Nietzsches "Jenseits von gut und böse"

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6 Antworten

Ist schon länger her, dass ich das Buch gelesen habe, bin mir aber ziemlich sicher, dass sich zumindest die Wendung "Jenseits von gut und böse" auf die Klasse derjenigen bezeht, die aufgrund ihrer Überlegenheit (die Übermenschen) es verdient haben, über die anderen zu herrschen. Diese "Übermenschen" befinden sich in Bezug auf die zu beherrschende Klasse für Nietzsche jenseits von gut und böse.

Alle metaphysischen und religiösen Spekulationen seien dagegen psychologisch erklärbar; sie hätten vor allem der Legitimation bestimmter Moralen gedient. Die jeweilige Art zu denken, die Philosophien der Philosophen sind nach Nietzsche auch aus deren körperlicher und geistiger Verfassung sowie ihren individuellen Erfahrungen abzuleiten.

„In der That, man thut gut (und klug), zur Erklärung davon, wie eigentlich die entlegensten metaphysischen Behauptungen eines Philosophen zu Stande gekommen sind, sich immer erst zu fragen: auf welche Moral will es (will er –) hinaus?“

Jenseits von Gut und Böse[

Nietzsche wendet diese These auch in seinen Selbstanalysen an und weist wiederholt darauf hin, dass wir die Welt notwendigerweise stets perspektivisch wahrnehmen und auslegen. Schon die Notwendigkeit, sich in Sprache auszudrücken und damit Subjekte und Prädikate anzusetzen, sei eine vorurteilsbehaftete Auslegung des Geschehens (Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne). Damit behandelte Nietzsche Fragen, die in Ansätzen der modernen Sprachphilosophie wieder aufgenommen wurden.

Aus Wikipedia.

"Was aus Liebe getan wird, geschieht jenseits von gut und böse", sagt Nietzsche. Wenn wir aus Liebe handeln, sagt Nietzsche, denken wir nicht mehr in Kategorien gut oder böse, sondern nur noch in Kategorien der Liebe. Wenn wir jemanden liebevoll umarmen und spüren, dass der Partner das gutiert, befinden wir uns in einem Zustand jenseits von "gut und böse" LG

Wenn wir keinen Gott mehr haben, nach dem wir uns ausrichten und dem wir das vollkommene Gute zuschreiben fehlt das gute als Ziel. Dieses Gute bestimmt auch, was das Böse ist. Wenn beides weg ist sind wir jenseits von gut und böse.

Um eine "neue Moral" jenseits der von Nietzsche so genannten "Sklavenmoral" des Christentums

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