Noch-Ehemann zahlt Kreditanteil nicht und sabotiert mich, was kann ich tun?

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4 Antworten

Das klingt wie meine Geschichte. Dein Anwalt sollte schnellstens Trennungsunterhalt für dich fordern. Bringt er sich selbst in eine wirtschaftliche Notlage z.B. durch Kündigung, kann er dich nicht belangen wegen Unterhalt.

Verweigere die Übergabe der Kopien der Bauunterlagen, wenn nicht die Kopie der Bankunterlagen kommt. Zug um Zug. erst soll er die Bankunterlagen schicken, dann du den Bauordner in Kopie.

Kann er nicht nachweisen, dass ihm gehört, was er fordert, dann nicht abgeben. Bleib hart.

Sprich mit der Bank, du kannst dort für ein paar Monate die Tilgung aussetzen, dann bist du in der Vollzeit und kannst die Kreditrate wieder bedienen.

Es muss dann vor Gericht geklärt werden, wegen der Übertragung, wenn er sich weiter weigert. Sonst zahlst du und irgendwann kommt er an und will das Haus verkaufen und bekommt 50% vom Erlös- wobei, so einfach wäre es auch nicht. Da müsstest du dann deine Forderung beziffern und verlangen, dass du diesen Teil beim Verkauf erhältst, sonst einem Verkauf nicht zustimmen würdest.

Hängst du an dem Haus so sehr? Würdet ihr beide mit Schulden rausgehen, wenn es verkauft würde? Der Dame unten passiert nicht, Wohnrecht würde mit verkauft, das wüssten die Käufer dann- mindert aber den Verkaufswert.

Wenn du annähernd schuldenfrei aus dem Ganzen herauskommen könntest, dreh den Spieß doch um. Zahl nicht mehr- dann muss die Bank sich an ihn wenden- gesamtschuldnerische Haftung. Zahlt er dann auch nicht, dann kommt es in geraumer Zeit zur Versteigerung.

1. Könntest du dann das Haus versuchen zu ersteigern, dann wäre es deins.

2. hättet ihr dann keine Schulden mehr (hoffentlich) und auch du könntest neu anfangen

Alles Gute und sei stark- ich habe es durch. weißt du was? Dann stellt man fest, wie stark wir Frauen sind und das Männer uns gut tun, aber nur wenn wir es wollen! 

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Kommentar von 78melisande
03.08.2016, 10:19

Mein Beileid! Bist Du denn noch mittendrin oder hast Du es schon ausgestanden? :-/ Wünsche Dir viel Kraft!

Trennungsunterhalt wurde von seinem Anwalt im letzten Schreiben abgelehnt, er sähe keine Berechtigung dafür, weil er meint, ich würde "genug" verdienen ^^ - mein Anwalt bleibt natürlich dran. Er verschweigt halt leider auch seinen Nebenjob, durch den er dann 1200 EUR mehr als ich zur Verfügung hat.
Seinen Job kündigen will er, hat er jedenfalls angedroht, wenn ihm alles zu viel wird und dann Asi-Harzer machen. (Seine Worte!)

Die Unterlagen werden getauscht, da stimme ich Dir zu, erst er, ich hab bisher Unmengen an Dingen nachgewiesen, weil er Behauptungen aufgestellt hat, die nicht stimmten, ich aber alles nachweisen konnte. Das geht ja schon die ganze Zeit so.
Genauso verfahre ich jetzt auch mit allem anderen. Mein Anwalt meint auch, dass wir jetzt mal härtere Geschütze auffahren sollten, auch wenn es mir schwer fällt, weil ich das ganze am liebsten ohne Zank usw. regeln würde.

Tilgungsaussetzung, schon das zweite Mal. Ich werde das nach dem Kommentieren hier definitiv mal googeln, damit ich weiß was das genau ist und was ich machen muss. Danke für den Tipp! :)

Genau, die Übertragung ist mir auch sehr wichtig, weil andernfalls zahle ich ja weiterhin für das Haus und wenn mir irgendetwas passieren sollte, dann hat er quasi ein Haus geschenkt bekommen. Er hat ja "nur" 1,5 Jahre Kreditraten bezahlt. Das Eigenkapital, damit überhaupt das Grundstück gekauft werden konnte, ist ja von der Mieterin unten vorgestreckt worden und die möchte natürlich ihr Geld auch wiederhaben.

