Normale entbinden oder Kaiserschnitt?

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13 Antworten

Du hast mehr Angst vor einem eventuell möglichen Riss an einer "Sollbruchstelle" des weiblichen Körpers, den du nicht spürst und der in der Regel gut verheilt, als vor einer medizinisch nicht indizierten großen Bauch-OP, bei der ein Schnitt an einer dafür definitiv nicht vorgesehenen Stelle gemacht wird?

Theoretisch gibt es keine ICD Diagnose "Wunschkaiserschnitt", die die Krankenkasse bezahlt. Die (Mehr-)Kosten müssten also von der Patientin selbst getragen werden. In der Praxis "findet" aber fast jede Klinik eine "medizinische" Notwendigkeit (und damit die Abrechnungsmöglichkeit mit der Kasse) um die Patientin als Kundin zu binden, in dem Wissen:
"Wenn wir es nicht machen, macht es die nächste Klinik".

Auch wenn die modernen Techniken und der hohe Hygienestandard den Kaiserschnitt zu einem relativ problemlosen Routineeingriff hat werden lassen, gibt es Nachteile und Risiken gegenüber einer Spontangeburt:

Das Kind wählt seinen Geburtstag nicht selbst, kein Geburtserlebnis, Wund- und Narbenschmerzen nach der Operation (bis zur vollständigen Heilung vergehen rund sechs Wochen), rund einen Tag lang nicht aufstehenkönnen, auf Hilfe angewiesen sein bei der Versorgung des Babys, Urin-Katheter und eventuell eine Drainage für die Narbe, längerer Klinikaufenthalt.

Es besteht ein höheres Risiko für eine Thrombose oder Embolien. Das häufigste Problem nach der Operation ist eine milde Darmträgheit, gelegentlich gibt es Probleme bei der Entleerung der Blase, eventuelle Blasenentzündungen müssen behandelt werden, nach einer Operation kann es zu Wundinfektionen kommen.

Eine weitere, seltene Gefahr ist ein möglicher hoher Blutverlust bis hin zur Gebärmutterentfernung, in seltenen Fällen werden während der Operation andere Organe wie die Blase oder der Darm verletzt, was eine weitere Operation nach sich ziehen würde.

Als mögliche Spätfolgen nach einem Kaiserschnitt sind wie nach jeder Operation die Risiken von Wucherungen und Verwachsungen gegeben, die zu ständigen Unterbauchschmerzen führen können.

Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kaiserschnittes, einer Plazenta praevia oder einer manuellen Plazentalösung in der nächsten Schwangerschaft ist höher.

Gelegentlich wird das Kind beim Kaiserschnitt verletzt und hat häufiger Atem- und Anpassungsstörungen. Kaiserschnitt-Kinder von Müttern mit bekannten Allergien haben ein siebenfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie zu haben.

Außerdem stärkt die natürliche Geburt das Immunsystem des Kindes, da der Darm des Babys, der bis zur Geburt keimfrei ist, dabei (im Gegensatz zum Kaiserschnitt) mit immunologisch wichtigen Bifidus- und Lactobazillen aus dem Geburtskanal der Mutter besiedelt wird.

Neue Studien belegen, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Typ 1 Diabetes haben als Kinder, die spontan entbunden wurden.

Schau auch mal unter

http://www.frauenarzt.de/1/2008PDF/08-06/2008-07-06-schneider.pdf

Auch die DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) spricht sich gegen unnötige Kaiserschnitte aus:

http://www.dggg.de/startseite/nachrichten/dggg-kongress-2012-kaiserschnitt-oder-natuerliche-geburt-keine-schwierige-entscheidung/

Aus ganzheitlicher Sicht wird vom Kaiserschnitt abgeraten, da man die Wehen als Vorbereitungsphase für den Eintritt ins Leben sieht.

