Notarpflichten

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Das ist Vorschrift. Nur so ist gewährleistet, dass der Käufer hinterher nicht sagen kann, habe ich nicht gewußt,, habe ich nicht verstanden. Also hör gut zu und frag nach.

balinda13 15.06.2012, 11:12

aber ich kenne doch schon dieses Vertrag erliegt mir vor.

0

Hier muss man unterscheiden. Wenn der Kaufvertrag noch nicht beurkundet worden ist, dann muss er vom Notar komplett vorgelesen werden.

Wenn er schon beurkundet wurde und du noch genehmigen musst (weil du nicht erscheinen konntest), dann muss nur noch deine Unterschrift auf einem Genehmigungsentwurf beglaubigen. Er liest dann nichts mehr vor und hat auch keine weiteren Belehrungspflichten.

balinda13 26.06.2012, 10:16

die Frage lautet etwas anders, vor dem Verkauf ohne Grundbucheintragung gibt die Bank kein o.k.. Muß der Verkäufer mir eine Kopie aushändigen. Noch ist der Notar nicht im Spiel.

0
Hufnagl 26.06.2012, 14:30
@balinda13

Eine Kopie wovon - Entwurf des Kaufvertrags? Den erstellt der Notar. Wenn da noch keiner im Spiel ist, dann sollte er so langsam mal beauftragt werden. Je nach Geschäftsanfall kann es dann schon mal eine Woche (oder auch mehr) dauern, bis man einen Entwurf in den Händen hält.

Was dir der Verkäufer als Kopie jetzt schon geben kann, ist ein Grundbuchauszug, dann weiß die Bank zumindest genau, wie das Grundstück beschrieben ist und welche Belastungen drauf sind.

Wenn allerdings ein Notar ganz sicher schon beauftragt wurde und ein Entwurf bereits existiert, dann kannst du vom Verkäufer natürlich eine Kopie verlangen. Wenn der nur zöglicher o.ä. ist, dann kannst du dich aber auch direkt an den Notar wenden, der schickt dir den Entwurf zügig zu.

vor dem Verkauf ohne Grundbucheintragung gibt die Bank kein o.k.

Hier muss unterschieden werden. Die Eigentumsumschreibung auf dich erfolgt erst, nachdem der Kaufpreis gezahlt wurde. Da die Bank aber sagt, dass sie vorher aber kein Geld rausgibt, gibts da ein Dilemma, welches aber einfach gelöst wird.

Üblicherweise ist es folgendermaßen: Der Kaufvertrag wird beurkundet und eine Auflassungsvormerkung wird zu deinen Gunsten im Grundbuch eingetragen. Die bewirkt den Anspruch, dass nur du das Vorrecht hast, den Grundbesitz zu erhalten. Der Verkäufer könnte also nicht hergehen und noch mal den Grundbesitz verkaufen oder Kredite aufnehmen und auf dem Grundbesitz eintragen lassen. Dies ist alles dir gegenüber unwirksam und er müsste das alles wieder rückgängig machen.

Meistens sind auf dem Grundbesitz noch Grundschulden oder andere Belastungen eingetragen, die aus dem Grundbuch gelöscht werden müssen. Erst nachdem diese Löschungsunterlagen alle dem Notar vorliegen und nachdem die Auflassungsvormerkung eingetragen wurde, bekommst du vom Notar eine Zahlungsaufforderung des Kaufpreises. Damit gehst du dann zur Bank und lässt die Kaufpreiszahlung veranlassen.

Erst nachdem der Kaufpreis gezahlt wurde, die Zahlung vom Verkäufer bestätigt wurde und dem Notar auch die Bestätigung vorliegt, dass du die Grunderwerbsteuer gezahlt hast, wird die Eigentumsumschreibung veranlasst.

0

ja, aber was ist das?

ich werde ein Grrundstück und ein Haus notariell beglaubigen lassen

du meinst, du machst einen notariellen kaufvertrag?

Ich würde sagen, in diesem Fall darf der Notar nicht beurkunden. :D :D

Was möchtest Du wissen?