notar fragen zum verzicht

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3 Antworten

Du wirst ja eine Kopie der Verzichtserklärung haben, dann würde ich genau bei dem Notar nachfragen, bzw. ein Beratungsgespräch vereinbaren. Auch im Hinblick auf Deine Kinder, die ja dann Deinen Anteil trotzdem erben würden. Falls Ihr nicht darauf auch verzichtet habt. Vorher unbedingt erkundigen, ob Schulden vorhanden sind.

Ein Verzicht ist nur rückgängig zu machen, wenn der Verzichtende (du und deine Geschwister) und der spätere Erblasser (deine Eltern) der Aufhebung des Verzichts zustimmen.

Bist du dir sicher, dass ihr auf alles verzichtet habt oder nur bezüglich des überlassenen Grundstücks? Ein beschränkter Pflichtteilsverzicht ist bei solchen Überlassungen von Eltern an Kind nämlich üblich, sodass das Kind mit dem Grundstück es im Erbfall nicht verkaufen muss etc., um Pflichtteilsansprüche an seine Geschwister auszuzahlen. Ein kompletter Verzicht scheint mir da etwas weitgehend zu sein. Schau mal, ob auf der notariellen Urkunde was von Pflichtteilsverzicht, beschränkter Pflichtteilsverzicht oder Erbverzicht steht.

Wenn der Verzicht nicht mit den Eltern rückgängig gemacht wird, dann hast du eventuell nur vor Gericht eine Chance, den Verzicht anzufechten. Dazu ist dann aber ein Rechtsanwalt zuständig, ein Notar ist unparteiischer Dritter und darf eine Partei nicht vertreten.

Die Überlassung selbst ist allerdings auf jeden Fall wirksam, da deine Eltern mit dem Grundstück machen konnten, was sie wollten. Ihr anderen Kinder müsst dazu keineswegs zustimmen.

Was heißt ihr musstet? Wie hat man euch denn gezwungen? Wenn man euch tatsächlich gezwungen hat, zu unterschreiben, mag eine Anfechtung möglich sein, aber normalerweise ist ein Erbverzicht (ich nehme mal an, dass es sich um einen solchen handelt) kaum rückgängig zu machen.

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