Auch der psychologische Faktor einer natürlichen Geburt ist für eine Frau nicht zu unterschätzen. Seine eigenen Kräfte zu erkennen und sagen zu können "Das habe ich geschafft" ist unglaublich bereichernd.

Der Kaiserschnitt ist eine sehr gute Alternative für Notfälle unter der Geburt, wenn Gefahr für Mutter oder Kind besteht. Die WHO schätzt, dass dies in etwa 10 bis 15 Prozent der Schwangerschaften zutrifft und hält deshalb eine Kaiserschnittrate in dieser Höhe für vertretbar.

Anscheinend muss man Frauen nur lang genug einreden, dass sie nicht gebären können, denn in Deutschland schwankt die Kaiserschnittrate der einzelnen Kreise zwischen 17 und 51 Prozent (im Schnitt kommt also fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt).

Alles Gute für dich, eine gesunde Schwangerschaft und schöne Geburt!

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Kommentar von o0bellaAnna0o
21.11.2016, 21:09

Die Klinik muss gar keine Gründe für die Sectio nennen, darum interessiert sich die Kasse nicht für die medizinische Notwendigkeit im Einzelfall, es fällt unter den Datenschutz oder irgendwie so wurde mir das vom Arzt erklärt.

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Ich persönlich empfehle dir eine normale Geburt. Eine Geburt ist eigentlich so eines der natürlichsten Sachen der Welt.
Wir machen es heute zu einem Drama....

Dir wird nach einem Kaiserschnitt der Vorgang der Geburt abgehen; davon berichten viele Frauen.

Weiter bringt es gerne Grenzprobleme (Unvermögen, selbst Grenzen zu setzen und Regeln einzuhalten von seiten der Kinder) mit den Kindern, die viel Ärger bringen.

Frauen haben Angst vor der Geburt, vor Schmerzen, das ist natürlich verständlich. Aber die Natur hat es auch gut eingerichtet und lässt uns alles schnell vergessen. Den Dammriss näht der Arzt sofort nach der Geburt, was ich weiß.

Eine natürlich Geburt hat viele Vorteile, so viele, die sich alle vorab gar nicht absehen lassen!

Also ich finde eher, dass wir Frauen aus einer Geburt keine unnötigen Horrorgeschichten machen sollen. Es ist uns zugetragen worden und uns wurden aber auch nötige Kräfte dafür gegeben.
Vielleicht könnte es dir helfen mit Frauen, bei denen es gut gegangen ist, Gespräche darüber zu führen, weniger mit welchen, bei denen es Komplikationen gab. Nicht um die Wirklichkeit auszublenden, sie aber auch nicht schlimmer zu machen, als sie ist.

Eine Schwangere sollte sich mit keinerlei Problemen befassen!

Kannst du deine Schwangerschaft dann gut loslassen, also das Baby in dir?
Magst du dem Baby, deinem Kind, das Leben schenken?
Wirst du dich von deinem Kind trennen können?
Konntest du die Schwangerschaft ausreichend genießen?
Wenn nicht, was alles kannst du jetzt noch für dich tun? Was möchtest du gerne noch alles auskosten? Mach es!

Wenn du dann mal dein Kind in den Armen hältst, ist alles gut und vergessen. Das kannst du jetzt nicht nachvollziehen, aber du kannst es vertrauensvoll glauben!

Alles Gute an dich und widme dich bald möglichst ganz viel Schönem und Gutem!

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Hallo,

wenn du deine Angst loswerden möchstest, empfehle ich dir, mit einer Hebamme darüber zu sprechen. Sie wird die Mut machen und kann dir auch die Angst vor einem Dammschnitt nehmen. 

Gegen Schmerzen gibt es die Möglichkeit der PDA (ohne Belastung des Kindes). Das hilft deinem Gewebe auch, sich zu entspannen (weil du keine Schmerzen spürst) und schützt dich damit ein ganzes Stück vor einem Dammschnitt. Außerdem kann man vorher die Größe des Kindes vermessen und dir sagen, ob es Schwierigkeiten geben wird oder eher nicht. 