Ich hänge ehrlich gesagt gar nicht an dem Haus. Würde ER mir das anbieten, was ich ihm anbiete, würde ich SOFORT drauf eingehen. Das Problem ist allerdings: wird das Haus verkauft, bleiben immer noch sehr hohe Restschulden (etwa 200.000 EUR, die dann durch 2 geteilt werden). Bei einer Zwangsversteigerung würden noch mehr Schulden übrig bleiben, damit sind beide finanziell gesehen "tot" für Jahre - ob mit oder ohne Privatinsolvenz - und dennoch dann eine Doppelbelastung, weil man sich dann eine Bleibe suchen müsste. 

Wie sollte ich denn aus dem Ganzen herauskommen, ohne im Lotto zu gewinnen? ;-)

Über diese Möglichkeit habe ich auch schon nachgedacht, da ich aber einen erheblich großen Schuldenberg habe (durch das Haus) würde ich im Leben niemals einen weiteren Kredit bekommen, somit könnte ich das Haus ja auch gar nicht ersteigern - oder sehe ich irgendwas nicht richtig? Gibt es da vielleicht Möglichkeiten, mit der Bank neu zu verhandeln? Ich kenne mich mit diesen ganzen Dingen ja gar nicht aus.

Momentan fühle ich mich gar nicht so stark... dafür habe ich zu viel Angst und mache mir ständig Sorgen, wie es weiter geht und wie ich die Privatinsolvenz abwenden kann.

Natürlich können uns Männer auch gut tun :) und andersrum. Ich finde es einfach nur erschreckend, wie knallhart manche Menschen werden, wenn Sie sich in ihrem Stolz verletzt fühlen und wie vollkommen irrational sie werden und sogar den eigenen sozialen und finanziellen Untergang in Kauf nehmen. Ich hab wohl einfach nur Pech gehabt und eine ziemlich miese Menschenkenntnis, habe zu leichtgläubig vertraut und zahle jetzt die Rechnung. Ich hoffe, dass er vielleicht doch noch, durch den Anwalt oder vielleicht den Scheidungsrichter zur Vernunft kommt und sich alles soweit klärt. Beziehungen enden halt auch mal, wenn es nicht mehr läuft - und er muss sich nicht wundern, dass ich irgendwann gehe, wenn ich so Aussagen wie "Ich würde stärker leiden, wenn ich das Haus verliere, als Dich." zu hören bekomme. Irgendwann hat es mir gereicht und ich hab mich getrennt. Wenn er doch so an dem Haus hängt, warum zieht er dann aus und auch auf das Angebot, er könne es übernehmen, ich würde ihm das Haus lassen (ich würde noch nicht mal eine Ausgleichszahlung fordern, weil ich froh wäre, einfach nur aus dem KV raus zu sein und neu starten zu können!), teilt er immer mit, dass er es nicht kann und will. Aber andersrum will er es auch mir nicht lassen. Mir wäre es lieber ich wäre das Haus los, aber dafür eine Privatinsolvenz annehmen, dann zahl ich lieber weiter, aber nur, wenn er aus dem Grundbuch und KV rausgeht.

Es ist so verzwickt. Wie kann ein Mensch nur so selbstzerstörerisch und bösartig sein?



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Hallo und Beileid zugleich.

Mein Rat wäre:

1. Vorsprache bei der Bank (es gilt hier offenbar die gesammtschuldnerische Haftung)  ggf. auch Tilgungsaussetzung beantragen. Alternativ nicht weiter zahlen, aber ankündigen.....  es werden dann beide belangt.. vorsicht nicht zu lange aussetzen

2. Unterhalt einklagen lassen vom RA auch bei Arbeitsverlust des Partners und/oder SGB II Titel erwirken. Sollte das Haus irgendwann (hoffe ich nicht für Euch) versteigert werden, ist das schwierig bzgl. des Wohnrechts, aber........Du hast ja ggf. einen Titel der wiederum mit dem Ertrag der Veräußerung verechnet werden kann.

3. Alles 100% wird durch 2 geteilt, es sei denn Ihr habt einen Ehevertrag (Hollywoodschaukel mit getrennten Sitzen) Zugewinn gehört beiden und eingebrachte Güter auch es sei denn es gibt eine schriftliche Fixierung.

4.Habe es selber erlebt,,,, und anderes auch

Tip: Am besten von Anfang einer Beziehung eine Liste im gegesetigem Einverständnis erstellen und alle Eventualitäten besprechen und festhalten.Doppelte Ausführung jeder übernimmt das Protokoll des Partners.

Änderungen jederzeit möglich........... immer dem Original chronologisch folgen lassen....

pssst   gilt auch für andere Verträge.....

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Kommentar von 78melisande
03.08.2016, 09:41

Hallo und vielen Dank für deine Anwort!

