NMR-Chemische Verschiebung?

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1 Antwort

Also ich verstehe schon mal gar nicht, was du mit Umklappen meinst und was das mit der NMR Spektroskopie zu tun haben soll.

Nehmen wir Methan und Ameisensäure. Die chemische Verschiebung kann man ganz grob(!) abschätzen, indem man die Elektronegativitäten betrachtet. Je geringer die Unterschiede der EN-Werte der benachbarten Atome sind, desto höher ist der Anteil der Atombindung und desto stärker die Abschirmung, da das bindende Elektronenpaar von keinem beteiligten Atom stärker herangezogen wird. Die Protonen am Methan sind chemisch gleich und stark abgeschirmt, da es sich um eine reine Atombindung zwischen C und H handelt. Bei Ameisensäure ist das Säure-H aber am Sauerstoff gebunden, wodurch es sich um eine sehr polare Atombindung handelt und damit eine geringe Abschirmung des Protons vorliegt (man darf aber nicht nur das direkt benachbarte Atom des Protons betrachten, sondern auch Atomgruppen - hier eine Carboxylgruppe die besonders polar ist - aber das nur am Rande). Das bindende Elektronenpaar wird vom O stärker zu sich gezogen und damit nimmt die Elektronendichte am H ab -> stark entschirmt -> Magnetfeld hat großen Einfluss.

Hoffentlich hilft das bisschen, auch wenn ich nicht auf das "Umklappen" eingegangen bin, aber evlt. veranschaulicht es das etwas besser.


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Kommentar von Carno1995
15.08.2016, 14:40

Danke schon mal. Also wenn ja das Magnetfeld somit einen grossen Einfluss hat, braucht man ja auch mehr Energie zum Umklappen. Und nun zum Umklappen: Damit meine ich das Umklappen des Kernspins. Zuerst sind die Kerne ja parallel ausgerichtet, durch die Energiezufuhr richten sie sich dann antiparallel aus (Umklappen). Nach der Einstrahlung wird dann durch den Resonanzfall das Induktionssignal empfangen.

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