Mütter erzählen gern ihre "Horrorgeschichten". Bitte sie einfach- wenn dich wieder eine damit "beglücken" möchte, dass sie dir Mut macht anstatt dich zu ängstigen. 

Selbst wenn du dich für einen KS entscheidest, bist du keine schlechte Mutter! Dann ist es halt so und dein Kind wird sich genau so zu einem gesunden Menschen entwickeln wie all die anderen Kinder auch. Dramatisieren kann man alles. 

Meine 3 sind - notgedrungen- auch KS- Kinder und sind alle, gesund und fit. 

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Lass dich im Krankenhaus in dem du entbinden willst/ wirst rechtzeitig beraten (am besten so früh wie möglich, vielleicht noch diesen Monat). Denn "dann wenn es los geht" ist es zu spät für eine Entscheidung.

Lass dich also ärztlich beraten, immerhin hängt es mit deinen persönlichen gesundheitlichen und körperlichen Vorraussetzungen zusammen ob das eine oder das andere ratsamer wäre.

Zusätzlich kommt es natürlich auf den dann aktuellen Gesundheitszustand deines Ungeborenen an. Das hatte und hätte jederzeit wieder absolute Priorität für mich

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Ich hatte zwei geplante KS. Und das nächste Kind wird wieder einer. Im Leben würde ich nach zwei Bilderbuch KS keine normale Geburt bevorzugen.
7 Uhr in der Klinik gewesen 8 Uhr in den OP gerollt, mit spinalanästhesie und Vorbereitung war es dann beim ersten Kind 8.42 Uhr als sie kam beim zweiten Kind war es 10 Minuten später.
Das erste mal aufgestanden um 13 Uhr. Um 18 Uhr mit Kind über den Gang gelaufen. Bei Kind 1 am nächsten Tag in die Cafeteria gegangen und 48 Stunden nach dem KS entlassen worden. Beim zweiten Kind 24 Stunden nach KS 40 km zu ihm in die Klinik gefahren (Klinik Aufenthalt hatte nichts mit dem KS zu tun) und 48 Stunden später wieder entlassen.
Beides waren aber sanfte KS. Die mehr gedehnt wurden als geschnitten.
Tag nach der Entlassung schon mit dem Zwerg unterwegs gewesen und 10 Tage nach dem 10 KS im bayerischenwald auf dem baumwipfelpfad gewesen.
Beim zweiten Kind hat sich das tragen der großen ja auch nicht vermeiden lassen, was auch ca 4 Tage nach der OP gut ging.
Schmerzen hielten sich immer im bereich eines blöden Muskelkaters. War der "Muskelkaterschmerz" nach 14 Tagen rum, begann ich auch leichten Sport zu treiben. Die Narbe hat noch nie geschmerzt. Sie ist weder wetteranfällig noch sonst was. Bei keinem Sport und keiner Bewegung beeinträchtigt sie mich 15 Monate nach der OP.
3 Wochen vor dem 1 KS habe ich erfahren das mein Arzt die kleine holen will und das auch3 Wochen vor Termin. Ich war fertig. Nie wollte ich den KS. Also hatte ich 3 Wochen Zeit mich damit zu beschäftigen. Nach 3 Tagen fand ich es gar ich mehr so schlimm und freute mich meinen Zwerg 3 Wochen eher im Arm zu halten. Ich wusste es ist richtig und wichtig. Mein eigener Bruder setzte die spinalanästhesie und mein Gynäkologe selbst operierte. Also ging ich da ganz entspannt an die Sache ran.
Beim zweiten Stand vom ersten Tag an fest das wieder ein KS und sogar der Termin stand ab der 12 Woche fest. Medizinische Indikation hin oder her, ich würde mich immer pro KS entscheiden bei den Erfahrungen die ich selber gemacht habe.
Meine Kinder sind (mal abgesehen von genetischen Krankheiten) top gesund, waren noch nie richtig krank, sind körperlich, kognitiv, sprachlich und motorisch gut bis sehr gut entwickelt. Sie haben beide ein sehr gesundes selbst vertrauen, sind keine schrei Kinder, schlafen selbst heute (mit 2,5 und 15 Monaten) nachts 13/14 Stunden am Stück und mittags 3/4 Stunden.
Wie die Geburten waren sind meine Kinder auch heute. Entspannt!

