Nimmt der Anteil der Menschen mit Depression in der Gesellschaft zu?

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6 Antworten

Sieht zumindest so aus.

Früher war man mal traurig  - heutzutage hat man mindestens eine klinische Depression, das scheint zum guten Ton zu gehören und hat mit Sicherheit auch mit dem schleichenden Wertewandel innnerhalb einer Gesellschaft zu tun, in dem Selbstverwirklichung und das Durchsetzen der eigenen Vorstellungen das erklärte Ziel ist.

Dieser überall propagierte Egoismus führt logischerweise zu dauernder Selbsbetrachtung, wobei alle Gefühle ständig umkreist und ihnen eine völlig übersteigerte Bedeutung beigemessen wird bis man dann wegen jeder Gefühlserregung beim Psychologen landet

Für andere zurückzustecken, auch mal auf die eigenen Wünsche zu verzichten und sich selbst nicht so wahnsinnig wichtig zu nehmen, ist heute keine Tugend mehr.

Ich persönlich glaube, dass man früher nicht soviel vom Leben verlangt hat wie heute und zufriedener war mit dem was man hatte.

Heute fordert jeder die große Liebe, den Topjob, jede Menge Geld und Erfolg auf allen Ebenen und alles kreist ausschließlich darum, wie man sich optimal präsentiert - um eine normale Bewerbung zu schreiben, muss man mittlerweile mindestens einen entsprechenden Vorbereitungskurs besucht haben und die Schönheitsop´s haben nicht umsonst so drastisch zugenommen.

Die Seele, um dieses alte Wort zu benutzen, veramt bei all dem schönen Schein, denn was wirklich im Leben zählt, bleibt auf der Strecke, z.B echte Freundschaft.

Es ist doch auffällig, dass man in allen extremen Lebenslagen, egal ob Trennung, Trauer, oder Probleme aller Art sofort zum Therapeuten geschickt wird - da muss ein Fachmann ran und wer nicht hingeht, ist selbst an seinem Unglück schuld.

Früher hatte man dafür Freunde - heute braucht man für Mitmenschlichkeit eine spezielle Ausbildung.

Früher wußten 12jährige nicht mal, wie man das Wort Depression richtig schreibt, heute leidet darunter fast jeder dritte Teenager - sieht man ja an den Fragen hier im Forum. Und jeder ist dabei furchtbar überfordert von dem Leistungsdruck, der heute herrscht und der natürlich daran schuld ist

Dabei scheint keiner mehr zu wissen, wovon er eigentlich spricht, denn der sogenannte Leistungsdruck war in der Vergangenheit wesentlich höher, allein die Anforderungen beim Abitur überhaupt nicht vergleichbar mit heute - dagegen ist das Abi heute eine Lächerlichkeit, und bei der Arbeit gab es keine 40 Stunden Woche - und viel Geld gabs auch nicht. Und trotzdem hatte nicht jede zweite Depressionen - komisch, nicht wahr.

Wahrscheinlich weil die Menschen nur das hatten und wollten, was sie brauchten.

Wolfgang Trepper hat so gut rausgedrückt, wie ich es nicht besser könnte:

Es kann sein, muss aber nicht sein. Leider gibt es einige Menschen die Depressionen als Trend sehen und sagen sie hätten auch welche. Somit glauben die Mitmenschen, dass der Anteil der Menschen mit Depressionen stark gestiegen ist, was er eigentlich nicht ist.

Das schlimme ist, dass Menschen mit ernsthaften Depressionen nicht so schnell erkannt werden und oft Jahre lang alleine leiden ohne dass ihnen jemand hilft.

Was viele "angebliche Menschen mit Depressionen" gar nicht wissen ist, dass Depressionen eine Krankheit ist, die unbehandelt manchmal sogar zum Tod führen kann.

Ob es Statistiken dazu gibt kann ich dir leider nicht sagen.

Ich hoffe ich konnte irgendwie helfen. 😉

LG☺

die gesellschaft verblödet während sich das schulsystem nicht ändert, was imo auch gut ist, allerdings druck ausübt auf die ganzen smartphoneseitich8bin & facebookundinstagramsindmeinekarriere menschen.

Ja, Menschen werden einfach heutzutage zu memmen erzogen die keiner belastung stand halten. Ich sag nur depressionen mit 9 Jahren?!

Hallo,

um es kurz und knapp zu formulieren: Ja.
Offensichtlich ist es, wenn man durch die Straßen geht.

Manuel20

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