Ich hab leider schon einiges probiert und bin auch bei einem Anwalt, es zieht sich halt alles nur so lange hin und ist alles so ungewiss. Ich antworte jetzt erst mal auf deine Punkte. :)

1) Bei der Bank bin ich quasi schon direkt nach seinem Auszug (Samstag ist er raus, Dienstag hatte ich einen Termin persönlich in der Bank, den ich Montags vereinbart hatte.)

Tilgungsaussetzung? Das muss ich jetzt erst mal googeln.

Nicht weiter bezahlen ist mir zu "heikel", er zahlt ja eh nichts und da ist mir die Angst zu groß, dass es nachher dann doch zu einer Zwangsversteigerung kommt, zumal ich den Kredit ja gerne allein übernehmen würde und ab nächstes Jahr auch könnte, finanziell gesehen.

2) Mein RA hat schon Unterlagen angefordert, er verschweigt aber vehement seinen Nebenjob (500 EUR) zusätzlich. 700 EUR hat er alleine schon durch seinen Job mehr als ich, mit dem Nebenjob wären es 1200 EUR. Mir geht es im Prinzip ja auch nur darum, wenn er die Raten bis zur Scheidung und Entlassung aus Grundbuch und Kreditvertrag weiter übernehmen würde, würde ich auf Unterhalt und Rentenpunkte verzichten, zur Zeit ist es aber sehr eng (300-400 EUR) fehlen quasi jeden Monat, damit es rund läuft und ich verkaufe schon alles mögliche aus meinem Privatbesitz, nur ist da nicht mehr so viel übrig :-(

Das Problem ist ja auch, dass er mir beim Auszug angedroht hat, dass er mich in die Privatinsolvenz  bringen wird, mit allen Mitteln und mich richtig fertig macht. Ich finde das absolut unanständig, vor allem, weil durch seinen verletzten Stolz dadurch ja zwei Leben finanziell zerstört werden, was aber gar nicht nötig wäre. Ich meine, die Möglichkeit für ihn, ab nächstem Jahr aus allem raus zu sein, keine Schulden mehr zu haben und neu anfangen zu können... wenn ER mir das anbieten würde, ich würde es SOFORT annehmen. Aber sein Weg bedeutet Privatinsolvenz und ich will das nicht :-( ich hab mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen und außer dem Hauskredit nie Schulden gehabt, auch nicht für Auto oder Urlaube etc. Es muss doch eine Möglichkeit geben, das abzuwenden?

3) Nach seiner letzten Forderung über den Anwalt, fordert er alles was im Haus Wert hat (Küche, neue Möbel) die aber über ein Baukonto gekauft wurden und somit zum Kreditvertrag gehören ein und meint, den Rest will er nicht, den kann ich im Gegenzug behalten. Er ist vollkommen irre, in Rage, selbst jetzt noch über 8 Monate später. Ich hab ihm bisher so viel  raus gegeben, weil ich dachte, er gibt dann Ruhe, aber er fordert immer weiter und "sieht es nicht ein, für etwas zu zahlen, von dem er nichts hat" (er meint das Haus). 

4) Mein Beileid auch für dich! :-/ Wie ist es Dir denn ergangen, hat sich mittlerweile alles geklärt? Und wie hast Du Dir deine gute Laune behalten? Ich habe manchmal Tage, da verzweifle ich und überlege, alles hinzuschmeißen, dann kommen wieder Tage, wo ich mir denke: Nein, aufgeben kannste Briefe bei der Post, sonst nichts! Es ist so schwierig, weil man nur sieht, dass er mit seiner Tour schlichtweg ohne Konsequenzen davonkommt.

Es wäre alles einfacher gewesen, wäre der Kreditvertrag von Anfang an auf mich gelaufen. 

Mein Anwalt meint, dass ich zur Zeit noch keinen "Titel" gegen ihn erwirken soll, es sind bis jetzt knapp 7.000 EUR, die ich an Raten einklagen könnte, weil ich seinen Anteil ja mitbezahle. Zudem kommt, dass die Mieterin unten knapp 35.000 EUR in den Grundstückskauf investiert hat, die sie zu jeweils der Hälfte, leihweise vorgestreckt hat. Sie hat jetzt auch Angst, dass Sie "seine" Hälfte nicht mehr wiedersieht.