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Jemand ziemlich Schlaues hat mal gesagt: "Die Angst ist der Feind im Geburtszimmer."

Will heißen, unter Angst schüttet der Körper Streßhormone aus, die das Geburtsgeschehen sehr sehr ungünstig beeinflussen.

Wenn Du noch schnell was gegen Deine Angst tun willst empfehle ich Dir "Hypnobirthing" von Marie Mongan- für einen Kurs ist es zwar zu spät, aber das Buch allein plus CD bringt ne Menge. Erklärt zumindest, dass eine Geburt weder schmerzhaft sein MUSS noch nur mit Betäubung zu überstehen ist, sondern dass es NORMAL ist sein Kind schmerzarm und selbstbestimmt auf die Welt zu bringen.

Das funktioniert wirklich, das Netz ist voller Hypnobirthing Videos, auf denen Frauen tiefenentspannt ihre Kinder gebären :)

Und auch OHNE so ein Training ist Geburt wahrlich kein Horror. Ich habe selbst drei Kinder auf die Welt gebracht und jede Geburt war ein einzigartiges und wunderschönes Erlebnis, dass ich nicht missen möchte.

Was Geburten oft mies verlaufen läßt, sind ungünstige Begleitumstände, die Krankenhausroutine, fehlende Unterstützung und Sympathie von Seiten der Geburtshelfer und eben Angst.

Dammrisse passieren übrigens bei natürlichen Geburten sehr selten - eher unter dem Einfluß von Wehentropf und PDA. Geburt ist ein Prozeß bei dem das KIND die Wehen vorgibt und Mutter und Kind zusammenarbeiten.

Kommt ein Wehentropf mit rein, wird an der "Stellschraube" die Intensität der Wehen eingestellt und das Kind durch den Geburtskanal "getrieben", die Mutter verliert den Kontakt, weil sie durch die Betäubung gar nichts mitkriegt - oft gibts dann (oh Wunder!) auch schlechte Herztöne und am Ende heißt es dann Dammschnitt, das Kind muß schnell raus!!

Ich verlinke Dir hier mal ne Doku der Sendereihe "Gott und die Welt" genau zum Thema - Der beste Weg in die Welt.

http://mediathek.daserste.de/Gott-und-die-Welt/Der-beste-Weg-auf-die-Welt/Video?bcastId=2833732&documentId=37391100

Wie auch immer Deine Entscheidung ausfällt - alles erdenklich Gute!

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Ist das heutzutage eine Frage?

Das ist schrecklich.

Ein Dammriss wird vorgebeugt, indem man einen Dammschnitt macht und den bemerkst du bei den Geburtswehen nicht mal. Der wird dann auch wieder genäht, was ist davor Angst zu haben?

Man macht eine natürliche Geburt und wenn Probleme auftreten macht man einen Kaiserschnitt (das entscheidet dann Hebamme und Arzt).

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Kommentar von BigDreams007
23.12.2016, 06:57

Mich hat es auch richtig "erschrocken", dass das überhaupt zur Debatte steht!

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Woher weißt du denn, dass du reißen wirst??

Ich hab drei normale Geburten hinter mir: alle easy, alle gut... und ich war 2 h nach der Geburt fit, um mich um mein Baby zu kümmern. Das wünsche ich dir auch sehr!

