Nießbrauch, Wohnrecht, Steuern?

5 Antworten

Du bist der Eigentümer und deine Mutter die Berechtigte, daher kann ich die Überlegungen nicht nachvollziehen. Deine Mutter kann die Immobilie wie ein Eigentümer nutzen, bei einem Nießbrauch.

Bei Wohnungsrecht, Wohnrecht oder Nießbrauch ist deine Mutter immer die Berechtigte und Du der Eigentümer, daher bist mit deinen Überlegungen auf dem Holzweg.

Du setzt ja als Vermieter eigentlich nur Sachen ab um Die Steuern auf die Mieteinnhamen zu reduzieren. Wenn keine Mieteinnahmen fliessen musst du auch keine Steuern darauf zahlen.

Ein stark vereinfachtes Beispiel: 5000€ Mieteinnahmen im Jahr. Hypothekenzinsen, Modernisierung und AFA betragen zusammen 4000€.

Heisst du setzt also 4000€ ab und musst noch 1000€ mit deinem persönlichen Steuersatz versteuern. (Bei Null ist übrigens Schluss hättest höhere Umkosten kannst du also bestenfalls keine Steuern zahlen. Genau wie bei Nichtvermietung.

Hast du wie jetzt keine Mieteinnahmen, hast du auch nichts zu versteuern. Also macht vermieten bei Dir wenig Sinn.

Wenn du modernisieren willst empfehle ich Dir und deiner Mutter die KFW. Dort gibt es staatliche Kredite aber auch ZUSCHÜSSE zu Einbruchschutz, Energiesparen (Türen Fenster), Heizkesselerneuerung etc. Meisst sind da ein paar hundert Euro pro Projekt drin, je nachdem was und wie aufwendig man modernisiert.Das gilt auch und gerade für Ein-und Zweifamilienhäuser

Sofern die Berechtigte sowas möchte, kann das Recht mit ihrer Zustimmung in notarieller Form gelöscht werden.

Was dach einvernehmlich vereinbart wird ist Ihre Sache.

Wohnrecht bei Wohnungsüberschreibung

Mein Mann ist leider vor 1 Woche verstorben. Lt. Testament bin ich, die Ehefrau, Alleinerbin. Sein leiblicher Sohn aus 1. Ehe, der bei uns aufgewachsen ist, erbt erst mal seinen gesetzlichen Teil. Ich aber will ihm auch mein Erbe zukommen lassen, mit der Auflage, daß ich ein lebenslanges Wohnhaus habe. Es handelt sich um ein 2-Familien-Haus, in dem noch die Schwester mit Ehemann, meines verstorbenen Mannes wohnt. Mein Stiefsohn lebt in der Schweiz, will also selbst hier nicht einziehen. Wir beide waren gestern bei einem Notar und meinten, daß ich eine sogenannte Schenkung machen müßte. Der Notar sagte, daß das nicht nötig ist, sondern lediglich eine Umschreibung wäre nötig und natürlich gleichzeitig eine Teilungserklärung, Baupläne etc. müssen eingerreicht werden, dann erledigt er alles für uns. Jetzt habe ich über Nacht Ängste bekommen! Ist es hoffentlich nicht so, daß ich nach der Überschreibung KEIN WOHNRECHT habe und er mich jederzeit rauswerfen kann? Bisher haben mein Stiefsohn und ich ein sehr gutes Verhältnis gehabt, was sich vielleicht ändern könnte? Wer weiß da Bescheid? Den Notar erreiche ich momentan nicht, danke für eine Auskunft. Bin übrigens schon 68 Jahre alt.

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Wer trägt die Kosten bei Nießbrauch für die Rücklagen von Reparatur- und Sanierungsarbeiten der Immobilie?

Hallo

Ein Eigentümer einer Wohnung innerhalb eines Wohnkomplexes mit weiteren 30 Wohnungen hat ein lebenslanges Nießbrauchrecht über ein Notar an einer Person übertragen. Nun liegen Reparatur- und Sanierungsarbeiten an, wie z. B. eine Dachsanierung ( keine komplette Erneuerung) und Instandhaltung der Fassade.

Nach §1041 BGB heisst es:

Erhaltung der Sache

1Der Nießbraucher hat für die Erhaltung der Sache in ihrem wirtschaftlichen Bestand zu sorgen. 2Ausbesserungen und Erneuerungen liegen ihm nur insoweit ob, als sie zu der gewöhnlichen Unterhaltung der Sache gehören.

Meine Frage:

1) Ist der Eigentümer verpflichtet die Rücklagen für Sanierungsarbeiten zu leisten oder aber der Nießbrachinhaber?

2) Welche Kosten muss ein Eigentümer überhaupt leisten wenn er ein lebenslanges unendgeltliches Nießbrauchrecht übertragen hat hat?

Vielen Dank

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