Alles "mäh" momentan... *soifz*

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Erstens: Der Bauordner gehört Euch beiden. Du kannst dem Anwalt anbieten, dass Dein Mann Kopien erhält. Wenn der Anwalt in Deiner Nähe ist, kannst Du anbieten, dass Du den Ordner vorbei bringst, das Büro Kopien macht und Du den Originalordner wieder mit nimmst. Zweitens: Er kann nicht von Dir verlangen, dass Du ihm seine Haushälfte abkaufst oder ihn "auszahlst". Umgekehrt kannst Du das aber auch nicht von ihm verlangen. Wenn Ihr Euch nicht über das Haus einigen könnt, bleibt entweder weiterhin alles so wie bisher, oder das Haus muss zwangsversteigert werden. Drittens: Wenn ihr bereits seit mindestens einem Jahr getrennt lebt, Du aber weiterhin im Haus wohnen bleiben willst, musst Du den Kredit allein abzahlen. Dafür benutzt Du ja auch das ganze Haus allein, obwohl Dir nur die Hälfte gehört. Viertens: Du kannst Deinem Mann leider gar nicht anbieten, dass er aus den Kreditverträgen entlassen wird. Denn das hast nicht Du zu bestimmen, sondern die Bank. Und die Bank wird ihn höchstwahrscheinlich nicht aus dem Kreditvertrag entlassen. Und zwar auch dann nicht, wenn er Dir seine Haushälfte überschreiben sollte. Von Ausnahmen abgesehen entlassen Banken grundsätzlich keinen Ex-Ehegatten aus gemeinsamen Kreditverträgen. Du kannst ihm deshalb nur anbieten, dass Du den Kredit auch in Zukunft allein abzahlst. Ob er sch darauf einlässt, ist angesichts der Sachverhaltsschilderung freilich unwahrscheinlich.

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Kommentar von 78melisande
28.07.2016, 16:00

1) Demnach müsste er bei dem "Bank-Ordner" den er beim Auszug mitgenommen hat, also ebenfalls verfahren. Das ignoriert er, er rückt ihn nicht raus und reagiert null auf diesen Punkt.

2) Alles wie bisher? Hm, er unterschreibt den Kreditvertrag mit - und nur ich zahle? Und wenn ich in 20 Jahren einen Verkehrsunfall habe oder eine Krankheit bekomme, sterbe, dann erbt er alles, weil er mit im Grundbuch steht? Ist das wirklich rechtlich so? Ich kann mir das nicht vorstellen? 

3) Im Dezember leben wir über ein Jahr getrennt, bis dahin sind es noch ein paar Monate. Moment mal: nur weil er nicht mehr da wohnt - er ist von sich aus ausgezogen (!!!) muss ich durch den Auszug auf einmal alles alleine zahlen? Sorry, das klingt unglaubwürdig. Also ist seine Unterschrift unter dem Kreditvertrag damit ungültig geworden und er braucht nicht mehr zahlen? Wenn das so einfach wäre... nee, das kann nicht stimmen.

4) Natürlich kann ich ihm anbieten, dass ich den Kreditvertrag übernehme, ich habe ja auch mit der Bank schon vorab gesprochen und sie meinte, wenn ich ab nächstem Jahr wieder Vollzeit gehe, würden Sie sich drauf einlassen. ER sagt aber: Nö, ich will da nicht raus aus dem Vertrag - und zahlt nichts.

Halten wir kurz fest:

- Er zahlt nichts
- Er hat Schulden
- Er will mich in die Privatinsolvenz bringen
- Er sitzt alles aus und ignoriert Schreiben

Welche Möglichkeiten haben ich?

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Dein Mann ist verpflichtet die Hälfte des Kredits zu bezahlen da er auch unteschrieben hat. Dreh den Spieß jetzt um. Ein guter Anwalt wird Dir  behilflich sein.

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Kommentar von 78melisande
28.07.2016, 15:16

Beim Anwalt bin ich seit kurzem, doch da kommen vom Gegneranwalt immer nur Forderungen. Auf meine Ansprüche wird gar nichts geantwortet oder erwidert, so als ob Sie nie gestellt wurden. Auch auf Nachweise wird nicht eingangen. Es kommt einfach nur zurück:  Er will diese Sachen. Ihm gehört dies. Er fordert diesen Ausgleichsbetrag. Ich hab ihm ja schon alles was ihm gehört rausgegeben, aber jetzt geht er an Sachen ran, die ihm (nachweislich, kann ich belegen) nicht gehören. Er behauptet, ich lege den Nachweis vor, er kommt mit etwas anderem, ich lege den Nachweis vor... das geht die ganzen letzten 2 Monate schon so :-(

Ich wundere mich immer wieder, wie lange er das machen kann, ohne das irgendetwas passiert. Ich meine, wird das vor Gericht auch so sein? Der Richter wird dann sagen: Ach, na wenn Sie nicht zahlen wollen, kein Problem, dann brauchen Sie das auch nicht. Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

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