Nach einem KS siehst du dein Kind schon mal nicht gleich, weil du ja noch zugenäht werden musst. Und dann ist das eine größere OP mit anschließenden  Schmerzen. Ich kenne keine Frau, die direkt nach dem KS aufgestanden ist und fit war.

Natürlich gibt es medizinische Gründe, die einen KS nötig machen. Aber planen würde ich ihn im Leben nicht. Eine OP vermeide ich, wenn es irgendwie geht.

Also: Schön Damm-Massage machen und dann bei der Geburt der Hebamme vertrauen. Die macht ja auch Damm-Schutz. Kleine Risse sind übrigens kein Problem. Und ein kompletter Riss - also der passiert schon nicht so oft... Jedenfalls nicht mit 99,99%...

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Also sorry an alle, die sich jetzt dadurch angegriffen fühlen: Sich freiwillig zum KS zu entscheiden ist einfach nur richtig, richtig dumm! Dass es die Möglichkeit überhaupt gibt, sich ohne medizinische Notwendigkeit einer Operation zu unterziehen, ist doch krank! 

Zu deinem möglichen Dammriss: glaubst du denn, eine KS-Narbe ist angenehmer als ein Dammriss??? Es sind Schmerzen!!! Und sie vergehen nicht einfach, sondern du spürst die Narbe dein Leben lang! Noch Monate nach dem Eingriff ist die Stelle extrem empfindlich und für immer bleibt ein ekliges Taubheitsgefühl. Bei Wetterumschwung tut die Narbe auch immer weh. Das alles bleibt dir beim Dammriss erspart, denn es ist eine viel, viel kleinere Wunde.

Und jetzt erzähl ich dir, wozu der besch***ene KS bei mir geführt hat:

Erster Notfall-KS aufgrund von Placentainsuffizienz 2007. Ausgezeichnete Wundheilung, keine Auffälligkeiten.

Zweite SS 2015: In SSW 35 plötzliche extreme Schmerzen, sofort zum KH, sofort Notfall-KS: Die alte Narbe ist gerissen, wir beide (Baby und ich) wären gestorben, wenn ich nicht so schnell im KH gewesen wäre. Es folgten zwei Tage Baby-Intensiv weil die Kleine nunmal viel zu früh war, und weitere zehn Tage Kinderklinik. Deshalb konnte ich auch nicht stillen, was mir persönlich noch heute richtig zusetzt, ich muss manchmal einfach anfangen zu heulen, wenn ich z.B. stillende Mütter sehe.

Dritte SS jetzt: Aufgrund der Narben durch die KS habe ich eine Placenta praevia totalis, das bedeutet für mich: Ich falle als Mutter komplett aus. Ich darf nämlich weder lange stehen (kochen!), noch heben (Kleinkind!), noch autofahren (großes Kind zu Schule und Hobbys, einkaufen...), noch länger laufen oder sitzen (also nicht mit den Kindern raus), natürlich auch kein Geschlechtsverkehr. Mit Blutungen oder Wehen muss ich sofort ins KH, denn die Placenta könnte sich vorzeitig ablösen, dann wäre Baby nicht mehr versorgt, also Gefahr einer Fehlgeburt. Die ganze Familie leidet unter diesem Zustand.

Noch ein Kind kann ich nicht bekommen, mir wurde Sterilisation empfohlen, da eine weitere SS extrem gefährlich wäre.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Entscheidung erleichtern.

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Kommentar von Nele235
20.11.2016, 19:29

Nicht jeder Kaiserschnitt endet in so einer Horrorgeschichte, wie sie hier zu lesen ist. 

Ob Narben "wetterfühlig" sind oder nicht, hängt nicht von deren Größe ab! Ein Dammschnitt kann genau so Probleme machen wie eine KS- narbe- oder auch nicht. 

Man kann auch ein 4. Kind per KS entbinden. 

Notkaiserschnitte sind etwas anderes als geplante. Und Dammrisse schlimmer als ein geplanter KS!

