Non Hodgkin Lymphom mit Hund

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4 Antworten

Hallo,

erst einmal würde ich dich gerne drücken und dir versuchen Mut zu machen, für die schwere Zeit, die euch allen sicher bevorsteht. Und schön, wie sehr du dich scheinbar um das Wohlergehen deines kleinen Bruders kümmerst, er wird es sicher brauchen, auch wenn dir bestimmt eher zum Heulen zumute ist.

Ja, während Chemo- und/oder Strahlentherapie wird das Immunsystem geschwächt. Anders herum ist gerade bei einem Kampf gegen den Krebs das positive Lebensgefühl und der Kampfeswille (wenn man es so ausdrücken darf) ein enorm wichtiger Helfer! Wenn selbst der Arzt meint, dass ein Hund trotzdem der geeignete Helfer für deinen Bruder sein kann - was sollte dann dagegen sprechen? Natürlich muss die notwendige Hygiene beachtet werden und besonders beim Hund auf Wurmkuren etc. geachtet werden.

Aber die positiven Signale, die dein Bruder durch und vom Hund bekommen wird, können ihm mit Sicherheit durch die schwere Zeit helfen. Niemand hört so gut zu wie ein Hund, niemand kuschelt so gerne und ausgiebig wie ein Hund, einem Hund kann man getrost das ganze Elend der Welt ins Fell heulen - wenn man Mama und Papa und die Familie mit seiner eigenen Angst nicht noch zusätzlich belasten will. Ein Hund liebt einen ohne Bedingungen und ohne "Ansprüche" zu stellen.

Gute Frage natürlich: was für ein Hund? Und muss er tatsächlich darauf trainiert sein/werden, mit einem krebskranken Kind umzugehen. Denn das würde bedeuten, es würde eine sehr lange Zeit ins Land gehen, bis so ein Hund trainiert wäre und es wäre sehr teuer.

"Reicht" nicht auch ein ganz normaler Hund? Schließlich wird bei dieser Erkrankung doch eher ein "Seelentröster" gebraucht und kein Hund, der einem den Schlüsselbund holt oder das Handy reicht oder solche Dinge?

Auf Anhieb würde ich jetzt ganz spontan einen Whippet empfehlen. Wir halten und züchten (bzw. haben gezüchtet) diese Rasse seit mehr als 30 Jahren. Für mich gibt es keine Rasse, die sensibler und sorgsamer mit Kindern (auch schon mit ganz kleinen!) umgeht, die nicht bellt, nicht nach Hund riecht, extrem vorsichtig ist, liebend gerne kuschelt, auch vorm körperlichen Erscheinungsbild her eher zart ist (obwohl sie ganz schön robust sind), sehr leicht zu erziehen sind und alle Stimmungsschwankungen ganz schnell mitbekommen.

Natürlich muss immer gewährleistet sein, dass der Hund nicht nur "Mittel zum Zweck" ist , denn auch hier gilt zu beachten, dass es ein Lebewesen mit auch eigenen Ansprüchen ist. Der Hund möchte raus, möchte sich bewegen, spazieren gehen, mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen etc.

Wenn dein Bruder sich tatsächlich so sehr einen Hund wünscht, dann wäre so ein Partner mit Sicherheit eine sehr große Hilfe für seine Seele - und vielleicht ja auch für seine Gesundheit. Denn ein Hund animiert immer auch, sich zu bewegen, auch wenn man vielleicht vor lauter Frust lieber im Bett bleiben und sich die Decke über den Kopf ziehen möchte, ein Hund bringt einen zum Lachen und tausend Freuden ins Leben.

Ich wünsche euch so sehr, dass ihr die richtige Entscheidung treffen könnt und deinem Bruder und deiner Familie wünsche ich Gottes Segen, um diese schreckliche Krankheit zu besiegen.

Daniela

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Ein Hund (wenn er geliebt wird) dient immer einer besseren und kürzeren Heilung. Gerade im Kindesalter ist ein N-H-Lymphom mit Chemo recht gut heilbar und ein Hund kann die Heilung unterstützen und ggf. auch die Nebenwirkungen der Chemo subjektiv mildern. Ein "ruhiger" Hund ist empfehlenswert: zB. Labrador, Golden Retriever uä.

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Erstmal tut es mir sehr leid für dich, vorallem für deinen Bruder! Den Rat des Arztes finde ich nicht sehr gut, denn ein Hund ist auch ein Lebewesen auf dessen Gefühle man Rücksicht nehmen sollte. Da ich mit kranken Kindern arbeite, weiß ich auch wie oft sie ins Krankenhaus müssen und eben ein Elternteil das Kind begleitet. Wer kümmert sich dann um das Tier? Wird es nicht noch zur Belastung, da die Krankheit deines Bruders viel Raum und Zeit beanspruchen wird. Was wird dann aus dem angeschafften Hund? Der Vogel muss nicht weg - wir hatten 2 schwere Krebsfälle in der Familie und 2 Hunde, Katzen, Hühner usw..... wenn es danch ginge müsste man auch alle Menschen meiden, denn ehrlich angsteckt habe ich mich von einem Tier noch nie, aber leider von Kollegen, Freunden, Familie ;) Überlegt euch das gut, inwiefern ihr deinem Bruder und einem Tier gerecht werden könnt! Ich hoffe dein Bruder schafft es gesund zu werden und danach könnt ihr euch ja nochmal alles durch den Kopf gehen lassen! Alles Gute!

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Keine gute Diagnose. Mein Mitgefühl für Deine Familie.

Bei der Chemo wird das gesamte Immunsystem über den Haufen geworfen, so dass jede Art von zusätzlicher Beeinträchtigung vermieden werden sollte. Haustiere bringen jede Art von Keimen mit, deshalb soll auch erstmal der Vogel weg. Ein Hund, der artgerecht gehalten wird, ist eine viel größere Gefahr. Ich bezweifle, dass Deine Familie mit allem was auf sie zukommt, einem Hund gerecht werden kann. Wartet ab bis eine gute Stabilität diagnostiziert wird. Zur Therapie um das Durchlebte zuverarbeiten ist ein Hund natürlich bestens geeignet. Bitte einen Schritt nach dem anderen und auch im Sinne eines Tieres.

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