

ich war seit je her im freihändig zeichnen eine absolute niete. mehr als ein paar strichmännchen krieg ich einfach nicht gebacken.

berfulich erstelle ich schon mal hier und da schaltpläne für kleinere anlagen. das mache ich mit einem CAD Programm. Jenny könnte so was nicht mal lesen, geschwiege denn selbst erstellen. deswegen hat sie aber nicht weniger talent als ich, oder ich nicht weniger als sie. wir haben eben unterscheidliche begabungen...

warum das so ist, keine ahnung, man könnte vielleicht sagen, dass es durch die erziehung geprägt ist. das stimmt aber auch nur zum teil. Mama hat uns eigendlich weitest gehend gleich behandelt.

ich denke das ist auch irgendwo genetisch bedingt. genauso wie es menschen gibt die besser zuhören können und welche, die besser rückwärts einparken...

lg, Anna

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Da gibt es sicher verschiedene Ansichten -- und sicher kann man nicht sagen, dass die einen generell musikalischer sind als die anderen.

Ich persönlich habe Noten lesen gelernt und auch Spielen nach Noten, habe es dabei aber nie weit gebracht. Nach meiner persönlichen Meinung hat derjenige, der ohne Noten spielen kann, mehr Talent.

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Nein so würde ich das nicht sagen,

Wenn ich ein Stück kenne und es schon oft gespielt hab kann ich es ohne Noten spielen. Ein Stück aber das ich zum ersten Mal spiele, muss vom Blatt gespielt werden. Wenn die Stücke länger werden oder gar ganze Konzerte sind muss ich sowieso ablesen.

Manchmal ist es aber auch so das man nur mitliest aber eigentlich nicht nach den Noten spielt. Der ganze Prozess Du siehst eine Note und spielst sie dann sofort ist sowieso schon automatisiert. Da muss man nichts mehr nachdenken.

Aber ich behaupte selbst die talentiertesten spielen keine ganze Symphonie aus dem Kopf. Zwangsläufig muss man Noten lesen, wenn man gut spielen möchte.

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Ich würde eher sagen, dass Leute die ohne Noten sondern nach Gehör und Gefühl spielen mehr Talent haben, da sie ja auch ohne Vorgaben wissen, was sie spielen müssen. Ich erlebe es häufiger, dass sich Stücke von Leuten, die nach noten spielen etwas härter und nicht so fließend anhören wie die von Menschen, die nach Gehör spielen und den Stücken öfter ihren eigene Interpretation geben.

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es ist alles eine sache der übung finde ich. hat mit talent nicht viel zu tun. ich hab frühr die längsten stücke auswendig gespielt, habe mich mit notenlesen sehr schwer getan. meine tochter hat aber vor einigen jahren auch angefangen klavier zu spielen, also mußte ich mir aneignen noten zu lesen und danach zu spielen. es funktioniert. geht also beiden, wenn man möchte. :-)

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Das Talent wird vermutlich gleich groß sein. Jemand der gelernt hat nach Noten zu spielen wird sich vermutlich auf die Noten "verlassen" und kann sich deswegen weniger gut die Noten merken können. Jemand der von Anfang an nach Gehört spielt oder sich auf die Noten im Kopf verlässt, der wird mit dem dem Notenlesen wohl eher Probleme haben. Das ist alles eine Übungssache. Es kommt halt darauf an, welcher Lerntyp man ist. Talent bedeutet für mich, dass man mit Gefühl spielen und Gefühle zum Ausdruck bringen kann. :)

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