Ich finde es unpassend, solche krassen Worte gegen Kaiserschnittwunsch zu finden, weil du keine spontane Entbindung hattest. 

Meine Kaiserschnitt- Naht war inzwischen 5 Mal offen und ich habe überhaupt keine Probleme damit. Nach 72 Stunden Wehen hatte ich weder Kraft noch Mut, mein erstes Kind normal auf die Welt zu bringen. Durch eine Fehlfunktion konnte auch das 2. nicht spontan auf die Welt kommen. Ab dem 3. gibts die Option dann eh nicht mehr. 

Ich kann jede Frau verstehen, die Angst vor einer Spontangeburt hat! Erzählt bekommt man meist nur Horrorgeschichten, denn die Erzählerinnen vergessen, dass die Zuhörerinnen ja nicht plötzlich "alles vergessen" haben, wenn das Kind da ist. 

Ein Kaiserschnitt ist nicht nur schlimm für´s Kind und eine Spontangeburt nicht nur supergut. Wenn die Fragestellerin so Angst vor einer Spontangeburt hat, dann wird´s halt eine Schnittentbindung. 

Nele

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Kommentar von Rockige
20.11.2016, 19:53

Das mit der Kaiserschnittnarbe ist aber eine gehörige Verallgemeinerung. So wie bei jeder anderen Narbe (ob genähter Dammriss, Blinddarmnarbe oder sonstwas) ist es von Frau zu Frau verschieden ob 1. die Wunde gut verheilt, 2. ob und ab wann das Gewebe wieder normal empfinden kann, 3. wie die Narbe im Laufe des Lebens sich möglicherweise verändert, 4. ob sie schmerzt oder nicht.

Es gibt Frauen die haben für den Rest des Lebens Probleme durch die Kaiserschnittnarbe, ja. Es gibt Frauen, bei denen die Nerven im Bauchraum sich nicht gescheit regenerieren können, ja. Es gibt Frauen deren Narbe schmerzempfindlich ist bzw. die bei bestimmten Temperaturschwankungen nervt, ja. Aber das gilt nicht für 100 Prozent aller Frauen die einen (oder mehrere) Kaiserschnitte bekamen.

Deine persönliche Geschichte ist deine Geschichte. Sie bleibt deine Geschichte und wird nicht automatisch genauso zur Geschichte anderer.

Letztlich muss jede Frau selbst entscheiden.

Ich sag ihr auch nicht "Mach unbedingt dies oder jenes". Sie wird sich schon für das eine oder andere entscheiden und sich hinterher sagen "war eine gute Entscheidung" oder "war eine schlechte Entscheidung". Solange sie sich so entscheidet das es dem Wohl ihres Kindes zugute kommt, ist alles prima.

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kein Grund zur Panik wegen Dammriss durch den Druck der nach unten geht merkst du es gar nicht, in den meisten Fällen wird auch unter der Geburt ein Dammschnitt gemacht, eine OP birgt immer ein Risiko, wenn du dein Kind normal zur Welt bringst hast du zwar Wehenschmerzen die man durch eine PDA erträglich machen kann aber nach der Geburt ist alles in Ordnung wenn du aber einen Kaiserschnitt machen lässt hast du zwar keine Schmerzen dabei aber wenn die Betäubung weg ist dann hast du Wundschmerzen und das dauert eine Weile bis die Weg sind 

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Mir ging es damals sowie dir, nur umgekehrt. Ich stelle mir einen Kaiserschnitt schmerzhafter vor als Wehen und ich bin froh normal entbunden zu haben. 

Dammriss hin oder her, danach bist du ganz glücklich dein Kind in den Armen zu halten. 

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Wenn ein Dammriss droht, wird schnell ein Schnitt gemacht, der dann gut genäht werden kann.

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Woher willst du wissen das du zu 99,9% einen Darmriss bekommst? Vor allem ist normal entbinden zwar schmerzhaft jedoch am gesündesten für den Körper.

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