Note verschlechtern nach Rückgabe der Arbeit

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3 Antworten

Wenn der Lehrer nach der Rückgabe der Klassenarbeit selbständig feststellt, dass er einen Fehler gemacht hat, und aufgrund dessen eine Arbeit zu gut bewertet hat, so darf er diesen Fehler selbstverständlich korrigieren. Das ergibt sich schon allein aus dem Grund, warum Klassenarbeiten gechrieben werden. Diese sollen nämlich zu allererst Lehrern, Schülern und auch den Eltern Rückmeldung darüber geben, in welchem Maße die Schüler die Erwartungen an sie erfüllen. Diese Rückmeldung wäre ja verfälscht, wenn die Klassenarbeit wegen eines Fehlers zu gut (oder zu schlecht) bewertet wurde.

Für den Fall, dass der Schüler den Lehrer selbst auf den Gehler hinweist, darf natürlich AUCH die Note verschlechtert werden. Davon würde ich aus pädagogischen Gründen allerdings abraten, weil man die Kinder so zur Unehrlichkeit erziehen würde.

Sie müssen sich übrigens gar nicht auf Diskussionen mit den Eltern einlassen. Sie sind zwar dazu verflichtet, Schülern und ggf. auch den Eltern Ihre Notengebung zu BEGRÜNDEN, aber das war es dann auch. Danach ist das Thema für Sie beendet und es wird nicht weiter darüber diskutiert. Die Eltern können nichts dagegen tun, außer einer Beschwerde. Wenn diese dann von der Landesschulbehörde abgewiesen wurde herrscht dann hoffentlich auch Einsicht.

Hier gilt der Grundsatz der Chancengleichheit (Artikel 3 Absatz 1 Grundgesetz). Nach dem Grundsatz gleicher Notengebung für gleichwertige Leistungen darf die objektiv ermittelte Leistung nicht nachträglich relativiert werden. Die Rechtssprechungsentwicklung in diesem Bereich ist mittlerweile aber unüberschaubar.

nein, das geht nicht. ein lehrer darf eine gegebene zensur nicht verschlechtern

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